Nun sag‘, was stellst du dir unter einem Mann mit Rückgrat vor? Eine mögliche Antwort könnte lauten, einen Charakter wie „David gegen Goliath“. Zumindest fungiert unter diesem Nutzernamen ein neudeutsch als „Content Creator“ bezeichneter Aktivist auf den unterschiedlichsten digitalen Plattformen wie X, „YouTube“, „TikTok“ und „Instagram“, der die politische Szene aufmischt. Mit seinem Podcast „Late-Night-Show“, in dem er gesellschaftliche Themen, aktuelle Ereignisse und Kritik an der deutschen Politik behandelt, erreicht er bereits eine große Anhängerschaft.
Artikel lesenOhne Polarisierung Vertrauen gewinnen: Wie AfD-Abgeordneter Robin Classen ein wiedererkennbares und sicheres Rheinland-Pfalz schaffen möchte!
Am 22. März 2026 wählte Rheinland-Pfalz einen neuen Landtag. Mit einem deutlichen Zugewinn von 11,2 Prozent zog die Alternative für Deutschland erneut ins Plenum ein. Mit 24 Sitzen ist die Partei im Mainzer Parlament nunmehr vertreten, als Schwergewicht. Einer der Abgeordneten ist auch Robin Classen. Der Rechtsanwalt kandidierte auf Listenplatz 5, vertritt nun Diez/Nassau und die Rhein-Lahn-Region. Dieser sich als bodenständiger Familienvater präsentierende Christ setzt klare inhaltliche Schwerpunkte. Er betont die Notwendigkeit einer neutralen und unabhängigen Justiz, auf die kein politischer Einfluss genommen wird.
Artikel lesenAls Esken, Bas und Klingbeil durchs dunkle Jammertale schritten: Mein Gott, mein Gott, warum hast du die SPD denn nicht schon längst verlassen?
Wer aktuell die politische Republik adäquat und hinlänglich beschreiben will, kommt wohl am Prädikat der Wehleidigkeit nicht vorbei. Friedrich Merz ist groß im Austeilen, mittlerweile gibt es Strafbefehle für Banalitäten, er selbst drückt auf die Tränendrüse, wenn er einstecken muss. Empfindlich scheint auch Lars Klingbeil, offenbar zart besaitet, wartet im Umgang auf Streicheleinheiten. Und jetzt ist da auch noch Bärbel Bas, die sich ziemlich lautstark über Anfeindungen und Hass im Internet beklagt. Wahrscheinlich hatte es keine SPD-Vorsitzende zuvor so schwer, war derartigem Argwohn und Missgunst ausgesetzt.
Artikel lesenÜberflüssig oder stabilisierend? Wie die „WerteUnion“ auch als Nischenpartei eine wichtige Scharnierfunktion in der Demokratie erfüllt…
Braucht es in einer Demokratie sogenannte Nischenparteien, die möglicherweise auch über einen längeren Zeitraum weit unter den entsprechenden Hürden bleiben, um in Parlamente einzuziehen? Oftmals wird behauptet, eine Stimme für sie sei verloren. Doch sie sind Ausdruck von Pluralismus und Repräsentation. Im Wettbewerb der unterschiedlichen Interessen und Meinungen findet nicht jeder Standpunkt unter den etablierten Kräften einen Vertreter, der die Position adäquat artikuliert oder daraus passende Konsequenzen wie Forderungen ableitet. Man kann von Anwälten Einzelner sprechen, die auf vernachlässigte Themen aufmerksam machen.
Artikel lesenWir, uns, die Guten: Moralaffektive Selbstdarstellung auf der „richtigen“ Seite der Geschichte führte schon in Weimar zum Verderben!
Wer in der Schule nach dem Personalpronomen der 1. Person Plural im Dativ oder Akkusativ gefragt wurde, antwortete im besten Fall mit „uns“. Doch wer hätte gedacht, dass drei Buchstaben in unterschiedlicher Abwandlung im Jahr 2026 eine ganze Republik spalten können. Unsere Demokratie, unsere Gesellschaft, unsere Zukunft. Das klassische Stilmittel aus Rhetorik und Psychologie signalisiert Zugehörigkeit, moralische Einheit und Gruppenbildung. Es soll Handeln im Namen einer kollektiven Identität legitimieren, besonders lautstarke Sprecher verstehen sich als Anhänger des authentischen Kollektivs, implizieren dabei nicht nur das Abweichen, das Nichtdazugehören, sondern die vermeintliche Bedrohung des Systems.
Artikel lesenGerechtigkeit ist kein Allerweltsanspruch: Wie AfD-Nachwuchs Sebastian Ruth gesellschaftliche Strukturmängel volksnah beheben will…
Während die sogenannte LGBTIQA-Bewegung im Juni ihren sogenannten „Pride Month“ feiert, begehen konservative wie identitäre Kräfte den „Stolzmonat“. Sie wollen darauf hinweisen, dass die schwarz-rot-goldene Flagge im Gegensatz zum Regenbogen alle Menschen unter sich vereint, darüber hinaus die einzig offizielle ist. Verschiedene Charaktere in den neuen Medien unterstreichen diese Botschaft, nicht zuletzt auch der aus Breisach stammende AfD-Politiker Sebastian Ruth. Er war Direktkandidat für den Wahlkreis Freiburg I bei der Abstimmung zum Landtag in Baden-Württemberg 2026. In den digitalen Plattformen tritt er unter dem Nutzernamen „Sozialpatriot“ auf, selbiger ist Programm.
