Braucht ein Miteinander polarisierende Figuren oder kommt die allgemeine Diskussion ohne Zwischenrufer aus, die Skepsis am Zeitgeist im Zweifel auch auf die Spitze treiben? Julian Adrat, seines Zeichens AfD-Kandidat für die Abgeordnetenhauswahl in Berlin, ist ein streitbarer Charakter. Nicht zuletzt mit Aussagen über einen kulturellen Werteverfall in Deutschland eckt er an, doch erfährt im Gegenzug überwältigende Unterstützung über das eigene Lager hinweg. Schließlich spüren nicht nur Rechte und Konservative, dass der ethische Kompass verrückt ist. Plötzlich gilt als selbstverständlich, was man noch vor einigen Jahren und Jahrzehnten für völlig undenkbar hielt.
Artikel lesenDie AfD sagt Dankeschön: Weltsozialamtschefin Bärbel Bas, die Pull-Faktoren und 2,5 Millionen Bürgergeldempfänger mit Migrationshintergrund!
Rund 47 Prozent der Empfänger von „Bürgergeld“ in der Bundesrepublik sind Ausländer. Weitet man die Definition auf Personen mit Migrationshintergrund, also mit fremden Wurzeln, kommt man sogar auf einen Wert von 63 Prozent. Doch nein, natürlich wandert niemand in unsere Sicherungssysteme ein. Eine Aussage von Bärbel Bas sorgt mittlerweile sogar in der SPD für Furore. Kommunalpolitiker distanzieren sich auf das Schärfste, denn es ist weder die AfD, welche den Bezug zur Realität verloren hat. Noch der kritische Beobachter von WELT, FOCUS oder BILD.
Artikel lesenAfD-Ratsfraktion Bonn fordert Ende des Mietverhältnisses: Linkes Kulturzentrum nutzt städtische Räume für einseitige Agitation!
Laut geltenden Regelungen sind gemeinnützige Vereine dazu angehalten, parteilich neutral zu bleiben und politische Aktivitäten auf einen in der Satzung definierten Zweck zu reduzieren. Doch in einer Zeit, in der die Grenzen zwischen sogenanntem zivilgesellschaftlichen Engagement und vermeintlich ideologischer Propaganda zunehmend verschwimmen, drohen nicht nur Tabubrüche, sondern ein regelmäßiges Entfremden und Überschreiten von gesteckten Zielen. So scheint es auch im Falle des Rhizom e.V. in Bonn. Er betreibt das „Kulturzentrum Alte VHS“, steht in einem Mietvertrag mit dem Städtischen Gebäudemanagement (SGB).
Artikel lesenIn Anlehnung an die Ursprünge: Deutliche Mehrheit will das repräsentative System in Deutschland um plebiszitäre Elemente ergänzen!
„Die Demokratie ist eine reizvolle Staatsform, voll von Vielfalt und Unordnung, die eine Art Gleichheit an Gleiche und Ungleiche gleichermaßen verteilt“, so unterstrich es der kritische Vordenker Platon, welcher in seiner Schiffsparabel die Sorge formulierte, dass unter plebiszitären Verhältnissen die Matrosen den Kapitän überstimmen könnten. Doch ist nicht genau dieses Ideal der ursprüngliche Gedanke jener Volksherrschaft, wie sie heute nur noch an wenigen Orten gelebt wird? In der Schweiz findet man Überreste der attischen Variante von Partizipation.
Artikel lesenNach der Amokfahrt von Leipzig: Die Debatte über „deutsche Täter“ lenkt von einem psychiatrisch-behördlichen Systemversagen ab!
Hätte die Amokfahrt von Leipzig verhindert werden können? Würden Poller irgendetwas ändern? Welche Konsequenzen zieht die Politik aus mehreren Toten und dutzenden Verletzten? Es sind die immer gleichen Fragen, welche sich auch dieses Mal wieder stellen. Nur allzu oft haben sie symbolischen Charakter, statt den Finger tatsächlich in klaffende Wunden zu legen. Diese müssen bei den Überlebenden der Tat heilen, in der Öffentlichkeit braucht es hingegen Mut, neuerlich ein Systemversagen zu attestieren. Denn Jeffrey K. hatte sich am 17. April 2026 freiwillig in stationäre Behandlung begeben.
Artikel lesenDas VG Düsseldorf bestätigt noch einmal ganz ausdrücklich: Syrern droht bei Abschiebung in ihre Heimat „regelmäßig keine Gefahr mehr“…
Er hatte mit seiner Aussage für Empörung und Entsetzen gesorgt. Außenminister Johann Wadephul war nach einem Besuch im Raum Damaskus zu der Einschätzung gelangt, dass die Situation in Syrien schlimmer sei als im Deutschland von 1945. Der CDU-Politiker bezog sich hierbei vor allem auf den Umfang der Zerstörung durch den Bürgerkrieg, suggerierte wohl aber mehr als indirekt, dass er es für kaum zumutbar hält, Asylbewerber von dort wieder in ihren ursprünglichen Gefilde zu verweisen. Doch schon wieder ist ihm die Justiz in die Parade gefahren.
