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Rufmord oder Wahrheit? Linken-Urgeschrei Luigi Pantisano und die diskreditierende Erzählung über einen „gefährlichen“ AfD-Stadtrat…

Kommentar von Dennis Riehle zum Artikel „Auseinandersetzung in Weilimdorf: Beteiligter AfD-Stadtrat zeigt Linken-Politiker Pantisano an“ (aus: „Stuttgarter Zeitung“ vom 19.12.2025)

Mir ist er noch äußerst geläufig, der frühere Oberbürgermeisterkandidat von Konstanz. Mittlerweile sitzt Luigi Pantisano für die Linke im Bundestag, fällt dort regelmäßig durch laute Zwischenrufe auf, engagiert sich gegenüber „Faschisten“ und „Nazis“, geht juristisch gegen Alice Weidel wegen angeblicher Volksverhetzung vor, bemüht sich nicht nur um scharfe Rhetorik, sondern verfällt wiederholt in schlichte Pöbelei. Kritiker werfen ihm ein Dasein in einer linken Traumwelt vor, insbesondere auch mit Blick auf seine Position zu Gaza oder in der Gegnerschaft zur Alternative für Deutschland. Im Dezember 2025 hat er mit einem Post in den sozialen Medien auf sich aufmerksam gemacht, als er den AfD-Politiker Steffen Degler öffentlich beschuldigte, auf einer Bezirksbeiratssitzung in Stuttgart-Weilimdorf einen Bürger tätlich angegangen zu haben.

Luigi Pantisano ist für seine voreilige reflexartige Zuschreibung mittlerweile wohlbekannt…

Er warf ihm daraufhin nicht nur vor, „rechtsextremistisch“ zu sein, sondern auch „gefährlich“. Dabei sind die Hintergründe des Ereignisses noch nicht abschließend geklärt. Bekannt ist mittlerweile nur, dass es im Anschluss an die Veranstaltung zu einer Auseinandersetzung von Parteianhängern einerseits, von dem Besucher des Termins andererseits gekommen ist. Nach Schilderungen von Augenzeugen, die die Gegenseite benannte, habe der Stadtrat den Zuhörer bedrängt. Anschließend sei für „zehn Minuten in den Schwitzkasten genommen“ worden, berichtet der Betroffene selbst, weil er ein Foto der Gruppe aus Unterstützern der AfD gemacht habe. Von ihr sei die Provokation ausgegangen. Fest steht, dass sich etwas hochgeschaukelt hat. Doch die Beweislage für eine Aggression Deglers ist dürftig, hat er nachvollziehbar Strafanzeige gegen Pantisano gestellt.

Wegen falscher Verdächtigung und Verleumdung ermittelt die Polizei, auch der Staatsschutz ist eingeschaltet, um die verworrene Situation beleuchten. Hat sich der 1990 geborene Degler lediglich des Selbstschutzes bedient, einen Bürger bis zum Eintreffen der Sicherheitskräfte festgehalten, nachdem dieser einen Anwohner beleidigt hatte? Kam es tatsächlich zu einer Körperverletzung und Bedrohung, die vom Repräsentanten der AfD ausgingen? Die Stimmung vor Ort war aufgeheizt, Fürsprecher haben beide Seiten. Die Verteidigung und Erwiderung des Volksvertreters, die er mittlerweile in einem Video kundgetan hat, wirkt in sich plausibel und glaubwürdig. Ist er Opfer einer Rufmordkampagne geworden, angefacht von einem Mandatar aus Berlin, welcher es als seine Aufgabe sah, das „wahre Gesicht“ eines Konkurrenten publikumswirksam zu entlarven?

Wer griff wen an? Das Jedermannsrecht steht einer etwaigen Körperverletzung gegenüber…

Steckt nicht allein hinter dieser Motivation der Anschein, dass die Dinge möglicherweise umgekehrt liefen, als dies auch medial dargestellt wird? Pantisano ist auf einen fahrenden Zug aufgesprungen, hat sich reflexartig einer der beiden Parteien zugeschlagen, weil sich die Gelegenheit ergab, auf einen AfD-Mann bildlich einzudreschen. Ohnehin gilt bis zur endgültigen Aufklärung und dem Abschluss eines möglichen Gerichtsverfahrens die Unschuldsvermutung. Dass die AfD mittlerweile auch mit unlauteren Mitteln bekämpft wird, sollte in diesem Zusammenhang stets im Hinterkopf bleiben. So steht also die Frage fortwährend im Raum, ob Degler lediglich das Jedermannsrecht anwandte – oder tatsächlich seinerseits handgreiflich wurde. Das existierende Foto ist keine wirkliche Hilfe, zeigt es nicht mehr als Sympathisanten der „Blauen“.

Dass sie gegen ihren Willen aufgenommen wurden, vor die Linse gerieten, obwohl von einem rabiaten Verhalten weit und breit nichts zu erahnen ist, mag der Stein des Anstoßes gewesen sein. Doch wie sich die Gemengelage entwickelte, lässt sich nur schwer abschätzen. Die Gesellschaft ist polarisiert, man weiß um die Feindseligkeit gegenüber der AfD. Da können Sachverhalte aus dem Ruder laufen, aber auch Chancen genutzt werden, um die gescholtene Opposition in einem schlechten Licht dastehen zu lassen. Der Bezichtigte hat seine Perspektive souverän erläutert, nun müssen die Erkenntnisse der Behörden abgewartet werden. Pantisano dürfte nicht Ruhe geben, sagt er doch über sich selbst, dass er bei der Alternative für Deutschland kaum schweigen könne. Schon allein das ist ein Indiz dafür, dass in diesem Fall eventuell manch ein Seemannsgarn gesponnen wurde – wohl er nicht von Degler.