Artikel lesenDer ausgelagerte Spezialist als Fall für Arbeitsgerichte und die EU: Nicht der freie Markt hat versagt, sondern die Verantwortungskette!
Das Klischee ist bequem: irgendwo in Südeuropa sitzt ein Call-Center-Agent mit Headset, liest Skripte ab, nimmt Beschwerden entgegen. Dieses Bild ist falsch. Es ist nicht nur ungenau, sondern irreführend, weil es genau jene Struktur verdeckt, die meinen Fall politisch und rechtsstaatlich relevant macht. Meine Tätigkeit war keine austauschbare Randarbeit in einem anonymen Outsourcing-Projekt. Ich arbeitete in einem Google-Projekt, war in interne Abläufe eingebunden, hatte Zugang zu Systemen und vertraulichen Dokumenten, trug Qualitäts- und Prozessverantwortung und wirkte an personellen Bewertungen beziehungsweise Personalentscheidungen mit.
Artikel lesenAm Unterbau des BSW feilend: Wie der Berliner Kommunalpolitiker Robert Meier den Geist von Vernunft durch Kiez und Internet trägt…
„Wer hohe Türme bauen will, muß lange beim Fundament verweilen“, so stellte es schon der österreichische Komponist Anton Bruckner fest. Und seine Weisheit gilt insbesondere auch den Parteien. Wer keine Basis hat, der muss sich gar nicht erst am Obergeschoss zu schaffen machen. Tragende Elemente finden sich manchmal im Keller, zugedeckt vom öffentlichkeitswirksamen Geschehen unter Lichteinfluss. Es sind nicht selten jene, die völlig abseits vom Rampenlicht für Stabilität sorgen, mit ihrem Engagement vor Ort den Prominenten in der Breite den Rücken freihalten. Vor allem, wenn sich eine Bewegung am Anfang befindet, wie auch das BSW.
Artikel lesenEin vermeidbares Märtyrertum, das die geschichtliche Rückschau des Jahrhunderts prägt: Wie Henry Nowaks Tod Europa den Atem nimmt!
Er ist kein Präzedenzfall, aber auch kein Schicksal, sondern gehört mittlerweile zu einer gewissen wie tragischen Realität in Europa. Gleich fünf Mal hatte der 23-jährige Brite sikhischer Herkunft, Vickrum Digwa, auf den 18-jährigen Studenten Henry Nowak eingestochen. Der eiskalte Mord ereignete sich bereits am 3. Dezember 2025 in Southampton. Mit einem 21 langen Zeremoniemesser ging der Täter auf sein Opfer los, weil er angeblich rassistisch beleidigt wurde. Er selbst hatte noch davon erzählt, „ein böser Mann“ zu sein. In der Vernehmung verteidigte sich der später schuldig Gesprochene, man habe ihm den Turban vom Kopf gerissen.
Artikel lesenRechtsverdrehung im Wasserglas: Wie Deutschlands Flickenteppich-Justiz in der Auslegung von § 188 den Freischwimmer macht!
„Es hilft nichts, das Recht auf seiner Seite zu haben. Man muss auch mit der Justiz rechnen“, so sagte es der deutsche Schauspieler und Kabarettist Dieter Hildebrandt. Und seine Worte könnten aktuell kaum besser passen. Im baden-württembergischen Öhringen wurde im März 2026 ein Strafbefehl über 30 Tagessätze auf Betreiben der Staatsanwaltschaft Heilbronn erlassen, weil ein Nutzer unter einem „Facebook“-Post den Bundeskanzler als „Lügenfritz“ bezeichnet hatte. Die Äußerung sei nach Auffassung der Behörde geeignet, um „Aggressionen zu schüren“ und das Vertrauen in die Integrität der Person zu untergraben.
Artikel lesenStadtbild 4.0 am Beispiel Konstanz: 51 Prozent aller Jugendlichen mit Migrationshintergrund, Zahl der Flüchtlinge steigt in zehn Jahren um 1000 Prozent!
Unser Stadtbild hat sich verändert, Katrin Göring-Eckardt freut sich darüber. Wie eklatant die Entwicklung ist, lässt sich beispielhaft in den Kommunen ablesen. So auch an Konstanz am Bodensee. Mit rund 87.000 Einwohnern scheint man bundesweit besonders für den ausgerufenen Klimanotstand bekannt. Doch es gibt auch in anderen Bereichen signifikante Daten, die aufhorchen lassen müssen. Denn das „Wir schaffen das!“ aus 2015 ging selbst an der südbadischen Provinz nicht spurlos vorbei. Mittlerweile liegt man deutlich über dem Bundesdurchschnitt (25 – 30 Prozent), was die Wohnbevölkerung mit einem Migrationshintergrund angeht. Etwa 35,5 Prozent sind es aktuell.
Artikel lesenWarum ich das BSW gleichwertig behandle: Zur journalistischen Ausgewogenheit gehört der gesamte Blick auf die bundespolitische Opposition!
Nun sag‘, wie hast du’s mit der Unabhängigkeit? Sie gilt als Gretchenfrage für jeden Journalisten. Und eigentlich sollte die Antwort darauf unmissverständlich, konsequent und dezidiert sein. Wer sich in unserer Branche der Einseitigkeit hingibt, verweigert einen wesentlichen Tenor von Auftrag und Mission. Denn es geht weder um Belehrung noch Erziehung, keinesfalls um den erhobenen Zeigefinger und die Moral in unserem Job. Scheuklappen haben in der Kommentierung und Berichterstattung gleichsam nichts zu suchen wie die Brandmauer. Stattdessen braucht es Neugier in alle Richtungen.
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