Artikel lesenEinfallslos, vorgeschoben, orchestriert: Wenigstens in der Begründung für ihren „eXit“ hätten sich Grünlinke Mühe geben können…
Man nennt es wohl eine konzertierte Aktion, was sich da auf der Plattform X bot. Ziemlich zeitidentisch und buchstabengleich kündigten die Parteien SPD, Grüne und Linke an, sich aus dem sozialen Medium zurückzuziehen. Gleichsam gaben zahlreiche Politiker dieser Couleur an, das ehemalige Twitter verlassen zu wollen. Als Grund hierfür wurde in erster Linie sogenannte „Desinformation“ vorgeschoben, es sei ein Chaos entstanden, seit Elon Musk das Ruder übernommen habe. Ein entsprechender Hashtag ging unmittelbar in die Vollen, klare wie derbe Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten.
Artikel lesenMein ganz persönlicher Stil- und Epochenbruch: Ich weiche, damit Pöbelkultur oder Filterblase im Journalismus 4.0 ihren zulässigen Raum haben!
„Wenn du fliegen willst, musst Du Dinge loslassen, die Dich runterziehen“, so formulierte es einst die erste afroamerikanische Literaturnobelpreisträgerin, Toni Morrison. 2014 entschied ich mich, lange nach meiner Beraterausbildung, eine zweite Qualifikation anzutreten. Der Journalismus sollte es sein, den ich bis 2023 vor allem in der analogen Welt praktizierte. Dann wagte ich das Eintauchen ins Virtuelle, in ein Umfeld, von dem ich ehrlicherweise sagen muss, das ist mir stets fremd geblieben ist. Deshalb entschloss ich mich parallel, diesen vorliegenden Blog zu eröffnen, wo ich selbst Herr im Hause bin, ohne Regulierung und Intervention von außen.
Artikel lesenKonformitätsdruck und Moralhegemonie: Konstanzer Scheindemokraten glänzen durch Ausgrenzung, Einschüchterung und Zensur!
Entweder, du bist für uns, oder du bist gegen uns. Abgewandelt aus dem Matthäusevangelium, gilt diese Aufforderung zum klassischen Lagerdenken bis heute als Grundlage dafür, ein Schwarz-Weiß-Muster in der Gemeinschaft durchzusetzen. Individuen werden ausgespielt und aufgehetzt, häufig unter moralischem Konformitätszwang Position zu beziehen, Loyalität zu erweisen. Das Manöver subtiler Einflussnahme auf Gesinnung und Meinung ist kein biblisches Relikt, sondern aktueller denn je. In Zeiten der Brandmauer wird zwischen „der“ und „unserer“ Demokratie unterschieden.
Artikel lesenHilft jetzt etwa nur noch ein Verbot? Studie der Universität Konstanz wirft Bodenseekatamaran klimaschädliche Methan-Aufwirbelung vor…
Auch das noch! Wer hätte es ahnen können, dass nach dem Verbrennerauto, dem Privatjet, der Ölheizung, dem Schweinebraten oder dem atmenden Erwachsenen nun auch die Bodenseefähre zu den Bösen gehört. Wieder ist es eine Studie, die Schreckliches zutage fördert. Wie Wissenschaftler aus Konstanz mitteilen, hat sich nicht nur der täglich pendelnde Katamaran nach Friedrichshafen schuldig gemacht. Durch die Wellen, die er beim Gleiten über die Untiefen des Schwäbischen Meeres hinterlässt, wird das Sediment aufgewirbelt. Und mit ihm auch eine große Menge Methan.
Artikel lesenSorge vor einer Neuwahl-Koalition mit der AfD: Kanzler Merz hat Vollmacht und Pflicht zugleich, den schwarz-roten Spuk endlich zu beenden!
Was wird da nicht schon alles diskutiert, wie es in Berlin weitergehen könnte. Denn mittlerweile rumort es bis an die Basis der Union. Und zwar so laut, das Friedrich Merz nicht mehr überhören kann, wie hinter vorgehaltener Hand über ihn gesprochen und gedacht wird. Teilweise machen prominente Vertreter die Kritik sogar öffentlich, die ersten Abgeordneten distanzieren sich, zeigen großes Unverständnis über den Stil des Kanzlers. Schließlich scheint ihnen klar zu werden, dass man aufs falsche Pferd setzte. Es begann schon mit der Bereitschaft, sich Koalition und Amt bei den Sozialdemokraten zu erkaufen.
Artikel lesenBaden-Württemberg bleibt Grün-Schwarz, doch was wird aus Violett-Orange? Ein Blick an Deutschlands Zipfel, nach der Landtagswahl…
Cem Özdemir ist auf der Zielgeraden, er dürfte der nächste Ministerpräsident von Baden-Württemberg werden. Der Koalitionsvertrag scheint in trockenen Tüchern, Herausforderer Manuel Hagel wird wahrscheinlich das Innenresort übernehmen. Große Veränderungen zu bisher kann man kaum erwarten. Vielleicht gestaltet sich der Regierungsstil etwas moderner, schließlich war Winfried Kretschmann in die Jahre gekommen. Inhaltlich spricht viel für ein „Weiter so“, denn es war zuletzt eine ziemliche Schlammschlacht, manchmal vielleicht sogar unter der Gürtellinie, die die Entscheidung am 8. März 2026 brachte.
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