Kommentar von Dennis Riehle zum Artikel „AfD-Rekord bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: ‚Der kleine Osten im Westen'“ (aus: „Tagesschau“ vom 23.03.2026)
Nach der Wahl ist vor der Wahl. Rheinland-Pfalz hat die Zusammensetzung des Landtages neu bestimmt. Doch es gibt keinen Grund, in der politischen Überzeugungsarbeit nachzulassen. Dies gilt insbesondere auch für die AfD, die im Südwesten gleich zwei grandiose Ergebnisse einfahren konnte. Nach Baden-Württemberg hat man auch in zwischen Koblenz und Trier erhebliche Stimmenanteile hinzugewonnen. Die Partei ist nicht mehr wegzudenken, als schlagfertige Opposition kommt kaum jemand an ihr vorbei. Dass sie so viel Rückhalt einfährt, liegt nicht zuletzt auch an ihren couragierten Unterstützern vor Ort. Sie rühren die Werbetrommel, gehen auf Menschen zu, suchen das Gespräch, hören sich Sorgen und Nöte des kleinen Mannes an. Oftmals freiwillig und ehrenamtlich, in der Verpflichtung für eine bessere Zukunft, in der Gewissheit, dass sich etwas Grundlegendes ändern muss. Mit großem Enthusiasmus und sehr viel Ehrgeiz bringt sich beispielsweise auch Marc Ruppenthal ein. Noch relativ neu steht er im Rampenlicht, ist vor allem im Kreis Birkenfeld aktiv.
Marc Ruppenthal steht für Ehrlichkeit, Anstand und Wertschätzung gegenüber den Bürgern!
Der promovierte Geowissenschaftler brennt für Respekt, Fairness und Bürgernähe. Er wünscht sich Ehrlichkeit, bietet Authentizität. Nichts von einem Sesselkleber, sondern ein Teil jener Graswurzelbewegung, die die Alternative für Deutschland in den Regionen verankern möchte. Bei der Abstimmung über den nächsten Bürgermeister der Verbandsgemeinde Herrstein-Rhaunen trat er an, hatte zuvor engagiert für sich und die „Blauen“ geworben. In den sozialen Medien zeigt der Familienvater Präsenz, lässt den außenstehenden Beobachter teilhaben an seinem Wirken von der Pike auf. Er positioniert sich als verlässlich, glaubwürdig und klar. Der Anwendungsberater in der Analysetechnik hat inhaltliche Schwerpunkte unter anderem bei den Themen Infrastruktur, Bildung und Naturschutz gesetzt. Explizit unterstützt er Remigration in großem Umfang, sieht die Notwendigkeit zu massiver Regulierung der Zuwanderung. Er legt den Finger in die Wunde der gesellschaftlichen Entwicklung, der Steigerung der Kriminalität, des kulturellen Verfalls.
Migration, Infrastruktur, Bildung: Die Menschen und ihre Sorgen endlich wieder ernst nehmen!
Er möchte die Allgemeinheit nicht mehr bevormunden, sie vor ideologischer Indoktrination schützen. Der 1982 Geborene lässt keinen Zweifel an seiner konservativen Gesinnung, hadert nicht mit seinem „Rechtssein“, ganz im Gegenteil. Auf Stammtischen ist er präsent, lässt sich auf Veranstaltungen blicken. Der Quereinsteiger aus der Wirtschaft begegnet auf Augenhöhe, wendet sich vehement gegen die etablierten Strukturen, bietet den anderen Wettbewerbern auf dem politischen Tableau die Stirn. Er wirft sein Herzblut in die Waagschale, weil es ihm an einem aufrichtigen, wohlständigen und identitätstreuen Deutschland gelegen ist. Dabei bedient sich Ruppenthal der direkten und mobilisierenden Ansprache, erweist sich als routiniert im Umgang mit der Öffentlichkeit. Von Kontaktscham will er nichts wissen, stattdessen möchte er den Dialog fördern. Solche Köpfe brauchen wir, immerhin sind sie in der Lage, Brandmauern zu überwinden und Brücken zu bauen. Sie stellen das Fundament einer jeden Partei dar, die sich auf dem Sprungbrett befindet.
Ein kommunaler Leuchtturm: Klar und hart in der Sache, verbindlich und gerecht im Ton!
Will man charakterliche Eigenschaften herauslesen, so gehören Loyalität und Rückgrat bestimmt dazu. Denn der ursprüngliche Mainzer tritt selbstbewusst auf, ohne Allüren, macht keinen Hehl daraus, sich ohne Umschweife zu bekennen. Für Prosperität in der Region macht er sich stark, die ländlichen Gebiete will er fördern. Bedürfnisse und Ängste möchte er ernst nehmen, tradierte Werte und altbekannte Normen aufrechterhalten. Der frühere Sales Manager beklagt überbordende Regulierung und Bürokratie, weist den Zentralismus der EU zurück. Wahrscheinlich in der Verantwortung gegenüber seinen drei Kindern, brandmarkt er die zunehmende Unsicherheit auf unseren Straßen. Für den Bauern von nebenan ergreift er ebenso die Stimme wie für den Mittelstand. Marktökonomisch ist er unterwegs, gleichsam anti-interventionistisch. Den zunehmenden Konformismus beäugt er kritisch, zu viel Digitalisierung lässt in ihm Zweifel aufkommen. Fachkenntnis und Expertise sind ihm wichtiger als die Karriereleiter. Und schon allein diese Tatsache zeichnet ihn aus.








