Es ist kein großes Geheimnis, dass es im südbadischen Raum zu gewissen Spannungen zwischen den zwei angrenzenden Ländern Deutschland und Schweiz kommt. In den Regionen von Basel bis Konstanz regt sich Widerstand gegen einen prosperierenden Einkaufstourismus, der zweifelsohne zu deutlichen Mehreinnahmen in den hiesigen Kassen führt. Gleichzeitig fühlen sich Einwohner diesseits der Grenze mittlerweile als Bürger zweiter Klasse, wenn Infrastruktur und Ladenzeilen von den Eidgenossen in Beschlag genommen werden.
Artikel lesenKategorie: Europa und Internationales
Kommentare zum Thema Internationales, Konflikte, Europa, Auswärtiges und Welt.
Kriegstüchtigkeit, nächster Aufzug: Mit der Bereitschaft zum Hormus-Einsatz macht der Kanzler seine Rechnung ohne die Praxis!
Lassen wir uns schon wieder in einen Konflikt hineinziehen? Friedrich Merz hat am 17. April 2026 auf der internationalen Konferenz in Berlin eine deutsche Beteiligung an der möglichen Militärmission in der Straße von Hormus angekündigt. Er stellte diese Zusage allerdings unter strenge Bedingungen. Tüchtigkeit und Treiberei, diese Prädikate hängen dem Regierungschef nicht ohne Grund an. Man mag seine Entscheidung zwar weniger als vollständigen Schwenk begreifen, sondern als eine Konkretisierung der bisherigen Linie, die der Kanzler seit jeher außenpolitisch vertritt. Er möchte die Bundesrepublik international in Verantwortung sehen.
Artikel lesenWie Herodes oder Nebukadnezzar: Trump, der sich göttlich Überhebende, brüskiert im blasphemischen Leo-Streit Katholiken weltweit!
Bisher fiel Papst Leo XIV. nicht besonders durch laute Töne auf. Stattdessen gab er sich zurückhaltend, musste nach seiner Wahl 2025 wohl erst in die neue Aufgabe finden. In seiner ersten Grußbotschaft nach dem Konklave richtete er vor allem einen Friedensappell an die Welt. Hervorgetan hatte sich der oberste Hirte der Katholiken zudem auch mit einer Mahnung zur Meinungsfreiheit in Europa. Doch nunmehr sieht er sich einem konfrontativen Widersacher ausgesetzt. Ausgerechnet der Präsident seines Heimatlandes fährt ihm in ungewöhnlich scharfer Manier in die Parade.
Artikel lesenUngarn war nie „raus aus Europa“, sondern lange Zeit nicht drin im zentralistischen Einheitsreich von Königin Ursula der Ersten zu Hofe Brüssels…
Jung, smart, Hoffnungsträger. Wesentliche Motive, weshalb sich die Menschen in Ungarn dazu entschieden haben, für Péter Magyar als neuen Ministerpräsidenten zu votieren, lassen sich auf wenige Stichworte herunterbrechen. Und man sollte nicht glauben, dass die wesentlichen Erwägungen vieler Wähler der Überzeugung entstammten. Viel eher war es eine tiefliegende Frustration über die grassierende Korruption im Land, aber auch eine lautstarke Propaganda, die weniger auf Inhalten fußte, sondern auf dem Feindbild von Viktor Orbán.
Artikel lesenDie Amerikaner bomben, die Autofahrer zahlen: Selten zuvor hat ein Krieg derart offen gezeigt, wie belanglos unsere Interessen im Westen sind!
In welche Richtung wird sich der Iran-Krieg entwickeln? Die am 28. Februar 2026 durch Israel und die USA gestartete Operation „Epic Fury“ scheint weiterhin ein ziemlich konzeptloses Vorgehen, dessen Absichten und Ziele für wilde Spekulationen sorgen. Der amerikanische Präsident hat mehrfach betont, dass es vor allem um die Zerstörung des Atomprogramms gehe. Doch schon einmal in der Geschichte mussten Massenvernichtungswaffen herhalten, um einen Einmarsch zu rechtfertigen. Damals blieb im Irak vor allem Chaos zurück. Und auch Teheran droht nunmehr das gleiche Schicksal.
Artikel lesen70 Jahre FPÖ: Von 6 auf 36 Prozent, dank klarer Forderungen, unverblümter Rhetorik und eines Gespürs für die Sorgen der einfachen Leute…
Am 7. April 1956 war es in Wien soweit. Die FPÖ gründete sich, als Nachfolgeorganisation des „Verbands der Unabhängigen“, als das sogenannte „dritte Lager“, mit einer nationalen, antiklerikalen und konservativen Ausrichtung gleichermaßen. Schon ein halbes Jahr zuvor hatte man die konstituierende Sitzung abgehalten, während der ersten drei Dekaden blieb sie unbedeutend, eine reine Nischenkraft mit lediglich fünf bis sieben Prozent, ohne Einfluss im Proporzsystem der Großen Koalition aus SPÖ und ÖVP.
