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Hessens Umwelt und Kultur in guten Händen: Wie Mandatar Marcus Resch auch 2026 seine kompetente Erfahrung in die AfD einbringt…

Kommentar von Dennis Riehle zum Artikel „Es hakt: AfD mit Problemen vor Kommunalwahlen in Hessen“ (aus: „Hessenschau“ vom 06.01.2026)

Wenn man Menschen auf der Straße fragen würde, was sie mit einem Politiker verbinden, dann würden wohl viele den Wunsch äußern, dass er „einer von uns“ sein sollte. Doch diese Hoffnung verträgt sich häufig nicht mit der Wahrheit. Unsere Volksvertreter nehmen wir bisweilen als abgehoben, elitär, distanziert, wenig empathisch, unnahbar, ohne Bodenhaftung wahr. Auch als Journalist habe ich selten Zugang zu einer in Verruf geratenen Spezies, die sich oftmals entfernt hat von der Realität der kleinen Leute. Es ist vielleicht eine Handvoll dieser Perlen, mit denen ich mich auf Augenhöhe sehe, die so gar nichts von Arroganz halten, obwohl sie Abgeordneter, Funktionsträger, Kreisvorsitzender sind. Man muss sie suchen wie die Nadel im Heuhaufen, doch wenn man sie gefunden hat, sollte man sie genauso genießen wie die saftigen Rosinen in einem Hefezopf.

Und so war es ein echter Glücksfall, in den sozialen Medien auf den hessischen Mandatar Marcus Resch gestoßen zu sein. 1965 geboren, hat sich der Diplom-Geologe mit einer beeindruckenden beruflichen Laufbahn einen Namen gemacht. Er gehört gerade nicht zu den Karrieristen in einem Parlament, der den Landtag nie von außen gesehen hat. Sondern steht mit beiden Beinen fest im Leben, ist eine Vertrauensperson, der man die Geschicke unserer Gesellschaft gerne in die Hände legt. Seit 2017 gehört er der AfD an, sitzt unter anderem im Kreistag von Rheingau-Taunus, zog 2023 ins Plenum von Wiesbaden ein. Er ist Sprecher für Umwelt und Tourismus. Und er übernimmt damit eine Schlüsselrolle, weil er sich mit Themen befasst, die die Alternative für Deutschland öffentlich nur bedingt anspricht. Doch sie braucht sie, um regierungsfähig zu sein.

Wer das Fundament der AfD sucht, sollte in die Land- und Kreistage blicken…

Denn oftmals wirft man der Partei vor, es mangele an Inhalt und Substanz. Aber manchmal muss man einfach nur in die Peripherie gehen, um Basis und Fundament zu finden, die Goldstücke einer Kraft, welche völlig zurecht nach Macht und Einfluss strebt. Wenn sie dort erst einmal angelangt ist, wird man ihr auf den Zahn fühlen. Beim Düsseldorfer werden sogar Kritiker rasch feststellen, dass er von dort kommt, wo Annalena Baerbock stets sein wollte. Aus der Praxis, aus einem fachlichen Hintergrund. Nun steht er zumindest in der zweiten Reihe, gibt sich in die Niederungen, die Sigmar Gabriel einst mit mit den Worten beschrieb, wo es riecht, gelegentlich auch stinkt. Vor Ort spielt die Musik, da treffen die Probleme auf diejenigen, die sie lösen sollen. Und da gibt es Missstände, die für den unbedarften Beobachter auf den ersten Blick keinen großen Belang haben.

Beispielsweise die Salamanderpest, die die Artenvielfalt bedroht, das Ökosystem ins Wanken bringen könnte. Was hat das mit uns zu tun, könnte man an dieser Stelle fragen. Wo Flora und Fauna durcheinander geraten, da ist auch das Habitat gestört. Heimat zu bewahren, bedeutet nicht zuletzt, Windkraftanlagen aus dem Reinhardswald fernzuhalten. Es könnte sich eine Katastrophe anbahnen, würden im Weserbergland großflächige Rodungen von mehreren hundert Hektar Bäumen, inklusive alter Buchen und Eichen, vorgenommen. Rotmilan, Haselmaus und Fledermäuse wären bedroht, Biotope würden beeinträchtigt. Nichts mehr mit Naherholung, stattdessen grüner Lobbyismus, gegen den sich der Wissenschaftler stellt. Echter Naturschutz ist sein Credo, weshalb er unterirdische Stromtassen im Taunus ablehnt, stattdessen eine Überlandführung entlang der A5 fordert.

Politiker, die Kompetenz und Menschlichkeit miteinander verbinden, sind selten geworden…

Ganz eigene Erfahrung lassen ihn darüber hinaus für eine bessere Gesundheitsversorgung einsetzen, im November 2025 wechselte er dann in den Kultuspolitischen Ausschuss. Denn auch dort gibt es durchaus Nachholbedarf für die AfD, sollte sie sich nicht zu sehr auf ihre Kernanliegen wie Remigration fokussieren. Denn Glaubwürdigkeit entsteht dort, wo Kompetenz und Qualifikation sichtbar werden. Davon bringt der Dozent ausreichend mit, ist darüber hinaus charakterlich von erster Güte. Dass er sich mit Bürgeranliegen beschäftigt, als Obmann für Petitionen Erfahrungen gesammelt hat, beweist noch einmal, wie wichtig ihm der Kontakt zum Souverän ist. Er scheut sich nicht davor, mit den Schwierigkeiten des einfachen Mannes konfrontiert zu werden. Der frühere Lehramtsanwärter ist weit mehr als ein vorbildlicher Erklärer, vor allem ein Zuhörer.

Entsprechend dürfte er auch in diesem Jahr Akzente setzen, das Engagement für Nachhaltigkeit, den ländlichen Raum, eine wohnortnahe Medizin, bezahlbare und vernünftig gewonnene Energie, den Erhalt seltener Populationen, weniger Belastung für die Infrastruktur, mehr Regionalität und Lokalität weitergehen. Resch hängt nichts an die große Glocke, er ist ein stiller Arbeiter im Weinberg der Demokratie, dem es nicht darum geht, in vorderster Reihe auf Bildern aufzutauchen, sondern in der Sache etwas zu verändern. Vielleicht noch ein paar ganz persönliche Gedanken: Es kommt nicht häufig vor, dass sich ein vergleichsweise hohes Tier in die Niederungen eines provinziellen Publizisten herablässt. Der 60-Jährige hat es getan. Er hat Anteil genommen an meiner Erkrankung, er hat Mitgefühl ausgedrückt. Da ist eine Verbindung entstanden, die trägt.