Man kennt die Begrifflichkeit eigentlich nur in Bezug auf totalitäre Regime. Doch in Zeiten, die von Wortgewalt geprägt sind, gehen Superlative auch gestandenen Journalisten offenbar leicht über die Lippen. Der „Focus“ spricht von „Schergen“ mit Bezug auf die Einwanderungsbehörde ICE, von Handlangern Donald Trumps, die aktuell zum wiederholten Mal unter Verdacht stehen, einen wehrlosen Menschen getötet zu haben.
Artikel lesenKategorie: Europa und Internationales
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Ein demokratischer Fehlschluss: Niemand muss sich dafür entschuldigen, wie „Rechte“ abgestimmt zu haben – auch nicht die Grünen!
Wer hätte gedacht, dass die Demokratie ausgerechnet in Deutschland noch einmal ins Absurde geführt werden würde. Jahrzehnte nach der Wende gibt es eine neuerliche Teilung der Republik. Sie folgt nicht entlang geografischer Grenzen, sondern verläuft in den Köpfen. Die Brandmauer dürfte in die Geschichte eingehen als ein Fremdkörper im liberalen System, denn solange eine Partei nicht verboten ist, gibt es eigentlich auch keine Grundlage dafür, sie systematisch zu benachteiligen.
Artikel lesenHü und hott im Schweinsgalopp: Donald Trump, seine Launen und die bleibende Gefahr eines naiven Schutzmachtvertrauens Europas…
Wankelmütigkeit hat einen Namen: Donald Trump war bisweilen nicht wiederzuerkennen in Davos. Hatte man noch vor seinem Abflug damit gerechnet, wir stünden kurz vor einem Schlag gegen Grönland, so waren es sanfte und milde Töne, die er in der Schweiz plötzlich anschlug. Was wurde nicht gedroht mit Zöllen, auf einmal stand eine Einigung da. In Nuuk soll es keine militärische Intervention geben, stattdessen eine Verhandlungslösung mit Dänemark.
Artikel lesenDie Ziele mögen hehr sein, die Motivation bleibt zweifelhaft: Donald Trumps Erlöserqualitäten sollten selbst die Naiven nicht täuschen…
Selten gab es so viele Schauplätze in der Außenpolitik wie momentan. Da war es zunächst die nächtliche Überfallaktion auf Venezuela, die Entführung des dortigen Präsidenten, unter dem Deckmantel des Vorwurfes von Drogenhandel und Terrorismus, in der tatsächlichen Ambition von Erdöl und anderen Ressourcen. Kurz darauf sagte Trump Dänemark den Kampf an, will sich die Region Grönland kurzerhand unter den Nagel reißen.
Artikel lesenAbwarten, Luftholen, Nachdenken: Wie der sozialmediale Mitläufereffekt einen ICE-Agenten zum Täter ohne Anklage machte…
In der Ausbildung zum Journalisten lernt man viele Dinge, die nicht nur im Berufsalltag wertvoll und von Bedeutung sind, sondern auch im Leben ganz generell eine glückliche Empfehlung darstellen. Was in meiner Zunft heutzutage unter die Räder geraten ist, vermittelte man mir einst als eine Tugend der verantwortungsvollen Berichterstattung. Nicht um der Sensation willen sollte man Schlagzeilen bewerten, sondern im Geist der Distanz.
Artikel lesenDer Vorteil für Irans Revolutionäre: Dank moderner Medien und flinker Dezentralisierung geraten die Mullahs ins Hintertreffen…
Noch im Dezember war von den aufkeimenden Protesten im Iran kaum etwas zu vernehmen. Schon damals gingen die Menschen wegen der Hyperinflation auf die Straßen, die kollabierende Währung brachte das Volk auf. Lebenshaltungskosten waren ins Uferlose gestiegen. Sukzessive haben die Demonstranten jegliche Schuld dem Regime zugeschrieben, mittlerweile wurde aus einem Aufstand eine versuchte Revolution.
