Liebe Leser und Nutzer,
verehrte Gäste und Freunde!
In den vergangenen Tagen erreichten mich zahlreiche Zuschriften von Menschen, die in voller Rücksichtnahme auf meine gesundheitliche wie familiäre Situation vorsichtig und hoffnungsfroh anfragten, ob ich nicht vielleicht meine Ankündigung überdenken möchte, den von mir seit ungefähr drei Jahren betriebenen Blog auch künftig fortzuführen. Eigentlich sollte er Ende des Monats auslaufen, spätestens im Dezember abgeschaltet werden. Inwieweit ein Kompromiss denkbar ist, hatte man angesichts der deutlich gesunkenen Besucherzahlen und meiner daraus resultierenden Frustration vorgeschlagen. Und natürlich gehe ich mit solchen Reaktionen nicht leichtfertig um, sondern nehme sie ernst und mir zu Herzen, um aller Belange willen.
Ich habe mir das Motto gesetzt: Weniger Tempo und Masse, mehr Kürze bei alter Würze!
Eine Gangart könnte also sein, den Aufwand zu reduzieren, indem die Texte pointierter werden. Ich brauche mehr Zeit für mich und mein Umfeld, der Parkinson fordert seinen Tribut. Gänzlich aufgeben wollte ich den Journalismus zu keinem Moment. Allerdings liegt es mir fern, dem veränderten Konsumbedürfnis einer Informationsgesellschaft nachzueifern, deren Aufmerksamkeitsspanne rückläufig wirkt. Ohne Stil und Tiefe wird meine Art, zu publizieren, dem Anspruch an Authentizität kaum gerecht. Aber ich bin dazu bereit, mich lernwillig und neugierig auf das Projekt von mehr Kürze mit gleicher Würze einzulassen. Man wird sehen, was mir davon gelingen mag. Ein Versuch scheint es wert, bevor ich mein Tagebuch zuklappe.
Die letzten Wochen haben gezeigt: Ganz ohne Journalismus funktioniert mein Alltag nicht!
Ich freue mich auf Spiegelung, was gefällt, was verbesserungswürdig wäre. Mutlosigkeit hat man mir bisher selten nachgesagt. Nach der Pflicht meines Lebens bin ich im Bonusprogramm deutlich flexibler, eine weitere Fehlzündung hinzulegen. Werden meine künftigen Beiträge dieselbe Analytik aufweisen wie die bisherigen? Gerade, weil sie prägnanter, komprimierter und moderner daherkommen sollen? Ich mache also noch ein bisschen weiter, nicht nur in den sozialen Medien, sondern auf der eigenen Webseite. Dort, wo ich Herr im Hause bin, leichter archivieren kann. Sicher nicht so regelmäßig wie zuvor, aber mit ähnlichem Engagement und Leidenschaft. Denn aus meiner Haut kann ich nicht, vielleicht ist das auch gut so.
Schreiben Sie mir, was gut ist, welche Nachschärfung es braucht, worin ich noch wachsen kann!
Ihre E-Mail erreicht mich unter: info@riehle-news.de.
Viele Grüße
Ihr Dennis Riehle








