Logo Selbsthilfeinitiative CFS und Fibromyalgie - Dennis Riehle

Psychosoziale Unterstützung bei CFS und Fibromyalgie wichtige Ergänzung

Selbsthilfeinitiative bietet mentale Stärkung und Aufklärung über Ansprüche

Wenn Menschen an einem Chronischen Erschöpfungssyndrom oder einer Fibromyalgie leiden, sind sie nicht nur von einer bleiernen Mattigkeit und Müdigkeit heimgesucht, sondern haben neben Schmerzen oftmals auch zu wenig Energie, um sich weiter um Haushalt oder die eigene Lebensführung zu kümmern. Hierauf macht der Leiter der bundesweit tätigen Selbsthilfeinitiative zu diesem Thema, Dennis Riehle (Konstanz), in einer aktuellen Aussendung aufmerksam. Der Berater und Journalist, der seit 2014 an beiden Krankheiten leidet und seither rund 5.500 Gleichbetroffene begleitet hat, weiß um die Notwendigkeit der psychosozialen Unterstützung als eine ergänzende Maßnahmen zur medizinischen Versorgung: „Oftmals stellt sich der Alltag von einem Tag auf den nächsten auf den Kopf und man wird pflegebedürftig. Viele Erkrankte verlieren von heute auf morgen ihre Arbeit und sind nicht selten für mehrere Stunden täglich ans Bett gefesselt. Denn kleinste Anstrengungen können bereits zu einer leicht zeitversetzten Verschlechterung ihres Zustandes führen und damit Fortschritte erneut zunichtemachen. Sie sind von der typischen Belastungsintoleranz heimgesucht, die bezeichnend für das CFS und die Fibromyalgie ist. Und dann ist man nicht selten auf Hilfe angewiesen – und muss diese trotz Krankheit irgendwie beantragen und organisieren. Deshalb ist gerade die Annahme des Leidens die größte Herausforderung, denn der Verlust von bisher Üblichem und Gewohntem ist ein herber Einschnitt. Das, was man lange Zeit problemlos bewältigte, wird kurzfristig zu einer scheinbar unüberwindbaren Hürde. Gerade, wenn solch eine Erkrankung in jungen Jahren eintritt und damit Lebensträume und berufliche wie familiäre Träume zerstört, braucht es mentale Stärkung. Diese zu leisten, das ist unser Ansinnen als Selbsthilfe“, meint Dennis Riehle.

Denn unter Betroffenen wisse man sicherlich am besten, wie sich das Gegenüber gerade fühlt und kann aus eigener Erfahrung Tipps geben, wie solch eine Diagnose bewältigt werden kann und was in dieser Situation Mut machen kann, beschreibt Coach entsprechend. Es seien vor allem die Geschichten von anderen Erkrankten, die trotz dieses niederschmetternden Befundes Kraft und Zuversicht schenken können, weil sie authentisch sind und bereits durchlebt wurden: „Das Händeln eines CFS oder einer Fibromyalgie ist wie der Umgang mit jeder chronischen Erkrankung eine Mammutaufgabe. Solch eine Prüfung kann man oft nur mit seelischer Resilienz und Willensstärke bestehen, die es aufzubauen gilt. Und das ist durchaus möglich, indem man sich an die neuen Gegebenheiten anpasst“, erklärt der Psychologische Berater vom Bodensee. „Um möglichst viel Selbstbestimmtheit und Eigenständigkeit bewahren zu können, bedarf es Aufgeklärtheit über das Krankheitsbild, also Edukation. Andererseits auch zu etwaigen Ansprüchen und Hilfsmaßnahmen, welche dabei unterstützen, den Alltag zu meistern. Daher beraten wir auch zur Behinderteneigenschaft, Erwerbsminderungsrente, Kranken- und Bürgergeld, Pflegeleistungen, medizinischer und beruflicher Rehabilitation“, sagt der in Sozialrecht zertifiziert Riehle. Zwar seien die beiden Krankheitsbilder diagnostisch nicht einfach bestimmen und auch versorgungsrechtlich relativ schwer zu fassen. Dennoch gebe es wegweisende Urteile, die dabei helfen können, Hilfen durchzusetzen. Entscheidend sei, dass man sich frühzeitig in fachärztliche Behandlung begebe und das Symptombild ausführlich attestieren lasse, betont Riehle. Auch müssten andere Ursachen einer Erschöpfung und generalisierter Schmerzen ausgeschlossen werden, formuliert der Berater in der Stellungnahme abschließend.

Die Beratung der Selbsthilfeinitiative kann überregional kostenlos unter www.selbsthilfe-riehle.de erreicht werden.

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