Zu Höherem empfohlen: Lukas Huber hat die Landtagswahl zwischen Neckar und Odenwald auch mit Platz zwei für sich entschieden!

Kommentar von Dennis Riehle zum Artikel „Landtagswahl in Baden-Württemberg 2026: Die Ergebnisse im Wahlkreis Neckar-Odenwald“ (aus: Süddeutsche Zeitung vom 09.03.2026)

Die Landtagswahl in Baden-Württemberg ist geschlagen, das Resultat könnte kaum knapper sein. Die mediale Berichterstattung dreht sich vor allem um die Frage, was sich die CDU den Eintritt in die Koalition kosten lassen wird, nachdem Mandatsgleichheit mit den Grünen herrscht, Manuel Hagel ein halbes Ministerpräsidentenamt für sich proklamiert. Der eigentliche Gewinner des vergangenen Sonntags rückt angesichts dieser Auseinandersetzung in den Hintergrund. Dabei hat die AfD Grund zur Freude. Zeitweise hatte man zwar auf den zweiten Platz spekuliert, doch die Verdopplung des Ergebnisses zu 2021 ist zweifelsohne auch deshalb ein großer Erfolg, weil man nun gänzlich im Westen angekommen ist, sich im Südwesten verankert hat, der nicht unbedingt prädestiniert scheint für „Blau“. Schon allein deshalb erweist es sich als beachtlich, wie sehr man in manchen Regionen punkten konnte. Dies gilt unter anderem auch für den Neckar-Odenwald-Kreis. Dort errang die Alternative für Deutschland 24,8 Prozent der Zweitstimmen, weit mehr als im Durchschnitt.

Ein Spitzenergebnis, das den Erfolg von CDU-Schwergewicht Hauk ins Abseits drängt…

Herausragend und bemerkenswert ist allerdings das Resultat für den Direktkandidaten. Lukas Huber holte gegen Landwirtschaftsminister und Konkurrenten Peter Hauk von den Konservativen mehr als nur deutlich solide 24,1 Prozent. Dank seiner Unterstützung verzweifachte man die Zahlen von vor fünf Jahren. Für mich persönlich ist der Mathematiker der Held dieses Wahlkampfes. Journalisten mit einer langen innenpolitischen Erfahrung sind schon vielen Nachwuchskräften begegnet, doch selten war ich so begeistert. Und das hat weniger mit der ideologischen Überzeugung des „badisch Basierten“ zu tun. Sondern mit einem unverwechselbaren Engagement während der zurückliegenden Wochen. Beispiellos hat er die Öffentlichkeit an seinen Terminen teilhaben lassen. In den sozialen Medien postete er einen Infostand am nächsten, war auf sämtlichen Veranstaltungen präsent, kam mit den unterschiedlichsten Bürgern ins Gespräch, beantwortete Fragen, nahm Kritik und Skepsis entgegen. Er plakatierte ohne Unterlass, verfasste Videos und Stellungnahmen, machte sich transparent.

Demokratie wiederbelebt: Der Nordbadener gab dem Wahlkampf Würde und Wert zurück!

Als Einzelkämpfer in Manufaktur schulterte der Master von der Universität Heidelberg all seine Verpflichtungen und Aufgaben unabhängig, routiniert und professionell. Er empfahl sich automatisch zu Höherem, weil er nicht nur ein Pflicht- und Verantwortungsbewusstsein mitbrachte, das seinesgleichen sucht. Sondern er zeigte, wie gekonnt man mit Aufmerksamkeit umgeht, wie Basisarbeit funktioniert, was es bedeutet, ein potenzieller Volksvertreter zu sein, der ein Fundament legt, um auch dann auf ihm aufbauen zu können, wenn es für ein Mandat im Stuttgarter Parlament nicht reicht. Er zeigte Nahbarkeit und Zugewandtheit, Reflektiertheit und Souveränität. Manch Schreiberling versuchte, ihn zu brüskieren. Doch Huber wandelte Argwohn in Rückenwind um, weil er eine Zutat mitbringt, die heutzutage so rar worden ist. Glaubwürdigkeit wird zum Pfund in einer Zeit, die die Eliten als unecht, abgehoben und realitätsfern dastehen lässt. Wenn ich könnte, würde ich einen Orden verleihen, aus Enthusiasmus darüber, dass Demokratie wiederbelebt worden ist.

Huber for Future: Ein Mathematiker, an dem seine Partei nicht mehr vorbeikommen wird…

Denn genau sie hat der Buchener reanimiert, sie ist mit ihm Person geworden. Aufrichtigkeit und Anstand paaren sich mit Geradlinigkeit und Konsequenz. Man wird künftig nicht um ihn herumkommen, sind seine Fertigkeit und Courage wie eine Nadel im Heuhaufen, wie ein Schatz im See. Vehement fordert er Remigration, die Abschiebung von kriminell gewordenen Zuwanderern, das Bewahren von Tradition, Kultur und Brauchtum, ein Ende von Geschlechterbeliebigkeit und Regenbogen, eine Rückkehr von Schwarz-Rot-Gold. Eine Bildung, die Leistung fördert. Ein Gesundheitssystem, das vor Ort erreichbar ist. Weniger Transferleistungen in alle Welt, eine sichere Rente für hiesige Senioren. Das Austrocknen des Sumpfes der NGOs, Schluss mit der politischen Justiz. Die Renaissance uneingeschränkter Meinungsfreiheit, einen fairen Umgang mit der Opposition. Weg mit der Brandmauer, ein Bekenntnis zur Vernunft. Kein Mittragen von Kriegsspielen im Ausland, die Verteidigung von Werten in unserem Stadtbild. Nicht mehr Fridays, sondern Huber for Future!