Kommentar von Dennis Riehle
Wenn du am Samstag in der Hitze nicht so genau weißt, worüber du nachdenken sollst, kommen dir merkwürdige Theorien in den Sinn. Was wäre eigentlich gewesen, hätte ich mich auf einen Job beim ÖRR beworben? Die Antwort ist relativ klar. Entweder wäre ich heute in der Psychiatrie – oder im Kloster. Glücklicherweise bin ich längst über den Punkt hinweg, mich für die vermeintlichen Kollegen bei ARD und ZDF fremdzuschämen. Und ich muss mich auch nicht für ihr Verhalten rechtfertigen. Denn uns eint allenfalls die Berufsbezeichnung.
Die Kollegen des ÖRR und ich, wir haben zwei völlige verschiedene Berufsbilder vor Augen…
Das Verständnis, wie Journalismus zu praktizieren ist, könnte kaum konträrer sein. Wenn Wettermoderatoren plötzlich Warnkleidung tragen, um den Zuseher auf die Klimakrise aufmerksam zu machen, dann musst du wirklich froh sein, dass Rapunzel bereits vor Urzeiten aus dem Elfenbeinturm am Mainzer Lerchenberg ausgezogen ist. Es kann niemand mehr hinein, es will aber offenbar auch keiner heraus. Denn es scheint ach so gemütlich, wenn man sich darüber einig ist, dass Deutschlandtrikots in der WM-Arena die Aufmerksamkeit beeinträchtigen.
Um beim ZDF arbeiten zu können, hätte ich zunächst das Lügen und Verzerren lernen müssen…
Israel habe eine Vereinbarung gebrochen, an der es nie beteiligt war. Nein, Dunja Hayali und Konsorten sind nicht unfähig, sauber zu recherchieren. Sondern sie sitzen fest im Sattel von Dr. Nobert Himmler, der die publizistischen Grundsätze und den Programmauftrag kurzerhand umformuliert hat. Dem Zuschauer sollen nicht länger Wahrhaftigkeit und Vollständigkeit geboten werden, keine sorgfältig recherchierten Informationen, sondern eine Lesart der Gegenwart, die den Wunschvorstellungen einer linksfanatischen Armada entspricht.
Weder Panikmache noch Moralisierung gehören zum Verständnis integrer Medienakteure…
Neben Antisemitismus grassiert Heimatverachtung. Neben Panikmache das große Schweigen. Die Realität wird in Ausschnitten abgebildet. Wo nötig, dramatisiert man. Wo möglich, vertuscht man. Die Verantwortung der „vierten Gewalt“ liegt auch darin, ein authentisches Abbild zu liefern, das weder erziehenden noch manipulierenden oder bevormundenden Charakter hat. Nicht einmal die Meinung darf der Erwartung unterliegen, vom Gebührenzähler übernommen zu werden. Pressefreiheit bedeutet auch das Recht auf Freiheit von der Presse.









