Bisher fiel Papst Leo XIV. nicht besonders durch laute Töne auf. Stattdessen gab er sich zurückhaltend, musste nach seiner Wahl 2025 wohl erst in die neue Aufgabe finden. In seiner ersten Grußbotschaft nach dem Konklave richtete er vor allem einen Friedensappell an die Welt. Hervorgetan hatte sich der oberste Hirte der Katholiken zudem auch mit einer Mahnung zur Meinungsfreiheit in Europa. Doch nunmehr sieht er sich einem konfrontativen Widersacher ausgesetzt. Ausgerechnet der Präsident seines Heimatlandes fährt ihm in ungewöhnlich scharfer Manier in die Parade.
Artikel lesenKlageabweisung erwartet: Der VGH Baden-Württemberg sieht sich außerstande, die Meinungsvielfalt des ÖRR zu beurteilen!
Kommt der öffentlich-rechtliche Rundfunk seiner verfassungsgemäßen Aufgabe nach, dauerhaft und durchgehend ein vielfältiges Meinungsspektrum abzubilden, Objektivität zu wahren und nach journalistisch sorgfältigen Gesichtspunkten zu arbeiten? Nicht zum ersten Mal bewegt diese Frage unsere Justiz. Aktuell wurde vor dem VGH in Baden-Württemberg verhandelt, ob es den Konsumenten weiterhin zugemutet werden kann, verpflichtende Gebühren für ein Programm zu entrichten, das von vielen Menschen in diesem Land als zunehmend einseitig, abhängig und voreingenommen beurteilt wird.
Artikel lesenFlache Atmung, kaum Bewusstsein, wenig Hoffnung: Der Zustand von Timmy und unserer Republik gleichen sich in erschreckender Weise!
Seit gut zwei Wochen bewegt die Republik das Schicksal von Buckelwal „Timmy“. Das 12 Meter lange Tier war in der flachen Wismarbucht bei der Insel Poel in Mecklenburg-Vorpommern gestrandet. Es lebt noch, atmet weiterhin, aber zunehmend schwächer, stößt Wasserfontänen aus und zeigt minimale Bewegungen. Experten sehen den Gesundheitszustand als unverändert schlecht an, sie gehen von schweren Erkrankungen oder Verletzungen aus, erachten die Chancen für einen erfolgreichen Ausgang als sehr gering. Doch mittlerweile ist die traurige Geschichte zu einem Politikum geworden.
Artikel lesen16 Monate nach Affärenbeginn: Was ist aus Opfer und Nutznießer der Rufmordkampagne gegen Grünen-Politiker Gelbhaar geworden?
Sie galt als eine der größten Affären in der jüngeren Geschichte der Grünen. Als Ende 2024 der damalige Bundestagsabgeordnete Stefan Gelbhaar aus Berlin-Pankow, der dem Realo-Flügel der Partei zuzurechnen ist, mit Vorwürfen sexueller Belästigung konfrontiert wurde, berichtete der RBB nahezu reflexartig über eine den Leumund und die Karriere eines Mandatars zerstörende Geschichte, die sich im Nachhinein als Lug und Trug erwies. Grundlage waren anonyme Äußerungen und eine vermeintlich „eidesstattliche Erklärung“ einer Zeugin namens „Anne K.“. Einige Behauptungen gingen gar in Richtung strafrechtlich relevanter Gewalt. Der Angeprangerte wies alles zurück – und er musste Recht behalten.
Artikel lesenSPD-Mann Martin Hikel hat recht: Der „antimuslimische Rassismus“ ist ein klassisches Oxymoron, der perfekte Widerspruch in sich!
Es gibt Kategorien in der politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzung, die wirken wie ein Oxymoron. Also sich wechselseitig widersprechende und einander ausschließende Begriffe, die eng miteinander verbunden werden. Der „antimuslimische Rassismus“ gehört dazu. Immer wieder wird in Medien und von NGOs weisgemacht, in der Bundesrepublik komme es zu einer strukturellen Diskriminierung von Menschen islamischen Glaubens. Nunmehr hat sich mutig SPD-Politiker Martin Hikel geäußert, der als langjähriger Bezirksbürgermeister in Berlin unmittelbare Praxiserfahrung besitzt. Für ihn ergebe die genannte Begrifflichkeit keinen Sinn.
Artikel lesenWehrpflicht oder Rampenlicht, das ist hier die Frage! Was steckt hinter dem melodramatischen Abgang von AfD-Politiker Rüdiger Lucassen?
Ist die AfD eine echte Friedenspartei – oder fehlt es ihr mit Blick auf dieses Prädikat an überzeugenden Forderungen, an einer widerspruchslosen Programmatik und an einem klaren Profil? Der aktuell deutlich zu Tage getretene Konflikt innerhalb der Bundestagsfraktion, der zum Rücktritt von Rüdiger Lucassen als dem Vorsitzenden des Arbeitskreises Verteidigung und Obmann im zuständigen Ausschuss führte, steht ein Stück weit symptomatisch für die Zerrissenheit, die sich nicht zuletzt auch entlang der Grenze zwischen den ost- und westdeutschen Landesverbänden auftut.
