Als Ex-Integrationsberater stehe ich dazu: Investiert das Steuergeld besser in Abschiebung, denn Eingliederung bleibt oft eine bloße Utopie!

Kommentar von Dennis Riehle zum Artikel „Asylpolitik: Innenministerium will Zahlungen für unabhängige Asylberatung stoppen“ (aus: „ZEIT Online“ vom 14.03.2026)

Als ich mich vor vielen Jahren entschied, meine bisherige Qualifikation durch eine Weiterbildung zum Integrationsberater zu erweitern, da war mir, ehrlich gestanden, nicht wirklich bewusst, welche Ausmaße die Völkerwanderung nach Deutschland nehmen sollte, hatte Angela Merkel die Scheunentore geöffnet, den halben Globus in die Bundesrepublik eingeladen, Regeln außer Kraft gesetzt, der Beliebigkeit Vorschub geleistet. Wie sollte all das bewältigt werden, was auf uns zukommt? Kaum jemand, der mit der Materie vertraut war, glaubte an ein „Wir schaffen das“. Und so setzte rasch die Ernüchterung ein. Denn da überquerten nicht etwa gestandene und erfahrene Fachkräfte die Grenze, welche bereit dazu waren, fehlende Stellen zu besetzen und den Demografischen Wandel aufzufangen. Selbst die anfängliche Motivation flaute bald ab, Kultur anzuerkennen, Werte zu wahren, Leistung zu geben, Anpassung zu zeigen. Es war kein Geheimnis mehr, dass die Zuflucht in vielen Fällen direkt zur Einsickerung in die Sozialsysteme überging. Dass wir uns Kriminalität importiert hatten, man sieht es mittlerweile täglich. Natürlich nicht mit jedem einzelnen Fall, aber doch überproportional, je nach Herkunft.

Die Eingliederungsbereitschaft ist mäßig, das Qualifikationsniveau teils dramatisch niedrig…

Als mir zum ersten Mal ein sogenannter Flüchtling ins Gesicht spuckte, weil ich ihn ans „Jobcenter“ verwies, darauf aufmerksam machte, dass von Gästen auch ein Geben eingefordert werden kann, war meine Geduld gänzlich aufgebraucht. Immerhin waren Schamlosigkeit und Hochmut ins Unerträgliche gestiegen. Nein, ein Großteil derer, die nach Mitteleuropa pilgern, sind nicht etwa in freudiger Erwartung, sich bei uns für die Allgemeinheit zu betätigen. Sprachkurse und die Vermittlung von Kenntnissen, Gewohnheiten oder Sitten, sie führen oftmals ins Leere. Die Abbruchquote ist beachtlich, eine Gegenüberstellung zwischen den Ausgaben für eine gelingende Eingliederung einerseits, den volkswirtschaftlichen Ertrag andererseits, offenbart ein regelrechtes Desaster. Allein für niederschwellige Maßnahmen wurden in den letzten Jahren jeweils 1,3 Milliarden Euro ausgegeben, zuzüglich verpflichtende Leistungen zur Inklusion, vor allem durch die Bundesländer, in Höhe von etwa 6,7 Milliarden Euro. Zwar erreichen rund 90 Prozent der Teilnehmer ihr Ziel, doch häufig auf einem niedrigeren Niveau als angenommen. Gerade in den höheren Altersklassen lässt der Ansporn zur Teilhabe gänzlich nach, Assimilation misslingt.

Bei nicht einmal jedem zweiten Migranten amortisieren sich die Ausgaben nach 15 Jahren…

Dies führt nicht zuletzt auch dazu, dass viele Betroffene als Hilfsarbeiter tätig werden, nicht etwa in systemrelevanten Berufen, wie man das der Öffentlichkeit verspricht. 2025 verzeichneten die Behörden und Träger darüber hinaus einen Rückgang der Anmeldungen um 20 Prozent. Jeder Fünfte, der eigentlich berechtigt wäre, schwänzt komplett. Bei den Neuzuwanderern sind es sogar nur 58 Prozent, die sich bequemen, bei Ukrainern 30 Prozent. Für jene, die sich aufraffen, gibt der Steuerzahler insgesamt 3.503 Euro aus, um den Start bei uns zu erleichtern. Frühestens nach zwölf Jahren sind alle Ausgaben, die der Staat pro Zuwanderer aufgewendet hat, vollständig amortisiert. Doch auch diese Rechnung gilt nur dann, wenn die Einbürgerung erfolgreich verläuft. Das Risiko ist hoch, nicht nur zu einem Nullsummenspiel zu gelangen, sondern langfristig zu erheblichen Verlusten. Hierzu gehört auch die sogenannte Asylberatung, die Innenminister Dobrindt nach aktuellen Ankündigungen nicht weiter öffentlich unterstützen will. Jährlich entstanden Ausgaben von 20 bis 25 Millionen Euro, die insbesondere an Wohlfahrtsverbände entrichtet wurden, um das Angebot vor Ort entsprechend auszugestalten.

Das Geschäft mit der Asylberatung ist längst zu einem ganzen Industriezweig geworden…

Es ist ein ganzer Geschäftszweig entstanden, obwohl es an Evaluation fehlt. Der Bundesrechnungshof kritisierte, es gäbe keine hinreichenden Belege dafür, dass die Investitionen sinnvoll und von Nutzen sind. Angeblich sollen Behördenprozesse verkürzt, in erster Linie aber der Rechtsschutz für die Migranten erhöht worden sein. Dies wiederum dürfte zu Folgekosten führen, ermutigen die Zuständigen wie DRK, AWO, „Caritas“, „Paritätischer“ oder „Diakonie“ nicht selten zu Gerichtsverfahren, um Ansprüche durchzusetzen. Dies blockiert die ohnehin völlig überlastete Verwaltungsjustiz. Man könnte schlicht sagen: Hier wird bis zum Stillstand alimentiert. Das Resultat ist vor allem gegen das eigene Volk gerichtet, weil es den einfachen Bürger im Zweifel benachteiligt, muss er auf seine Verfahren länger warten, könnten die häufig politisch gefärbten Anlaufstellen den Schutzsuchenden auf zusätzliche Befugnisse stupsen, die ihm das Schröpfen der Mehrheit noch ein bisschen leichter machen. Wir müssen ganz prinzipiell die Förderindustrie auf den Prüfstand stellen. Der Effekt wäre nämlich deutlich größer, Rückführung zu finanzieren. Denn das breitflächige Integrieren ist gescheitert.