Kommentar von Dennis Riehle zum Artikel „Geheimtreffen auf Rügen: Landes-AfD gründet neue Jugendorganisation in MV“ (aus: NDR vom 13.01.2026)
Empörung, Entsetzen, Schnappatmung! Nachdem am 10. und 11. Januar 2026 in Glowe auf Rügen die Gründungsversammlung des Landesverbandes der Generation Deutschland in Mecklenburg-Vorpommern stattfand, sind Verfechter „unserer Demokratie“ außer sich. In den sozialen Medien wird dem gewählten Vorstand das Prädikat einer „Nazitruppe“ zuteil. Wie wertvoll diese Zuschreibung in unserer Gegenwart ist, das weiß jeder konservative Patriot, der rechts von der SPD steht, um nicht schon einmal als „Faschist“ gebrandmarkt worden zu sein. Und so muss man nahezu genüsslich verfolgen, wie der Blutdruck jener ansteigt, die offenbar ein Problem damit haben, wenn Jugendliche und Heranwachsende von heute ehrlich bekennen: „Es ist okay, weiß zu sein“. Das sogenannte „RechercheteamB“, das sich auf die Fahnen geschrieben hat, Extremisten zu entlarven, die AfD zu diskreditieren, vermeintliche Netzwerke aufzudecken, Skandale zu spinnen, Affären zu fantasieren, scheint etwas ganz Großem auf der Spur, präsentierte man in den neuen Netzwerken ein Foto, auf dem Tommy Thormann zu sehen sein soll.
Die Linkskavallerie wollte etwas Großes produzieren, es blieb nur heiße Luft…
Er fungiert künftig als Beisitzer im genannten Gremium, wird auf einem Moped dargestellt, mit Stahlhelm und T-Shirt, auf dem sich der genannte Slogan in englischer Sprache befindet. Entschuldigung, sollen wir uns für unsere Hautfarbe schämen? Da wird krakeelt: „Black Lives Matter!“. Aber wenn sich Europäer zu ihren biologischen Merkmalen bekennen, dann ist es eine Schande? Es sagt deutlich über die Probleme mit der eigenen Identifizierung jener aus, die sich offenbar nicht wohl in der Haut fühlen, möglicherweise mit der Geschichte unseres Landes hadern, obwohl sie doch selbst weit nach dem Ende des Weltkrieges geboren wurden, schlicht keine Verantwortung für das Vergangene übernehmen können. Rassismus ist die Abwertung des Fremden, nicht aber die Liebe zum Unsrigen. Wie gut würde es unserer Gesellschaft tun, stünde sie selbstbewusst zu sich. Erinnernd und mahnend gegenüber der Geschichte, zuversichtlich und stolz auf all das, was abseits der dunklen Kapitel errungen wurde. Ein gesundes Verhältnis zum persönlichen und kollektiven Wesen zu entwickeln, ist Ziel, nicht Makel.
Muss man sich heute dafür entschuldigen, mit weißer Hautfarbe geboren worden zu sein?
Der stellvertretende Stadtpräsident, engagierter Kommunalpolitiker, mit dem besten Einzelergebnis bei den Wahlen im Juni 2024, vertritt eine Mentalität der Zuversicht, die sich löst von einer Kultur beständiger Schuld, sondern ihr Gedenken weitet. Eine Normalisierung in der Betrachtung, die nicht relativiert, aber weniger aufgeregt daherkommt. Verschrien als „ultranationalistisch“, ist der Vorpommersche Kreisrat Themen wie der inneren Sicherheit verbunden, fühlt sich der Wiederherstellung der Ordnung verpflichtet. Da findet eine Diskreditierung statt, wenn das friedliche Nebeneinander der Völker, ohne die wechselseitige Einwanderung, als grundgesetzwidrig eingestuft wird. Typisch für unsere Zeit, schlagen die eiligen Rufe und prompten Forderungen nach Rücktritt, Entlassung und Verbot hohe Wellen. Glücklicherweise scheint sich bislang niemand von Thormann zu distanzieren, man weiß sehr wohl, was man an denjenigen hat, die sich nicht nur bürgernah und zugewandt zeigen, sondern die Menschen mit ihrer natürlichen Art erreichen. Es wäre allzu fatal, sie zu verleugnen.
Tommy Thormann ist ein Brückenbauer zum normalen Menschenverstand…
Und so kann man nur hoffen, dass sich Vernunft durchsetzt, niemand auf den Zug aufspringt, auch nur einen Millimeter von Mitstreitern abzuweichen, die sich dem Gegenwind der Antifaschisten ausgesetzt sehen. Wer den Umgang mit Flüchtlingen und Asylbewerbern vollständig neu sortieren will, gilt im Osten als rational. Immerhin sind die Realitäten unverkennbar, wir haben unsere Souveränität aufgegeben, weil das Credo der Weltoffenheit, von Toleranz und Vielfalt, die Unversehrtheit der Republik in Frage stellt. Unsere Ressourcen sind aufgebraucht, Selbsthilfe muss vor Nächstenliebe gehen. Für diese Gangart scheint Thormann einzustehen, wie wohltuend dieser Pragmatismus in den Ohren einer Mehrheit klingen dürfte. Dass er darüber hinaus für Themen wie Umwelt, Prävention und Mobilität brennt, hierbei die Ideologie hinter sich lässt, das etablierte System kritisiert, sachorientierte Zusammenarbeit anmahnt und jene Presse hart angeht, die ihre Unabhängigkeit durch Denunziation und Demagogie verloren hat, macht ihn nicht etwa zum Sonderling, viel eher zu „einem von uns“.







