Kommentar von Dennis Riehle zum Artikel „‚Keiner weiß, was in deutschen Moscheen passiert‘ – Prof. Dr. Susanne Schröter im Gespräch“ (aus: „Apollo News“ vom 15.12.2025)
Wer am Sonntag in die Kirche geht, der erwartet von der Kanzel herab die Verkündigung der frohen Botschaft aus dem Neuen Testament. Doch welchen Anspruch hegt der Besucher einer Moschee, will er im Gotteshaus dem Imam bei seiner Exegese der Heiligen Schriften des Islams lauschen? Dass es dem Koran ausdrücklich schwerfällt, die zahlreichen Suren der Feindseligkeit gegenüber Andersdenkenden zu relativieren, mangelt es einerseits an der Bergpredigt Jesu, die manch eine Gewaltbotschaft entkräften könnte, aber andererseits auch an jeglicher Säkularisierung, Reformation oder Aufklärung, welche die strittigen Verse mit der irdischen Ordnung in Einklang bringen könnte, ist ein wesentlicher Grund für den politischen Missbrauch einer sich als „Religion des Friedens“ bezeichnenden Glaubensgemeinschaft, die unter der Zweckentfremdung von Attentätern, Dschihadisten und Märtyrern leidet.
Manch ein Imam in Deutschland legt den Nährboden für Europas Dschihadisten…
Wie viele Angriffe auf die westliche Zivilbevölkerung gehen mittlerweile auf das Konto derjenigen, die sich bei Amokfahrten, Messerstichen oder Schüssen auf Allah beziehen. Und oftmals wird der Nährboden durch Prediger vor Ort gelegt. Da erklärt der Abgesandte Mohammeds die Christenheit zum Heuchler, die abendländische Prägung wird von ihm als „Prüfung“ bezeichnet. Die „Kuffar“ gelten als schädlich, der korrekte Muslim bewegt sich nur in der eigenen ideologischen Umgebung, Ideologie wird mit erhobenem Zeigefinger gelehrt. Abweichler vom strengen Kurs diskreditiert man als „verdorben“, bedroht sie mit dem Recht der Scharia. Man preist die Machtübernahme an, sobald man in der Mehrheit sei. Ein immanenter Antisemitismus, die versprochene Ehe und das konsequente Betonen der Geschlechterrollen gehören als Gebote gleichfalls zum regelmäßigen Inhalt dessen, was den Vorbetern über die Lippen kommt.
Niemand kontrolliert, was sich zwischen Halbmond und Schwert abspielt. Da dürfte gegen die liberale Ordnung ebenso gehetzt werden wie mit Blick auf Juden und Minderheiten. Das Kalifat wird thematisiert, ein Umbruch in theokratische Verhältnisse beschworen. In einem eigentlich unscheinbaren Gebäude soll die Passage gefallen sein: „Es ist unser Reich. Wir haben mehr Kinder. Ihr habt verloren. Es gibt kein Deutschland mehr. Deutschland gehört uns“. Parallel berichten Zeugen vom Zitat: „Es ist in Ordnung, Ungläubige zu töten, denn sie sind Ungläubige! Deutschland ist ein Land der Ungläubigen, und wir als Muslime müssen es übernehmen“. Der Salafismus macht sich breit, unser Verfassungsschutz schaut achselzuckend zu. Schon 2018 gab es Hinweise auf den Wortlaut unter einem hiesigen Minarett: „Diese schmutzigen deutschen Behörden, die sich nicht trauen hier rein zu kommen […], möge Allah sie vernichten im Dies- und im Jenseits“. Gleichsam sind Appelle zu Versöhnung, Miteinander und Integration offenbar rar gesät.
Ob auf Schulhöfen, in Moscheen, im Internet: Die Ansprache vulnerabler Gruppen floriert…
Regelmäßig aufgegriffen im freitäglichen Sermon wird allzu gerne Sure 9, Vers 5 mit „Und wenn die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Götzendiener, wo immer ihr sie findet“ oder gemäß Sure 8, Vers 12 die Verlautbarung von „Schlagt ihnen auf den Nacken und schlagt ihnen jeden Finger ab“. Im Dezember 2025 gab es den konkreten Fall eines Ägypters, der dazu aufgerufen haben soll, mit einem Fahrzeug in den Weihnachtsmarkt zu rasen, „um möglichst viele zu töten“. Die Generalstaatsanwaltschaft München übernahm die Ermittlungen aus dem Raum Dingolfing-Landau, doch oftmals bleibt die Exekutive still und zurückhaltend, versteht Artikel 4 des Grundgesetzes falsch, weil die freie Ausübung des Bekenntnisses seine Grenzen findet, wo die Demokratie geleugnet, die Menschenwürde relativiert und zu Hass aufgestachelt wird. Und tatsächlich müssen uns die gleichlautenden Entwicklungen Sorge bereiten.
Zählte man 2021 noch ein Gefährderpotenzial von rund 11.500, waren es drei Jahre später schon 14.000. Besonders unter Jugendlichen findet der Fanatismus Anklang. Sie fühlen sich zu einer Überzeugung hingerissen, die auf Stärke und Absolutheit setzt. Erreicht werden sie durch Videos in den sozialen Medien, aber auch dank direkter Ansprache auf Schulhöfen. Auf „Instagram“ oder „TikTok“ steigt der Anteil muslimischer Sprösslinge, die sich radikalisieren. Etwa 22 Prozent der Siebtklässler mit islamischem Hintergrund sind laut Stichprobe Aussagen zur Akzeptanz von Widerstand nicht abgeneigt, im Zweifel auch unter Anwendung von Zwang, Unterdrückung und Waffen. Da wird eine Generation herangezogen, die vulnerabel und empfänglich ist für Propaganda, nicht zuletzt im Zusammenhang des Nahostkonflikts. Solange wir davor die Augen verschließen, wird gemeingefährliches Gedankengut grassieren.