Artikel lesenEine Regierung entfremdet sich vom westlichen Wertekanon: Israels Kabinett will verurteilte Palästinenser am „Galgen hängen sehen“!
Das diesjährige Osterfest wird nicht nur in Israel überschattet von Meldungen des Schreckens. Doch insbesondere das Heilige Land spielt aktuell eine unrühmliche Rolle in der Weltgeschichte. Widerspruch in Richtung von Jerusalem kommt auf, im Krieg gegen die Palästinenser über die Stränge zu schlagen. Da scheint der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit nicht mehr gewahrt zu bleiben. Wann genau die Grenze zwischen Selbstverteidigung und Rache, zwischen Prävention und Vergeltung überschritten wurde, ist wohl nicht nur nach dem Völkerrecht diffizil zu beurteilen.
Artikel lesenWenn Teile der AfD das eigene Programm nicht kennen: Chrupallas Abzugsforderung in Richtung der USA ist bereits seit 2016 fest gesetzt!
Dass es zu einer gewissen Schnappatmung kommt, wenn die AfD politische Forderungen aufstellt, ist mit Blick auf ihre Konkurrenten, die empörten Omas von links und auch einen Großteil der Medienlandschaft nicht sonderlich überraschend. Bezeichnend hingegen, wenn aus den eigenen Reihen plötzlich Unverständnis dafür gezeigt wird, dass Tino Chrupalla nicht mehr und nicht weniger äußert als das, was seit langem im Grundsatzprogramm der Partei verankert ist. Nämlich der sukzessive Rückzug der US-Truppen von hiesigem Boden.
Artikel lesenHofreiter, Wadephul und Kiesewetter können einpacken: Das neue Gesicht einer patriotischen Außenpolitik heißt Tobias Teich!
In einer komplexer werdenden Welt, die von so vielen Konflikten und Kriegen geprägt ist, braucht es manchmal einen kühlen Kopf, um nicht vorschnell zu entscheiden, keine überhasteten Einschätzungen zu treffen, nachhaltig zu denken, Konzepte zu entwickeln, Strategien bis zum Ende zu erwägen. Allzu oft schwingen sich vermeintliche Experten aus den unterschiedlichen Parteien auf, über das internationale Geschehen mit mehr oder weniger Sachverstand urteilen zu dürfen. Nicht selten voreingenommen, geografischen Himmelsrichtungen und ideologischen Allianzen verpflichtet, mutieren sie zum Sprachrohr von angeblichen Partnern und Freunden.
Artikel lesenDrei Wochen Iran-Krieg: Trumps größtes Problem
Der Iran-Krieg offenbart drei Wochen nach Beginn eine strategische Sackgasse für die USA. Der geplante schnelle Regimewechsel – nach venezolanischem Muster – blieb aus; der Iran kann seine Angriffe intensivieren und kontrolliert zunehmend die Straße von Hormus. Washington steht vor einer schwierigen Wahl: Ein Abbruch des Krieges käme einer strategischen Niederlage gleich und würde den US-Einfluss in der Region nahezu eliminieren. Eine Fortsetzung hingegen birgt hohe Risiken.
Artikel lesenFreiheit und Demokratie als Exportschlager? Der Iran-Krieg mutet eher wie ein strategisches Verschieben der Hemisphärentrennlinie an!
Zunächst ging man von ein paar Tagen aus, dann waren es sechs Wochen, im Augenblick entwickelt sich der Krieg gegen den Iran zu einer schier endlosen Geschichte. Ein hochrangiger Vertreter des „Mullah-Regimes“ nach dem nächsten wird „eliminiert“, nun hat es auch Sicherheitschef Ali Laridschani getroffen. Zwar war der ehemalige Sprecher des Parlaments für den Schutz der Machthaber zuständig, galt aber als pragmatisch und gemäßigt. Sein Tod hinterlässt viele Fragen, vor allem nach dem Konzept des Militärschlags insgesamt.
Artikel lesenEine Alternative für das Schweizer Wahlvolk: Wie die Eidgenössisch-Demokratische Union zum Berner Kompass und Gewissen wurde!
Wir sind uns so nahe, aber doch irgendwie unterschiedlich. Nur neun Kilometer wohne ich von der Grenze zur Schweiz entfernt, treffe täglich auf Menschen aus dem anliegenden Kanton Thurgau, bin vertraut mit dem politischen System nebenan, interessiere mich für die dortigen Entwicklungen, denn Deutschland kann sich in vielen Dingen eine Scheibe von dem abschneiden, was in Sachen Volksherrschaft vorgelebt wird. Da kommt ein gewisser Neid auf, denn die plebiszitären Verhältnisse sind reizvoll. Und auch die Parteienlandschaft lässt sich sehen.
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