Eine praxisnahe Stimme von der Enz: Wie AfD-Kandidat Nikolaos Boutakoglou Handwerk und Herzblut ins Parlament tragen könnte…

Kommentar von Dennis Riehle zum Artikel „Landtagswahl in Baden-Württemberg: Aktuelle Umfragen zeigen enges Rennen“ (aus: „T-Online“ vom 04.02.2026)

Die bevorstehende Landtagswahl in Baden-Württemberg weist eine Besonderheit auf. Erstmals hat der Souverän zwei Stimmen, wie wir es von der Bundesebene gewohnt sind. Neben einer Liste wird auch ein Direktkandidat bestimmt. Mehr denn je kommt es also nicht nur auf die Partei, sondern gleichzeitig auf die Person an, welche das Programm vor Ort vertritt. Es ist diese Basis, es ist das Team, mit dem man ins Rennen geht, um sowohl inhaltlich wie charakterlich zu überzeugen. Nicht zuletzt die AfD tritt mit äußerst couragierten Köpfen hervor, die sich mit großer Leidenschaft und Hingabe um die Gunst der Menschen bemühen. Deshalb lohnt ein Blick in die Peripherie, ins Schwäbische. Beispielsweise nach Vaihingen, an die Enz zwischen Ditzingen, Markgröningen und Ludwigsburg. Dort kämpft Nikolaos Boutakoglou um ein Mandat, will ins Parlament einziehen. 1983 in Griechenland geboren, kam der selbstständige Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik im Alter von sechs Jahren nach Deutschland, ist ein Musterbeispiel für gelungene Integration, ein Hoffnungsschimmer auch deshalb, weil er nie den Kontakt zum Boden verloren hat.

Migrationshintergrund und Lebenserfahrung: Ein authentischer Volksvertreter mit Charme!

Als Stadt-, Kreis- und Regionalrat bringt er umfassende kommunale Erfahrung mit, ist nebenbei leidenschaftlicher Fußballer, sucht die Entspannung im Bürgergarten von Bietigheim-Bissingen, spielt Schach und betrieb Taekwondo. Ein Familienvater mit Herzblut, ein Nachbar von nebenan, der sich vor allem deshalb politisch einbringt, weil er mit der CDU nicht mehr zufrieden war. Heute verteilt er Flyer, über mehrere Stunden täglich. Und nicht nur dabei sucht er die Beziehung zum Durchschnitt, bleibt auf Augenhöhe, erweist sich als „einer von uns“. Als Vorsitzender des Ortsverbandes spricht er bei Unternehmen vor, treibt die Vernetzung voran, unterstreicht vor allem, wie wichtig ihm der respektvolle Dialog ist. Boutakoglou respektiert andere Meinungen, er ist eine maßvolle Stimme, haut nicht auf den Putz, sondern lauscht Argumenten. Ein Handwerker ohne Allüren, ein Ehemann, der den Zauberwürfel gelöst hat. So wunderbar normal, mit Witz und Verstand, auch als Abgeordneter würde er wohl nicht weichen von dieser Mentalität der Leichtigkeit im Sein, nicht alles ganz so ernst zu nehmen, insbesondere, wenn es um manch Verächtlichmachung aus den Reihen der Konkurrenz geht.

Gegen Gendern, Windkraft und Bürokratie: Ein klares Profil für weniger Regulierung…

Blickt man auf die Positionen, so stellt der Christdemokrat prägnant und vordergründig eine Reduzierung der Bürokratie in den Mittelpunkt seiner Programmatik. Windkraft sieht er kritisch, es brauche mehr Anstand vor dem Nachwuchs, Eltern müssten gefördert werden, nur so könne sich die Geburtenrate erholen. Die Justiz habe es mittlerweile auf die AfD abgesehen, auch das Gendern ist ihm ein Dorn im Auge. In der Bevölkerung vernimmt er Unmut über die derzeitige Landesregierung aus Schwarz und Grün. Er brandmarkt falsche Prioritäten, mahnt eine verantwortungsvolle Haushaltsführung an. Die Wirtschaft müsse von Überregulierung befreit werden, es brauche bessere Bedingungen für hiesige Fachkräfte. Von außenstehenden Beobachtern wird er dem sogenannten „rechtsextremen“ Flügel der Partei zugeordnet. Dieses Etikett ist heutzutage ein Prädikat dafür, vernunftorientierte und pragmatische Lösungen zu vertreten. Außerdem bestreitet der authentisch und glaubwürdig wirkende Herausforderer immer wieder, irgendeine Vorliebe für das Anrüchige, das Radikale zu hegen. Stattdessen beschreibt er sich selbst als konservativen Patrioten, was mit seinen Äußerungen in den sozialen Medien übereinstimmt.

Da bietet sich ein Kandidat den Menschen an, ihnen bei Sorgen und Nöten zuzuhören…

Dass es um ihn Kontroversen in der Vergangenheit gab, das sind längst alte Kamellen, weil Vorwürfe aus dem Weg geräumt wurden. Stattdessen steht er für Fleiß und Rechtschaffenheit, lehnt jedes rassistische Gedankengut mit Blick auf seinen eigenen Migrationshintergrund konsequent ab. An Stammtischen referiert er über die Auswirkungen von Habecks Wärmepumpengesetz, betont regelmäßig, dass er die Anliegen und Bedürfnisse des kleinen Mannes hören wolle. Im Gegensatz zu jenen Anwärtern auf ein Ticket für Stuttgart, die bisher kaum berufliche Erfahrung mitbringen, sondern sich als klassische Karrieristen in ihrer Partei hocharbeiten, fungiert Boutakoglou als Ebenbürtiger mit Ironie und Charme, im Umgang verbindlich, in der Ideologie geradlinig, in den Vorstellungen vernünftig. Hier hat der Volksvertreter nicht nur ein Gesicht, sondern er zeigt wirkliche Präsenz. Schon allein das hebt ihn positiv ab, stehen seine Chancen nicht schlecht, den derzeitigen Gesandten Konrad Epple (CDU) vom Thron zu stürzen. Dieser gilt zwar als eingesessen und gesetzt. Doch seit dem letzten Urnengang haben sich die Vorzeichen geändert. Denn „Weiter so“ ist nicht mehr, der Mut zur Trendwende wird spürbar.