Kommentar von Dennis Riehle zum Artikel „Linksextremisten legen Stromnetz in Berlin lahm – Bürgermeister Wegner nennt Tat ‚inakzeptabel'“ (aus: WELT vom 04.01.2026)
Man könnte annehmen, ein Stromausfall würde in einer Bananenrepublik schneller und solider behoben, als dies momentan in Berlin geschieht. Nach dem augenscheinlich extremistischen Anschlag auf die Netzleitungen an der Kabelbrücke über den Teltow-Kanal befinden sich Teile der Hauptstadt im Ausnahmezustand. In Lichterfelde und Steglitz-Zehlendorf sind sowohl Steckdosen wie auch die Fernwärme ausgefallen. Obwohl schon am 3. Januar 2026 geschehen, soll die Versorgung nicht vor kommendem Donnerstag wiederhergestellt sein. Nach einem aufgetauchten Bekennerschreiben der sogenannten „Vulkangruppe“ geht die Polizei von der Authentizität des Dokuments aus. Die anarchisch orientierte Gruppierung ist seit 2011 aktiv, wird dem gewaltorientierten autonomen Spektrum zugeordnet, hat wiederholt Anschläge auf die kritische Infrastruktur verübt.
Niemand schien vorbereitet, der Bürgermeister entfloh dem Versagen seiner Regierung…
Wie oft haben wir in der Vergangenheit solche Szenarien diskutiert, doch offenbar haben sämtliche Mechanismen zur Vorbereitung auf den Ernstfall in einer Metropole versagt, die mittlerweile des Öfteren zum symbolischen Ausdruck von Scheitern, Chaos, Komödie und Defizit geworden ist. Die Antworten des Senats und der zuständigen Behörden scheinen unkoordiniert und überfordert. Dem Regierenden Bürgermeister wird sogar nachgesagt, er sei nach diesem barbarischen Akt zu Hause geblieben, habe lediglich per Videokonferenz am Krisenstab teilgenommen. Reflexartig präsentierte er sich dann der Öffentlichkeit, um Führungsstärke zu beweisen. Doch die PR versagte erneut, als sich der Christdemokrat mit einer pflegebedürftigen Seniorin auf einem Feldbett ablichten ließ, die Opfer einer vulnerablen, abgewirtschafteten Kommune im Herzen eines Schwellenlandes wurde.
Eilig geschossene Fotos sollen die großzügige Abwesenheit des Regierungschefs überdecken, doch die Wut der Menschen vor Ort schlug ihm spürbar entgegen. Der Vorwurf wurde laut, man zahle Hotels für Flüchtlinge, lasse im Katastrophenfall die eigene Bevölkerung in Notunterkünften hausen. Die Großschadenslage rief man deutlich verzögert aus, die Hilfe konnte nur spät anlaufen. Insgesamt wirkte das Management dysfunktional, auch die deutliche Täterzuschreibung ließ lange auf sich warten. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk tat sich mit seiner Berichterstattung schwer, ist man es nicht gewohnt, über die Wahrheit zu sprechen, dass eine wesentliche Gefahr für die Demokratie heute von links ausgeht. Die mutmaßlich Schuldigen rechtfertigen sich im Rückhalt des Sozialismus mit der nötigen Sabotage gegen Kapitalismus wie Imperialismus, fossile Energien und digitale Überwachung.
In Berlin feiert man queere Lebenswelten, lässt Linksterroristen seit fünfzehn Jahren laufen…
2011 griff man das Bahnnetz am Ostkreuz an, 2018 Starkstromleitungen in Charlottenburg, 2021 Kabelschächte und Stromversorgung für die Tesla-Baustelle in Grünheide, 2024 den Hochspannungsmast bei der „Gigafactory“, 2025 Trafohäuschen und Funkmaste in Adlershof und Dahlem. Passiert ist bislang nichts, die Verantwortlichen konnten weder festgestellt noch festgenommen werden. Offenbar legen die Geheimdienste dieser Nation ihre Aufmerksamkeit vermehrt auf Meinungsverbrecher statt auf Terroristen. Der Staatsschutz hinkt den Ermittlungen hinterher, die Aufklärungsquote liegt nahezu bei null. Die Protagonisten der Politik inszenieren sich zwischenzeitlich geschmacklos, bringen die Bevölkerung gegen sich auf, geben sich der Hilflosigkeit hin. Umfunktionierte Turnhallen werden zum Sinnbild einer kläglichen Maskerade, eines Kollapses mit Ansage.
Man könnte nun spöttisch behaupten, die Bürger hätten bekommen, was sie gewählt haben. Wieder einmal muss der solidarische Zusammenhalt untereinander jene Schmach der Mächtigen kompensieren, die sich unter anderem in der Förderung queerer Communitys, einer vielfältigen Gesellschaft und eines weltoffenen Multikulturalismus niederschlägt. Da werden Gelder für NGOs verplempert, Unsummen für die Unterbringung von Asylbewerbern ausgegeben, dem Klimaschutz gefrönt. Doch wenn es um die Gewährung von Sicherheit und Ordnung, um das zügige Reagieren auf ein selbst verursachtes Dilemma geht, steht man ziemlich blank da. Eigentlich hätten die Bewohner etwas Besseres verdient, doch die Umfragen zeigen mangelnde Lernfähigkeit. Der Gutglaube in die CDU wird an der Spree besonders deutlich. Nun fiel man ihm zum Verhängnis, welch eine Tragik!








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