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Ein Superwahljahr mit exzellenten Aussichten auf blaue Wunder: Warum die AfD von Südwest bis Nordost bisherige Rekorde einstellen dürfte…

Kommentar von Dennis Riehle zum Artikel „Spitzenkandidat gewählt: AfD in Mecklenburg-Vorpommern will Alleinregierung stellen“ (aus: „Junge Freiheit“ vom 22.11.2025)

Wieder einmal steht uns ein sogenanntes Superwahljahr bevor. 2026 bestimmen die Menschen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern ihre Parlamente neu. In allen Fällen ist ein massiver Zuwachs der Unterstützung für die AfD zu erwarten, gerade im Osten sind absolute Mandatsmehrheiten keine völlige Utopie mehr. In Magdeburg tritt mit Ulrich Siegmund der aussichtsreichste Kandidat an, erster Ministerpräsident seiner Partei in der Republik zu werden. An den Erfolgschancen ändert auch nichts das kürzlich geführte Interview im Podcast von „Politicio“, in welchem sich der 35-Jährige weigerte, den Holocaust als das „schlimmste Menschheitsverbrechen“ zu bezeichnen. Denn seine Einlassungen waren glaubwürdig von der Überzeugung getragen, die unterschiedlichsten Massenmorde in der Geschichte unserer gesamten Zivilisation durch den von Moderator Gordon Repinski verwendeten Superlativ ausdrücklich nicht in eine Rangfolge zu bringen. Sondern sich bewusst darüber zu werden, dass es nicht Opfer erster und zweiter Klasse, Menschen mit mehr oder weniger Würde gibt, abhängig von dem Umstand, in welcher Singularität des Grauens und der Bestialität sie zu Tode kamen.

In Sachsen-Anhalt und in Mecklenburg-Vorpommern sind Mandatsmehrheiten möglich…

Der studierte Wirtschaftspsychologe befasst sich stattdessen mit handfesten Problemen der Gegenwart, hält insbesondere auch nach seiner Teilnahme am sogenannten Geheimtreffen von Potsdam am Vokabular der Remigration fest, um damit ausdrücklich zu unterstreichen, dass es der rechtsstaatliche Auftrag ist, auf Grundlage bestehender und gegebenenfalls anzupassender Gesetze konsequente Rückführungen von Personen ohne dauerhaften Aufenthaltsstatus, Flüchtlingen ohne Eingliederungsbereitschaft und von straffällig gewordenen Zuwanderern zu forcieren, um damit nicht nur die innere Sicherheit wiederherzustellen, sondern explizit den Missbrauch des Asylwesens, der in zahlreichen Fällen mit einer Zweckentfremdung unseres Sozialsystems einhergeht, zu beenden. Seine weiteren Schwerpunkte liegen in der Verbesserung unserer Gesundheitsversorgung vor Ort, einer Abschaffung der Medienverträge mit einem gleichzeitigen Stopp der Gebührenzahlung an den ÖRR, einem Fokussieren der Bildung auf die grundsätzliche Vermittlung tradierter Werte und Normen, einer Umkehr zur unbehelligten Meinungsäußerung und einer stringenten Friedensagenda ohne die Einmischung der Bundesrepublik in sämtliche Konflikte und Kriege auf diesem Globus.

Auch der Nordosten färbt sich überwiegend blau: Gute Erfolgschancen für Leif-Erik Holm…

Das Pendant zum charismatischen, authentischen und nahbaren Havelberger stellt in Schwerin Leif-Erik Holm dar. Der 55-Jährige setzt sich derzeit als Abgeordneter im Bundestag für Deregulierung, Steuersenkungen und eine Stärkung der regionalen Wirtschaft ein. Immerhin ist insbesondere der Nordosten von Abwanderung und Strukturproblemen geplagt. Auch er sieht in strikten Grenzkontrollen und vehementen Abschiebungen eine notwendige Umkehr der geöffneten Türen, die Angela Merkel mit ihrem Sündenfall aus 2015 zu verantworten hat. Sein Ziel ist die Alleinregierung, um Gesetze verwirklichen zu können, die beim etablierten Kartell allzu lange auf Widerstand gestoßen sind. Gleichzeitig bleibt sein demokratisches Bekenntnis unumstößlich, weil er sich nicht zuletzt befugt sieht, gravierende Schiefstände direkt anzusprechen. Kritiker werfen ihm Polarisierung vor, doch gegen seine Forderungen nach weniger EU-Zentralismus sowie einem „Bund europäischer Nationen“ wird man bei Vernunft und ehrlicher Bestandsaufnahme ebenso wenig einwenden können wie mit Blick auf die Ablehnung des „Green Deals“ als Akt von Deindustrialisierung. Dass die deutsche Mittelschicht weniger ausgeplündert werden dürfe, gilt als patriotisch wie marktradikal.

In Baden-Württemberg könnte der AfD ein Kopf-an-Kopf-Duell mit der CDU gelingen…

Sein Starkmachen für ein kontinentales Militärbündnis in Souveränität und ohne Osterweiterung stößt auf viel Zustimmung, der Weg für Diplomatie in der Ukraine – unter Berücksichtigung der historischen Ursachen für Russlands Motivation zum Überfall auf den Nachbarn – hat bei vielen Unterstützern Hochkonjunktur. Darüber hinweg täuscht auch nicht, dass der Frontmann im Südwesten, Markus Frohnmaier, im Gegensatz dazu bisweilen als differenzierter gegenüber Moskau betrachtet wird, weil er sich in seiner außenpolitischen Funktion der Verantwortung des sogenannten „Westens“ bewusst ist, sich aber in der Sache kaum von den Kollegen unterscheidet. Auch er gilt als ein Stratege, der interne Querelen befriedigt hat, darüber hinaus als extremistisch nur deshalb gebrandmarkt wird, weil er enge Verbindungen in das „Höcke“-Lager aufrechterhält. Er könnte sich mit der CDU im „Grünen“-Stammland ein Kopf-an-Kopf-Duell liefern, erweist sich als scharfer Widersacher gegenüber dem gewaltbereiten Islamismus, lehnt die Klimahysterie als Ideologie und Narrativ ab. An den Schulen setzt er sich für kleinere Klassen ein, brüskiert Genderismus und Kommunismus. Er befürwortet sowohl Volkskapital wie auch Familienförderung, Leistungsorientierung und Heimatliebe.