Manchmal wird uns die Entscheidung im Leben leicht gemacht. Wer in Baden-Württemberg vor dem Stimmzettel sitzt, um noch immer damit zu hadern, wohin das Kreuz bei der Landtagswahl am 8. März 2026 wandern soll, der kann sich an einer einfachen Frage orientieren: Wollen „wir“ künftig bis 72 arbeiten? Denn nachdem bereits Spitzenkandidat Manuel Hagel von der CDU forderte, das Renteneintrittsalter einigermaßen pauschal bis ins Unermessliche anzuheben, stimmt nunmehr auch Herausforderer Cem Özdemir von den Grünen in diesen Chor ein.
Artikel lesenEin Lehrstück für den Verfassungsschutz: „Volkszugehöriger“ ist, wer „Merkmale“ wie „Abstammung, Sprache“ und „Kultur bestätigt“…
Es gibt viele Anzeichen, die auf einen Willkürstaat hinweisen. Und im Deutschland des Jahres 2026 kommt man kaum noch hinterher, diese offensichtlich zu Tage tretenden Merkmale als augenscheinlichen Beleg dafür zu illustrieren und benennen, dass wir längst angekommen sind in einer modernen Normvariante der klassischen Diktatur. Unverhohlen prahlen die Mächtigen damit, dass sie am längeren Hebel sitzen. Auch in Niedersachsen wurde die Arroganz der Elite neuerlich sichtbar.
Artikel lesenWann geht die Alternative in die Offensive? Hinterherrennen statt vor die Welle kommen: Krisenbewältigung sieht anders aus, liebe AfD!
Die AfD zeigt sich pikiert. Wieder einmal ist die Presse schuld. Mittlerweile wird über bis zu sechs Landesverbände berichtet, in denen es zu Ungereimtheiten bei der Überkreuz-Anstellung von Familienangehörigen in Büros von Abgeordneten oder Funktionären der eigenen Partei gekommen scheint. Rechtlich hat man sich damit nichts vorzuwerfen, solange diese Jobs auf Grundlage von tatsächlich erbrachter Leistung fußen, wegen Qualifikation vergeben wurden, nicht allein aus Bevorzugung.
Artikel lesenEhrenamt in der Krise, doch helfen dürfen nur „die Guten“: Wie die Brandmauer die Solidarität an den Rand des Zusammenbruchs bringt…
Wer hätte gedacht, dass es einmal so leichtfallen würde, Parallelen in die dunklen Kapitel unserer Geschichte zu ziehen. Allzu leichtfertig vertraute man darauf, dass es tatsächlich bei einem „Nie wieder“ bleibt. Da hatte man darauf gehofft, dass die Diktaturen eine Lehre sind. Die Gesellschaft nicht wieder in eine Mentalität verfällt, Andersdenkende zu Sündenböcken zu erklären, die Opposition vom elementaren Bestandteil der Demokratie zu einem Fremdkörper und Störenfried im System zu degradieren.
Artikel lesenUnumwunden, hämisch und bedrohlich: Wie der Sprecher des Auswärtigen Amtes NATO-kritischen Journalisten den Kampf ansagte…
In diesen Tagen ereilt mich eine ziemlich ernüchternde Erkenntnis. Ich bin also Journalist geworden, um 2026 von einem Sprecher des Auswärtigen Amtes in einem kollektiven Rundumschlag grinsend und spöttisch mit einem Sanktionsregime bedroht zu werden, sollte ich mich abweichend von der Erzählung äußern, Russland sei allein für den Krieg verantwortlich, die NATO treffe keine Schuld, die Ukraine müsse Mitglied der EU werden, Moskau ist böse, Kiew unser Freund.
Artikel lesenZwei Arme, 45 Grad und schon ist der „Führer“ los: Es braucht zusätzliche Hirnwindungen, um juristische Paranoia verstehen zu können…
Bedingt durch meinen Parkinson, sehe ich manchmal Dinge, die gar nicht da sind. Bislang halten sich diese optischen Täuschungen in Grenzen. Vor allem gelingt es mir, rasch wieder in die Realität zurückzukehren, zu erkennen, dass ich halluziniert habe. Umso bedenklicher finde ich, welch eine Wahnvorstellung mittlerweile in manch einem Sitzungssaal Deutschlands grassiert. Da wurde nun also ein Funktionär der AfD zu 100 Tagessätzen verdonnert, weil ein von ihm verantwortetes Plakat einen Mann und eine Frau zeigt, die mit ausgestreckten Armen ein Dach bilden über ihrem Kind.
