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Das weltpolizeiliche Gebaren Amerikas ist für viele Konflikte der Gegenwart mitursächlich!

Die USA sind die Weltpolizei. Zwar hat sie niemand dazu ernannt, aber sie hat sich selbst dazu gemacht. Und genau das markiert einen wesentlichen Grund für zunehmende Konflikte, Krisen und Kriege auf diesem Globus. Nein, weder der imperialistische Angriff von Putin auf seinen Nachbarn, noch der bestialische Überfall der Palästinenser auf Israel oder die Terrorattacke vom 11. September 2001 sind in irgendeiner Weise zu rechtfertigen oder zu entschuldigen. Doch lässt man sich auf ihre Zusammenhänge ein, so sind sie ein Symptom der gefühlten und sicherlich auch nicht völlig von der Hand zu weisenden Unterdrückung durch einen die Deutungshoheit auf unserem Planeten beanspruchenden Westen, der sich in seiner Überheblichkeit anmaßt, den einzigen Weg der Wahrheit zu kennen.

Wir können es uns in unserem demokratischen und freiheitlichen Idealismus nicht vorstellen, dass es doch tatsächlich Nationen und Völker gibt, die unsere Vorstellung von Werten, Kultur und Normen nicht teilen. Die unsere Art, zu leben, aus religiösen, weltanschaulichen oder ethnischen Gründen ablehnen. In unserem narzisstischen Bestreben zur Expansion der Überzeugung, dass lediglich die Volksherrschaft im angloamerikanischen Verständnis der richtige Weg sein kann, mischen sich nicht nur die USA mittlerweile in die Angelegenheiten von Staaten ein, in denen sie auf den ersten Blick überhaupt nichts zu suchen haben. Auf den zweiten Blick geht es aber nicht nur um das Aufoktroyieren von unseren hemisphärischen Koordinaten des Gutseins und das bewusst provozierende Durchbrechen von Souveränität und Integrität aller Herren Länder. Sondern nicht selten auch um handfeste wirtschaftliche und geopolitische Anliegen, welche man in postkolonialistischer Manier verteidigen und durchsetzen möchte – und das im Zweifel auch mit Waffengewalt.

Daher ist es keine bloße Floskel des sogenannten globalen Südens oder Ostens, wonach unser internationales Gefüge nicht zuletzt aufgrund dieses subjektivistischen Strebens nach Ausbreitung von westlichen Belangen, Ansprüchen und Identitäten zu einem Ungleichgewicht geführt hat, welches nicht dauerhaft ohne Antwort bleiben konnte. Nahezu jede größere militärische Eskalation der vergangenen 20 Jahre ist auf die Ambition zurückzuführen, Befindlichkeiten diesseits und jenseits des Atlantik in fernen Regionen mit Zwang zu implementieren. In mehr oder weniger erkennbaren Stellvertreterschlachten soll dieses vermeintliche Vorbild eines libertären, kapitalistischen Hegemoniestrebens überall dort verordnet werden, wo man sich in seiner Vormachtstellung bedroht sieht. Ein absolutistischer Anspruch auf globale Alleinherrschaft muss zum Scheitern verurteilt sein. Daran kann auch der American Way of War nichts ändern, der wohl auch künftig aus Glutnestern flammende Infernos machen wird – aber gerade deshalb seinen Zenit überschritten hat. Denn spätestens mit dem BRICS-Plus-Bündnis ist ein neues Schwergewicht auf die Bühne getreten, welches die Balance wiederherstellen könnte, das die USA und Europa in ihrem Ausdehnungsdrang viel zu lange beschädigt haben.

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