Kommentar von Dennis Riehle zum Artikel „Protest gegen AfD-Tour durch das Düsseldorfer Bahnhofsviertel: ‚Sind keine Affen'“ (aus: NRZ vom 27.04.2026)
Eine Partei, die auch weit nach zehn Jahren auf dem politischen Tableau noch immer zu jenen Kräften gehört, die sich ausdrücklich jenseits des Establishments verstehen, ist mehr denn je darauf angewiesen, ihre Basis und das Fundament zu stärken, es auszubauen und zu festigen. In fast allen Regionen scheint die AfD mittlerweile angekommen zu sein. Trotzdem braucht es eine Verdichtung der Strukturen, eine Sichtbarkeit bis hinein in die Peripherie. Insbesondere die kommunale Ebene als Wiege der Volksherrschaft ist ein besonders schützenswerter, aber auch chancenreicher Ort, an dem die direkte Ansprache des Souveräns am besten gelingt, Beziehung zum Wähler hergestellt werden kann, der am Ende nicht nur nach Protagonisten auf der Berliner Bühne entscheidet, sondern vor allem entlang der Frage, wie glaubwürdig, authentisch und ehrlich sich Vertreter vor der eigenen Haustür geben. Umso entscheidender ist es, dort mit überzeugendem Personal aufzutreten, wo unmittelbar über die Alltagssorgen der Menschen entschieden wird. Beispielsweise in der Ratsfraktion von Düsseldorf, die als Zünglein an der Waage gilt.
Ein sach- wie fachkundiger Bürger, der die Perspektive aus der Alltagspraxis einbringt…
Aktuell gehören ihr zehn Mitglieder an, sie werden tatkräftig unterstützt von Referent Nikolai Mirec. Er erweist sich als ein frisches Gesicht, das als tatkräftiger Arbeiter im Weinberg der Demokratie für reibungslose Abläufe in diesem bedeutsamen Gremium der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt zuständig ist. Er nimmt seinen Job dabei sehr ernst, lässt den außenstehenden Beobachter teilhaben, indem er viele Stationen des Tagesablaufs in den sozialen Medien dokumentiert, Veranstaltungen porträtiert. Der gelernte Speditionskaufmann ist Gärtner der Graswurzelbewegung, im besten Sinne ein Klinkenputzer, metaphorisch ein Fußsoldat, der den Auftrag aus den Abstimmungen vom 14. September 2025 umsetzt, als die „Blauen“ zwischen Pempelfort, Oberkassel und Gerresheim 10,56 Prozent holten. Seither bildet man eine starke Truppe, die ergänzt wird von sachkundigen Bürgern wie dem Betriebswirt, der als praxisorientierte und wirtschaftlich-logistische Stimme brilliert. Verantwortlich für Infostände im Süden der Stadt, aber auch ernannt als versierter Laie in den Ausschüssen für Planung, Ordnung und Verkehr.
Keinen Hehl machen aus Kriminalität, Verwahrlosung, Bildungsmisere und Kulturverlust!
Ohne Umschweife berichtet er von Drogen, Gewalt und Müll in den Fußgängerzonen und Parks, macht keinen Hehl daraus, wie sehr manche Bezirke heruntergekommen sind. Die brüchige Infrastruktur mache sich allseits bemerkbar, an den Schulen herrsche oftmals Verrohung, Mobbing und Unterdrückung. Aber auch auf Metaebene bringt er sich ein, ist ein glühender Verfechter der Remigration und von strikten Grenzkontrollen, wendet sich mit Konsequenz gegen jede Form der Frühsexualisierung, der Indoktrination durch den Regenbogen, die Vereinnahmung des gesunden Menschenverstandes durch eine woke Ideologie. Er möchte eine ergebnisoffene Bildung, die nicht Einfluss hat auf die natürliche Entwicklung von der Wiege bis zur Pubertät. Der Erhalt von Kultur, Identität und Werten liegt ihm am Herzen, er warnt vor deren Verdrängung. Sein Bekenntnis gilt Schwarz-Rot-Gold. Hierfür schämt sich Mirec nicht, sondern zeigt viel eher Stolz. Die tatsächliche Gefahr für das System erkennt er in einer aufgeschreckten Bewegung von links, die die freie Ordnung für ihre Zwecke gekapert hat, sich hochmütig als etwas Besseres zu fühlen scheint.
Von Distanzierung will Nikolai Mirec nichts wissen, von Remigration hingegen schon…
Entsprechend deutlich wird er in Sachen Doppelmoral, schreckt trotz der Moralkeule auch nicht davor zurück, sich zu Björn Höcke zu bekennen. Sein Profil und seine Agenda zeugen unmissverständlich von einem Charakter mit großem Rückgrat, beständiger Geradlinigkeit und prosperierendem Mut. Er gilt als Bindeglied einerseits, als Aushängeschild andererseits. Denn er muss Brücken bauen zwischen Funktionsträgern und Außenstehenden, zeigt sich überaus gelassen bei derben Zuschreibungen wie „Nazi“ oder „Faschist“. Den Bodenkontakt hat er nie verloren, wird deshalb wohl als besonders wertvoll wahrgenommen, was Kommunikation und Präsenz in der Öffentlichkeit angeht. Sein couragiertes, dynamisches wie bescheidenes Wesen hinterlässt Spuren, sowohl bei seinen Unterstützern, wie auch bei der Antifa. Sie sieht er als den wahren Feind unseres Miteinanders an, lässt sich von ihr aber nicht einschüchtern. Stattdessen bleibt er konfrontativ, bisweilen sarkastisch, strahlt Positivität aus, kann offenbar mobilisieren. Bessere Werbung kann es eigentlich nicht geben, deshalb möge die AfD diesen besonderen Schatz in ihren Reihen hegen und pflegen.