Artikel lesenVenezuela, Grönland – oder eben Panama und Mexiko: Die USA lügen sich seit jeher Fakten zusammen, um die Welt neu zu ordnen…
In diesen Tagen wird eine Begrifflichkeit stark überstrapaziert. Das „Völkerrecht“ muss als Grundlage in vielen Argumentationen herhalten, gemeint ist in den allermeisten Fällen wohl die UN-Charta. Doch ein Regelwerk nutzt sich ab, wird es wiederholt gebrochen, weil die Verbindlichkeit variabel ist. Und so dürfte man Donald Trump kaum beeindrucken können, verweist man mit dem Zeigefinger auf die Stimson-Doktrin.
Artikel lesenDie Rebellion eines vergessenen Volkes: Irans Bürger sehnen sich im wirtschaftlichen Dauergrau nach Freiheit und Verweltlichung…
Da waren es die Brandkatastrophe von Crans-Montana, der Militärschlag der USA gegen Venezuela und das linksextremistische Attentat auf die Stromversorgung in Berlin, die einen außenpolitischen Brandherd kurzerhand aus der Wahrnehmung der Öffentlichkeit drängten. Im Iran spitzt sich die Situation weiter zu. In mindestens 17 der 31 Provinzen sind Proteste gegen die Regierung aufgeflammt, sie stellen die größte Herausforderung für das klerikale Establishment seit Jahren dar.
Artikel lesenMärchen über die Gründe für den Caracas-Krieg: Trump scherte sich weder um Diktatur oder Unterdrückung, noch um Volk und Opposition!
Donald Trump wird bejubelt, zumindest von jenen, die in Venezuela das Ende des Sozialismus feiern, von Europa aus ein weiteres Land zur Freiheit beglückwünschen. Und natürlich ist es auf den ersten Blick allzu respektabel und verdient, dass die dortigen Menschen von der Geißel der Diktatur entfesselt wurden. Immerhin kamen tausende Demonstranten während der Ära eines Tyrannen bei Protesten ums Leben.
Artikel lesenEine heimatnahe Stimme im ach so fernen Brüssel: Wie AfD-Mandatar Alexander Jungbluth deutsche Interessen in Europa vertritt…
Brüssel und Straßburg sind für viele Deutsche weit weg. Die Wahlen zum Europäischen Parlament finden regelmäßig nur wenig Aufmerksamkeit, weil der Beamtenapparat der Kommission die wichtige Arbeit der Mandatare überdeckt. Dass mittlerweile nahezu drei von vier Gesetzen in der Bundesrepublik den Ursprung nicht mehr in Berlin haben, sondern in Belgien oder Frankreich, ist dem hiesigen Souverän kaum bekannt.
Artikel lesenEin Revival von Panama, Irak oder Libyen: Wie der Moskau-Moment von Trump die gesamte MAGA-Bewegung in Erklärungsnot bringt…
Wieder einmal sind wir in einer anderen Realität aufgewacht. In der Nacht auf den 3. Januar 2026 überfiel Donald Trump mit Hubschraubern Venezuela. In der Hauptstadt Caracas waren mindestens sieben Detonationen zu hören, auch in nahegelegenen Landesteilen kam es zu Explosionen. Unzählige Menschen sollen getötet worden sein, kurz darauf meldete sich der US-Präsident zu Wort, die Aktion angeordnet und die Entführung von Präsident Maduro befohlen zu haben.
Artikel lesenDie deutsche Außenstelle von Javier Milei: Wie das Team Freiheit 2026 zwischen Aufbruchsstimmung und Wahlskepsis beginnt…
Er steht für die Kettensäge, wurde zur Galionsfigur des Libertarismus. Der argentinische Präsident Javier Milei polarisiert die Gemüter weltweit, weil er erfolgreich ist. Nicht nur sozialistische Regime hatten Zweifel an seine Austeritätspolitik. Auch in Deutschland galt der 55-Jährige als verschrien, als ein „durchgeknallter Querkopf“, als ein „Radikalinski“.
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