In eigener Sache: Künftige Einschränkung des regelmäßigen Blog-Betriebs aus gesundheitlichen wie familiären Gründen…

Liebe Besucher und Leser meines Blogs,

„Dinge, die am meisten zählen, dürfen niemals der Gnade von Dingen ausgeliefert sein, die weniger zählen“, so stellte es schon Johann Wolfgang von Goethe fest. Das Entscheidende vom Belanglosen zu trennen, letztlich Dinge loszulassen, um Raum zu schaffen für das Existenzielle, ist kein Beinbruch. Stattdessen macht uns das Schicksal immer wieder deutlich, dass das Leben so viel mehr sein kann als der stupide Alltagstrott. Sobald es ans Eingemachte geht, werden Routine und Selbstverständlichkeiten plötzlich ganz klein. Dann zählt nicht mehr, was man erwartet. Sondern es rückt in den Vordergrund, was sträflich vernachlässigt wurde. Prioritäten setzen, um Platz zu schaffen für das Wesentliche, fällt nicht immer leicht. Insbesondere, wenn man sich gewissen Ansprüchen und Erwartungen verpflichtet sieht.

Genügsamkeit: Vieles ist schon gesagt, manches darf auch unausgesprochen bleiben…

Seit etwa drei Jahren präsentiere ich auf dieser Webseite regelmäßig meine Erwägungen, meine Meinung und meine Perspektive zum politischen, gesellschaftlichen und zeitgeistigen Geschehen. Hierbei bin ich oft an gesundheitliche Grenzen gegangen, denn nicht nur meine Parkinson-Erkrankung hat sich zuletzt stark verschlimmert. Ein ganzes Bündel an Diagnosen schränkt meine Konzentration und Aufmerksamkeit ein, die vorgelagerte Schlafphasenstörung und die ausgeprägte Schmerzsymptomatik haben mich sukzessive ausgezehrt. Aktuell dominieren geistige Erschöpfung und körperliche Müdigkeit. Außerdem habe ich bisweilen das Empfinden, alles gesagt zu haben. Das Hamsterrad der Welt dreht sich trotzdem weiter, doch viel von dem, was neu erscheint, ist schlichtweg nur eine Wiederholung.

Wirklichkeit: In einer Zeit der kurzen Botschaften verlieren Tiefe und Analyse an Bedeutung…

Ein Gefühl, in der heutigen Konsumrealität auch deshalb weitgehend überholt zu sein, weil sich Nachrichten so schnell und einfach in den digitalen Plattformen einatmen lassen, mit oberflächlichen Schlagzeilen, kurzen Botschaften, einfachen Videos und plakativen Grafiken, macht sich nicht nur emotional in mir breit. Die Zugriffsstatistiken auf meine Artikel untermauern die subjektive Vermutung. Teilweise um 60 bis 70 Prozent sind die Besucherzahlen zurückgegangen. Jede Zeitung würde sich bei solchen Befunden die Frage stellen, ob ihr Angebot noch die Nachfrage trifft. Ich habe mir stets geschworen, mich weder Mode noch Trend anzupassen, sondern Stil und Authentizität beizubehalten. Wenn diese jedoch auf wachsendes Desinteresse stoßen, sind Konsequenzen um des Eigenschutzes willen unumgänglich.

Dankbarkeit: Allen bisherigen und neuen Lesern will ich auch fortan ein klein wenig bieten…

Weil ich weiß, dass es doch manchen Anhänger meiner journalistischen Arbeit gibt, habe ich sowohl in den Sozialen Medien wie auch außerhalb davon stets betont, so lange wie möglich durchzuhalten. Und daher möchte ich auch jetzt die Zelte nicht gänzlich abbrechen. Aber meine Präsenz wird unregelmäßiger sein, im Ergebnis wohl auch sporadischer und seltener. Hierfür bitte ich um Verständnis, aber ich bin guten Mutes, auf Nachsicht zu stoßen. Wo mich Lust und Ansporn treiben, Motivation und Neugier ermutigen, vermag ich auch künftig, die Stimme zu erheben. Dies wird deutlich stärker von meiner jeweiligen Verfassung und den Begleitumständen abhängen. Gänzlich verzichten muss man auf mich nicht, aber eine gewisse Entbehrung kann am Ende auch zu mehr Qualität, Ausnahme und Wertschätzung beitragen.

Ich danke im Augenblick für all die bisherige Treue!

Herzliche Grüße

Dennis Riehle

3 Kommentare

Die Kommentare sind geschlossen.