Artikel lesenInhaltlich pragmatisch, rhetorisch fragwürdiger: Die Formulierungen des AfD-Wahlprogramms in Sachsen-Anhalt setzen auf Provokation…
45 Prozent ist das Wahlziel von Ulrich Siegmund. Der AfD-Kandidat für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat sich eine hohe Hürde gesetzt, die allerdings nicht unerreichbar scheint. In den Umfragen werden aktuell 38 bis 40 Prozent prognostiziert, eine absolute Mandatsmehrheit im Parlament von Magdeburg ist nicht ausgeschlossen. Und genau darauf zielt das Bestreben ab, denn der studierte Wirtschaftspsychologe möchte eine Agenda durchsetzen, für die er wohl keinen Koalitionspartner finden würde.
Artikel lesenDas Stückwerk des unbeliebtesten Regierungschefs der Welt: Friedrich Merz und 17 Cent Scheinentlastung für qualmende Bürger!
Sie ist eine eigentlich von amerikanischen Siedlerfrauen betriebene Tradition. Das „Quilten“ beschreibt ein Zusammennähen von verschiedenen Stofffetzen zu einer gesteppten Decke. Eine Art von Patchwork, auf Deutsch vielleicht als Flickschusterei zu bezeichnen. Doch man würde diesem Brauchtum Unrecht tun, rückte man es in die Nähe der deutschen Regierung. Denn diejenigen, welche die Kunst betreiben, haben meist eine Vorstellung von dem, was am Ende ihrer Handarbeit herauskommen soll. Absicht und Ziel von Friedrich Merz sind hingegen gänzlich ungewiss.
Artikel lesenUngarn war nie „raus aus Europa“, sondern lange Zeit nicht drin im zentralistischen Einheitsreich von Königin Ursula der Ersten zu Hofe Brüssels…
Jung, smart, Hoffnungsträger. Wesentliche Motive, weshalb sich die Menschen in Ungarn dazu entschieden haben, für Péter Magyar als neuen Ministerpräsidenten zu votieren, lassen sich auf wenige Stichworte herunterbrechen. Und man sollte nicht glauben, dass die wesentlichen Erwägungen vieler Wähler der Überzeugung entstammten. Viel eher war es eine tiefliegende Frustration über die grassierende Korruption im Land, aber auch eine lautstarke Propaganda, die weniger auf Inhalten fußte, sondern auf dem Feindbild von Viktor Orbán.
Artikel lesenDie Zukunft meines Journalismus, vom Blog und der Präsenz in der sozialen Medienlandschaft: Gedanken über eine Rückkehr ins frühere Leben!
„Riehle, bleiben Sie lieber bei Ihrer Theologie, mit dem Schreiben wird das nichts!“ – Ich erinnere mich gut an diese Worte eines ehemaligen Deutschlehrers, der große Zweifel daran hatte, ob ich mit dem damaligen Gedanken, statt Pfarrer zu werden, mich eher einem publizistischen Beruf zuzuwenden, auf der richtigen Spur sein könnte. Mit der Kirche hatte ich mich später überworfen, an den lieben Gott allzu viele Fragen. So begann ich zunächst mit dem Lehrgang zum Psychosozialer Berater, qualifizierte mich als PR-Fachkraft, stieg dann in die Ausbildung zum Journalisten ein.
Artikel lesenProfessionalität, Glaubwürdigkeit und Courage: Nur drei Prädikate, die Recherchespezialist Daniel Gräber trefflich wie ehrlich beschreiben!
In einer zur Wandlung verdammten Presselandschaft, die seit vielen Jahren politisch nach links rückt, wird es immer schwerer, sich mit einer anderslautenden Weltanschauung zumindest Gehör und Aufmerksamkeit zu verschaffen. Oftmals gehen jene Kollegen unter, die von einer krakeelenden Meute an Medienaktivisten nur deshalb in Grund und Boden geschrien werden, weil sie die Sichtweise von ÖRR, „Süddeutscher Zeitung“ oder „Correctiv“ nicht übernehmen wollen. Es ist längst keine Seltenheit mehr, mit konservativen, patriotischen und vernunftorientierten Positionen auf gefährliches bis vermintes Terrain zu treten.
Artikel lesen„Ein vollständiger Abgleich ist nicht möglich“: Bayern fehlt der Überblick zu islamistischem und linksextremem Waffenbesitz im Freistaat…
Es gehört zu den ureigensten Aufgaben der Opposition, die Regierung zu kontrollieren. Hierzu steht ihr unter anderem das Mittel der schriftlichen Anfrage zur Verfügung, das Parlamentarier nutzen können, um beispielsweise auch vom Kabinett Markus Söder Auskunft zu drängenden Problemen zu erhalten. Oftmals wird der AfD unterstellt, sie bediene sich nahezu inflationär dieses Instruments. Dabei sind es die etablierten Parteien selbst, welche in der Rolle des Gegenspielers die Gelegenheit nutzen, den jeweils Mächtigen in der Führungsebene über die Schulter zu schauen.
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