Artikel lesenAhlaan bikum fi buhayrat kunistansi – Willkommen am Bodensee! Einbürgerungen von Syrern, Irakern und Afghanen auf Rekordjagd…
Dass Spitzenpolitiker quer durch die Republik in diesem Jahr nicht etwa Christen zur Fastenzeit, sondern Muslimen zum Ramadan gratulieren, ist sicherlich kein Zufall. Immerhin spricht nicht nur das Stadtbild dafür, dass wir uns im gesellschaftlichen Umbruch befinden. Auch die nackten Zahlen machen deutlich, dass sich dieses Land verändert. So, wie es sich die Grünen immer gewünscht haben. Doch nicht nur in den großen Metropolen hat die Buntheit Einzug gehalten. Auch im beschaulichen Südwesten sind die Statistiken eindeutig.
Artikel lesenDer „Ich möchte“-Kanzler und das Recht auf Anonymität: Als ob wir in der realen Welt Namensschilder auf der Stirn tragen würden…
Wieder einmal taucht die immer selbe Frage auf: Ist Friedrich Merz charakterlich geeignet, die Geschicke dieses Landes zu führen? „Ich möchte Klarnamen im Internet sehen. Ich möchte wissen, wer da sich zu Wort meldet“, so lautet seine jüngste Äußerung. Und sie drückt neuerlich wie eindrucksvoll das autoritäre Verständnis des Bundeskanzlers aus. Volksherrschaft ist kein „Wünsch dir was“ der Eliten, sondern ein Auftrag der Basis. Welche Vorstellungen ein CDU-Politiker hat, bleibt einigermaßen unerheblich, solange er für sein Ansinnen keine Mehrheit findet.
Artikel lesenAnspruch auf Chancengerechtigkeit: Auch die Jugendorganisation des BSW hat das Recht, sich um die Gunst der Erstwähler zu duellieren…
In den letzten Wochen hörte man viel von der „Generation Deutschland“. Die Nachwuchsorganisation der AfD hatte sich neu aufgestellt, nachdem der Bundesvorstand die Auflösung bisheriger Strukturen in die Wege leitete. Offenbar aus Sorge vor dem Verfassungsschutz, strebte man eine engere Bindung an die Partei an. Nahezu untergegangen scheint hingegen, dass auch das BSW längst eine Jugendbewegung hat. Gegründet im Juli 2025, in einer Versammlung von rund 150 Teilnehmern in Bochum, befindet sie sich weiterhin im Aufbau.
Artikel lesenDie künstlich generierte Scheinwelt auf dem Mainzer Lerchenberg: Wenn die Wahrheit nicht passt, werden Bilder passend gemacht…
Wer hätte noch vor ein paar Jahrzehnten gedacht, dass es einmal das ehrenwerte „heute journal“ sein würde, welches unter Journalisten zum Paradebeispiel dafür wird, wie man seinen Beruf nicht ausübt. Ehemalige Moderatoren und Sprecher dürften sich wohl im Grab umdrehen, müssten sie miterleben, wie eine Redaktion um Dunja Hayali die spätabendliche Nachrichtensendung für ihre ideologischen Zwecke missbraucht. Mittlerweile reiht sich ein Skandal an den nächsten, da ist die jüngste Entgleisung nur eine Unglaublichkeit von vielen.
Artikel lesenSolidarisieren statt distanzieren: Wie Felix Gramont die AfD mit ruhiger Stimme, aber klarer Ansage Loyalität und Zusammenhalt lehrt…
In diesen Tagen scheint die AfD in mehrerlei Hinsicht am Scheideweg zu stehen. Vorwürfe familiärer Überkreuz-Anstellungen in verschiedenen Landesverbänden werden medial nicht nur thematisiert, sondern im Verhältnis zu Missständen bei anderen Parteien aufgebauscht. Gleichzeitig ringt man um den richtigen Kurs in Sachen Abgrenzung zu Martin Sellner, der Identitären Bewegung und vermeintlich radikalen Kräften. Das Virus der Mäßigung und des Abstandnehmens scheint zu grassieren.
Artikel lesenZwischen Heimspiel, Patt und Schwerstarbeit: Wie sich die AfD am Bodensee beharrlich durch schwarz-grünes Wählerterrain ackert…
Journalist zu sein, das bedeutet für mich nicht zuletzt, sich auch als Anwalt der Opposition zu erweisen. Auch ihr sollte ein Medienschaffender keinesfalls blindlings vertrauen. Aber gerade in Phasen der Geschichte, die von einer massiven Polarisierung geprägt sind, etablierte Zeitungen und Sender zum Sprachrohr der Regierung mutieren, besteht insbesondere für unabhängige Presseakteure eine gewisse Verpflichtung, jenen eine Stimme zu geben, die ansonsten ausgegrenzt, verdrängt oder penibel in einem schlechten Licht dargestellt werden.
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