Kommentar von Dennis Riehle zum Artikel „Klar vorne: AfD erzielt bei Kommunalwahl in Bayern großen Erfolg“ (aus: „Merkur“ vom 10.03.2026)
Nicht nur Baden-Württemberg hat am vergangenen Sonntag gewählt, auch in Bayern waren die Menschen an die Urnen gerufen. Kommunalparlamente wurden neu zusammengesetzt, Stadtoberhäupter bestimmt. Ein Trend lässt sich nach den ersten Ergebnissen bereits deutlich abzeichnen: Es kam zu einer deutlichen Wanderung von links nach rechts. Während die CSU nahezu auf ihrem bisherigen Resultat stehenblieb, regungslos stagnierte, verloren sowohl SPD wie Grüne deutlich. Erstgenannte rund zweieinhalb Prozent, die Zweitgenannten um fast fünf Prozent. Deutlicher Profiteur davon ist die Alternative für Deutschland, die einen Zuwachs von 7,3 Prozent verbuchen konnte. In München dominiert die CSU den Stadtrat, OB Reiter muss gleichzeitig um seinen Posten fürchten. Er konnte mit 35,6 Prozent nicht derart überzeugen, dass die Entscheidung bereits im ersten Durchgang fällt. Auch in Nürnberg kommt es zu einem zweiten Lauf zwischen dem Amtsinhaber der Christsozialen und seinem Herausforderer von der Sozialdemokratie. Ein vergleichbares Bild ergibt sich in Augsburg, an vielen Orten zwischen Alpen und Fichtelgebirge verdoppelten sich die „Blauen“.
Auch Jörg Baumann stellte unter Beweis, dass Schmutzkampagnen wie an Teflon abfallen…
In Ingolstadt landeten sie mit 16 Prozent gar auf Platz zwei, in Aschaffenburg holte man den vierten Rang. Und auch im Speckgürtel, in den urbanen Gebieten konnte man punkten. So errang der Landtagsabgeordnete der AfD, Jörg Baumann, in der Gemeinde Haibach im Rennen um das Bürgermeisteramt 12,5 Prozent. Noch einmal um zwei Punkte mehr als beim letzten Mal. Und das, obwohl ihm eine widerliche Medienkampagne des „Main-Echo“ im Vorfeld entgegenschlug. Die dortigen Journalisten unterstellten dem 45-Jährigen, er hege überhaupt keine Ambition für den Posten, wolle sich lediglich für sein Mandat im Münchner Maximilianeum profilieren. Insgesamt unternahm die Presselandschaft eine ganze Menge, um die Gunst des Souveräns zu beeinflussen. Von Fairness war längst nichts mehr zu spüren, griffen die Schreiberlinge zu unlauteren Mitteln, setzen Ressentiments frei, taten Behauptungen kund, die weder zu belegen noch zu substantiieren in der Lage waren. Man nahm billigend Falschmeldungen in Kauf, schließlich hatte sich der ehemalige Polizist mit Leidenschaft und Herzblut bekannt, Verantwortung übernehmen zu wollen.
Die Medien bedienten sich beispiellos an Dreck, mit dem wild um sich geworfen wurde…
Wer Anderes behauptete, tat dies auf Grundlage von Neid, Argwohn und der Absicht, zu zündeln. Und von solch einem unausgewogenen Störfeuer, das nichts mit einer fragenden und reflektierten Betrachtung zu tun hatte, sondern im Rahmen der Berichterstattung ideologische Konkurrenten in Grund und Boden zu titulieren gedachte, gab es eine ganze Reihe. In Schwaben wurde Andreas Jurca als Kandidat für den OB-Sessel in Augsburg durch die örtlichen Mistkratzer als „Strippenzieher“ und „kein Normalo“ bezeichnet. Man wollte ihm getürkte Zitate zur Migration unterjubeln, blamierte sich mit triefender Tendenziösität. Bürgermeisterkandidat Michael Maurer in Rott am Inn warf man die Inszenierung einer Opferrolle nach einem linken Angriff vor. Tim Schulz aus Hohenbrunn wurde mit vermeintlichen Kontakten zu „Die Heimat“ und dem „Dritten Weg“ dank „Recherchen“ des Bayerischen Rundfunks durch den Dreck gezogen. Ein Rufmord sondergleichen stellte die Kommentierung zu Andreas Müller in Scheßlitz dar, dem man aus der Teilnahme an mutmaßlichen „Neonazi“-Aufmärschen einen Strick drehen wollte. Ähnlich erging es AfD-Politikern in Würzburg.
Die systematisch Hexenjagd war für jeden distanzierten Beobachter durchschaubar…
Gegen Federico Beck, Nico Süsser, Thomas Bayer, Daniel Halemba und Stephan Csernohorszky kramte man die besonders große Moralkeule heraus. Die Zugehörigkeit zu Burschenschaften, Anwürfe der Volksverhetzung und potenzielle Waffenfunde prägten die Analysen in gleich verschiedenen Verlagen und Sendeanstalten. Auch Gernot Dengler aus München-Laim geriet ins Fadenkreuz. Er soll der militanten Skinhead- und Kameradschaftsszene nahestehen, bei „Pegida“ aktiv gewesen sein. Ähnlich einseitig verfuhr man bei Michael Hörmann in Babenhausen, zum „Rechtsaußen“ wurde Tobias Neubauer in Kronach. Welche konkreten Fehltritte der einzelnen Wettbewerber aus den Plakativen resultieren sollen, blieb erwartungsgemäß unbeantwortet. Verfangen konnte der Kriegszug kaum, denn mittlerweile lässt sich der verstandsmäßige Dritte nicht mehr blenden, schenkt den Etikettierungen keinen Glauben, die so offensichtlich darauf abzielen, in Misskredit zu bringen. Es kommt einer investigativen Mission gleich, dieses krampfhafte Bemühen um Skandalisierung, allein aus der Motivation heraus, sich als das Bessere auszugeben, auf einer sittlich höheren Stufe zu stehen.








