Mehr als nur ein Schnitzer: Wie eine hoch besoldete Wirtschaftsweise preisgeplagten Pendlern den Verzicht auf Pullover empfiehlt…

Kommentar von Dennis Riehle zum Artikel „Wirtschaftsweise bei Miosga – Schnitzer: ‚Ganz wenige‘ leiden unter hohen Spritpreisen“ (aus: FOCUS vom 20.04.2026)

„Wer Auto fährt, kann sich ein Auto leisten“, so profan erklärt uns eine sogenannte Wirtschaftsweise die Welt. Nein, die Vorsitzende dieses eigentümlichen Gremiums ist mehr als ein Schnitzer, sie ist mittlerweile eine Zumutung für den klardenkenden Menschen. Nicht zum ersten Mal lässt sie mit ihren Äußerungen schlichte Arroganz erkennen, äußert sich in mondäner Kleidung zur besten Sendezeit, dass die Deutschen nicht so wehleidig sein sollen. Eigentlich geschieht es ihnen recht, so könnte man es aus den Worten vernehmen, dass nunmehr die Spritpreise durch die Decke gehen. Anscheinend habe sich der Durchschnittsbürger zu sehr an einen Wohlstand gewöhnt, der vergänglich geworden ist, seitdem die Regierungen der jüngeren Vergangenheit haushälterisch eine Bankrotterklärung abgaben. Mit EU- und Ukraine-Fähnchen im Social-Media-Profil hat sich die ursprüngliche Mannheimerin längst entlarvt. Ihre Interessen gelten nicht der Bundesrepublik und dem hiesigen Volk. Stattdessen poltert sie über eine vermeintliche Überempfindlichkeit, wenn es schlichtweg ums Eingemachte geht.

Für den Winter stricken, statt Auto zu fahren: Erinnerungen an „grüne“ Waschlappen-Tipps!

Denn wie soll der Arbeiter ohne Benzin zum Job kommen, wie soll eine Ökonomie überleben, wenn sie aus Gründen eines fremdgesteuerten Krieges elementare Ressourcen opfern muss? Die 64-Jährige ist keine Anwältin der kleinen Leute, sondern eine Mitbewohnerin des Elfenbeinturms. Von dort aus hat man den Kontakt zur Realität verloren, kann wohlgemut sämtlichen Unsinn über den Nutzen von Verknappung in die Welt schicken. Offensichtlich auf Unterstützerkurs für die Transformation, als Lippenleserin von Friedrich Merz, vermeldet die Trägerin einer extravaganten Modebrille über die Kameras von Caren Miosga, dass wir uns nicht so anstellen sollen. Angeblich platzt der Reichtum aus allen Nähten. Familien mit Kindern werden es ihr danken, der Professorin von der LMU München, die in ihrem schicken Outfit leicht reden hat. Für sie mag es kein Problem sein, bei fünf Euro pro Liter von A nach B zu kommen. Empörung provozieren, soziale Kälte demonstrieren, lautet das Credo. Sie gehört zu den klassisch Hybriden, wenigstens, was die Lockerheit des erhobenen Zeigefingers angeht.

Frau Professor, ihre Exklusiv-Brille und ein schneidig Gewand: Heult leiser, ihr Deutschen!

Diesen streckt sie nur allzu gerne in die Höhe, in der moralinsauren Doppelzüngigkeit, in einem unverfrorenen Elitarismus, der vor Hohn und Spott nur so trieft. Ihr Ansinnen ist die Erziehung, ihre Motivation liegt offenbar darin, bewusst unpopuläre Meinungen zu verbreiten, um damit das Tun der politisch Verantwortlichen zu verteidigen. Sie empfiehlt, sich den ein oder anderen Pullover weniger zu kaufen, während sie ihr eigenes Kostüm zur Schau trägt. Da entpuppt sich eine pittoreske Marie Antoinette franco-allemande, die bereits in den Raum warf, Patienten nur zum Teil krank zu schreiben, wenn sie sich als Bürotiger das Bein gebrochen haben. Weniger Urlaub sei zumutbar, verkündet eine offenbar W3-Besoldete. Wie wäre es eigentlich mit einem Boykott von Handwerkern und Bäckern, die sich künftig weigern, Beamte zu bedienen, die mit Zynismus, Verachtung und Stichelei über Geringverdiener herziehen? Ob die Wissenschaftlerin über die teils sehr bequemlich daherkommenden Kriegsflüchtlinge aus Kiew genauso flapsig und verständnislos kommunizieren würde, scheint unwahrscheinlich.

Schon früher fielen die Expertisen auf, konsequent an der Realität vorbei, mitten ins Abseits…

Ihre Zielgruppe sind die Arbeiter und Mittelständler unter Schwarz-Rot-Gold. Die bayerischen Bauern hatte die Hochschullehrerin bereits gegen sich aufgebracht, weil sie die Agrardieselrückvergütung als eine ineffiziente Maßnahme für ohnehin unproduktive Betriebe ansah. Man könnte nahezu eine ideologische Verbohrtheit unterstellen, dieser rein sachlich kalkulierenden Technokratin, die jegliche Bezüge zum Leben der niederen Schichten komplett entbehrt. Ihre Abgehobenheit hat fast ahnungslosen Charakter, da sind es nur wenige Schritte bis zu einer narzisstischen Selbstgewissheit, die sich aus evidenzbasierter Logik speist, nicht aber aus den morgendlichen Sorgen von Pendlern, Eltern oder Rentnern. Sie priorisiert die konformen Strukturen Brüssels, ist eine Agenda-Setterin in Sachen Marktradikalität. Die Persönlichkeit erweist sich als durchzogen von herzloser Distanz. Eine Exklusive kann Verzicht predigen, weil sie augenscheinlich nie eigenen Mangel erfahren musste. Ein Paradebeispiel für die Kluft zwischen dem noblen Akademikerstaat und dem kargen Alltagsdeutschland, eine Fehlbesetzung auf ihrem Posten.