Kommentar von Dennis Riehle zum Artikel „AfD Nordrhein-Westfalen: Tausende Menschen bei Demo gegen Auftritt von Björn Höcke erwartet“ (aus: ZEIT Online vom 23.02.2026)
Es war SPD-Urgestein Sigmar Gabriel, der schon 2009 so trefflich formulierte: „Wir müssen raus ins Leben; da, wo es laut ist; da, wo es brodelt; da wo es manchmal riecht, gelegentlich auch stinkt. Wir müssen dahin, wo es anstrengend ist. Weil nur da, wo es anstrengend ist, da ist das Leben“. Ja, wer in der Politik authentisch und glaubwürdig bleiben möchte, der darf den Bezug zur Realität der Menschen nicht verlieren. Und deshalb sind besonders jene von Bedeutung für Fundament und Zusammenhalt, die vor Ort für die Positionen, Standpunkte und Überzeugungen einer Partei werben. Viele Freiwillige und Ehrenamtliche engagieren sich, bringen die Programmatik an Mann und Frau, machen das oftmals Entfernte nahbar. Insbesondere für die Alternative für Deutschland sind diese Schätze an der Basis von ungeheurem Belang, plädiert sie doch regelmäßig für Demokratie von unten, Fürsprache, Teilhabe und Partizipation. Und tatsächlich bleiben diese Ankündigungen nicht nur leere Worthülsen, wirft man exemplarisch einen Blick nach Düsseldorf, wo Nikolai Mirec als sachkundiger Bürger die Interessen der AfD und ihrer Anhänger vertritt.
Was wären politische Parteien ohne ihre Unterstützer und Wegbereiter im Hintergrund…
Er ist Referent der dortigen Ratsfraktion, wirkt seit der 18. Wahlperiode in Gremien der Landeshauptstadt mit. Bisher ist seine dortige Karriere noch jung, aber nicht weniger dynamisch, schon gar nicht langweilig. In den sozialen Medien teilt er seine Eindrücke, macht Werbung für kommunale Entscheidungen und ihre Tragweite, verkörpert Bodenständigkeit und Bescheidenheit. Ein couragierter Charakter, der sich mit Vehemenz gegen die etablierten Strukturen stemmt. Dezidiert nicht abgehoben, sondern parlamentarische Arbeit zum Anfassen. Ein kluger Sinn, ein kompetentes Aushängeschild, das nicht nur an Pressekonferenzen mitwirkt, Sitzungen vorbereitet und all die Aufgaben erledigt, welche im Hintergrund für einen reibungslosen Ablauf des Plenums sorgen. Sondern das Gefühl von Veränderung vermittelt, weg vom Schönwetterbericht über die tatsächliche Lage, hin zu den Problemen, die den einfachen Leuten auf den Nägeln brennen. Eine brüchige Infrastruktur beispielsweise, die überhaupt erst wahrgenommen werden muss. Entsprechend recherchiert Mirec, macht sich zum Detektiv, der Nöte und Kummer aufspürt, zum Bindeglied zwischen Mandataren und Zivilisten wird.
Nikolai Mirec verkörpert Programm, Geist und Werte der Alternative für Deutschland…
Dabei liegt ihm die Vernunft am Herzen, aber auch der Kampf für die Freiheit. Die liberale und volksherrschaftliche Ordnung will erhalten, ausbauen und stärken. Der versierte Stratege führt die vermeintlich friedlichen Demonstranten vor, die orchestriert gegen jede noch so kleine Veranstaltung der AfD aufbegehren, weil sie sich in Doppelmoral und Widerspruch verfangen, Vielfalt der Geschlechter zu betonen, aber Meinungspluralismus abzulehnen. Die Antifa ist ein Segen für jeden, der nach Belegen dafür sucht, dass die Gefahr für Institution und System von links kommt. Entsprechend demaskiert auch Mirec, welch Geistes Kind sie ist. Er prangert Forderungen nach Frühsexualisierung ebenso an wie die ideologische Indoktrination in Schulen, will eine ergebnisoffene Bildung, eine unbeschwerte Jugend. Insgesamt repräsentiert er vorbildlich, wie man konstruktiv miteinander diskutiert. Er lässt nicht von den Grundzügen ab, die seine Partei prägen. Doch er verwahrt sich gegen jedes Etikett des Extremistischen. Seine Unterstützung für Björn Höcke stellt er öffentlich aus. Warum auch nicht, schließlich ist Kontaktschuld ein Relikt von Brandmaurertum und Distanzeritis.
In Zeiten von stürmischem Gegenwind sind Felsen in der Brandung nicht selbstverständlich…
Es braucht mehr dieser Mutigen, welche sich nicht unterkriegen lassen vom Gegenwind der Heuchler und Frevler, die für „das Gute“ trommeln und pfeifen, doch in Wahrheit ihr autoritäres Regime preisgeben. Mirec kann Vorbild sein für jeden, der sich nicht einschüchtern lassen will von Zeitgeist und Mode, sondern bereit scheint, Rückgrat zu beweisen, wenn es stürmisch wird. Den Finger in die Wunde legen, das neue Stadtbild als nicht mehr wiedererkennbar zu enttarnen. Sich weniger daran stören, als „Nazi“ und „Faschist“ verleumdet zu werden, weil man konsequenter Remigration anhängt. Stattdessen Gelassenheit üben gegenüber jenen, die nur kreischen und krakeelen können, aber keine Argumente liefern. Sich nicht provozieren lassen von Skandälchen, die reißerische Medien aus der Mottenkiste holen. Viel eher fokussiert bleiben auf das, was wirklich wichtig ist. Nämlich das Wohl des Einzelnen, der Fortbestand von Kultur, Identität und Prägung. Es ist in Zeiten mannigfaltiger Angriffe auf die Opposition keinesfalls mehr selbstverständlich, seinen Kopf hinzuhalten. Umso mehr gilt Dank, Respekt und Wertschätzung für den Beitrag zu unserem Gemeinwesen, den die dritte Reihe leistet.








