Kommentar von Dennis Riehle zum Artikel „Landtagswahl in Baden-Württemberg: So sieht es in den Umfragen aus“ (aus: „T-Online“ vom 29.01.2026)
Vielen Wählern wird es vielleicht gar nicht auffallen, denn wir sind von der Bundesebene gewohnt, zwei Parteien anzukreuzen. Für das Landesparlament in Stuttgart gab es bisher nur eine Stimme. Doch im März 2026 wird sich dies erstmalig ändern. Dann dürfen die Bürger im Südwesten sowohl einem Direktkandidaten wie auch einer Liste ihr Vertrauen schenken. Umso wichtiger und entscheidender wird es für die einzelnen Konkurrenten, vor Ort mit überzeugenden Persönlichkeiten aufzutreten. Denn die Forschung beweist, dass bei aller inhaltlichen Übereinstimmung auch die Sympathie zu den Vertretern zählt, die Nahbarkeit der Repräsentanten, das Menschsein der Funktionäre. Insofern könnten also vor allem diejenigen punkten, welche sich besonders engagiert an der Basis zeigen, auf die Bevölkerung zugehen, sich den Fragen, Sorgen und Nöten stellen. Kluge wie niederschwellige Charakterköpfe, denen man auf Augenhöhe begegnen kann, von denen man den Eindruck gewinnt, sie seien einer von uns. Blickt man in die Peripherie, exemplarisch in die Region zwischen Neckar und Odenwald, so findet sich dort manch eine Perle, eine Ausnahmeerscheinung in all der Abgehobenheit und Arroganz des heutigen Politikbetriebs, wertvoll und selten, wie die Nadel im Heuhaufen.
Zwischen Neckar und Odenwald hat sich ein jungpolitischer Schatz versteckt…
Lukas Huber tritt für die AfD an. Der junge, couragierte und motivierte Mathematiker aus dem „Fränkischen Schwabenland“ ist das Paradebeispiel für einen tief in der Heimat verwurzelten Mandatsanwärter, dem es nicht in erster Linie um seine Karriere geht, sondern darum, im demokratischen Verständnis den Kontakt zur Außenwelt zu suchen. Er tritt aus der Filterblase in die Wirklichkeit, scheut sich nicht, den Dialog einzugehen, an Informationsständen bei klirrender Kälte die Programmatik zu erklären, sich mit Skepsis und Zweifeln auseinanderzusetzen, ohne jegliche Allüren aufzutreten. Da opfert jemand seine Freizeit, ist mit Hingabe und Leidenschaft dabei, die Vision einer besseren Zukunft in ganz konkrete Forderungen, Positionen und Überzeugungen zu gießen. Nicht nur im unmittelbaren Gespräch, sondern auch in den sozialen Medien lässt uns der gebürtige Walldürner teilhaben an den Konzepten, die er mit Herz und Passion verkörpert. Ob es nun schmissige Videos vor dem Rathaus sind, Eindrücke aus den Fußgängerzonen, Bilder von Versammlungen: Da hält jemand das Ideal der Partizipation hoch, macht uns nicht nur zum Zuschauer, sondern zu einem Protagonisten. Man fühlt sich mitgenommen, adressiert, wertgeschätzt. Und dieser Einsatz wird mit viel Aufmerksamkeit belohnt.
Wer so viel Einsatz, Bürgernähe und Leidenschaft zeigt, muss belohnt werden!
Die Reichweite steigt langsam an, in der Realität pendelt der studierte Master zwischen 27 Gemeinden von Mosbach bis Buchen. Er gilt intern als loyal, erklärt sich solidarisch mit dem um das Oberbürgermeisteramt gebrachten Joachim Paul aus Ludwigshafen, mit dem oftmals gescholtenen Thüringer Fraktionschef Björn Höcke. Sein Plädoyer gilt einer Aufarbeitung der Corona-Pandemie, den damaligen Grundrechtseinschränkungen durch die Regierung. Er geht mit der CDU hart ins Gericht, die die AfD zum Hauptfeind erklärt hat. Der Lokalpatriot bekennt sich strikt als Gegner der Antifa, setzt sich für konsequente Remigration und den Erhalt der kulturellen Identität ein. Die Bundesrepublik müsse sich wieder stärker auf sich selbst konzentrieren, statt an Interventionen auf weltweiter Ebene mitzumischen. Der Fokus der Probleme liege nicht im Nahen Osten, sondern vor unserer Haustür. Er kennt keine Brandmauern, debattiert mit Jugendlichen fremder Herkunft. Gerade deshalb differenziert er ausdrücklich mit Blick auf die Einwanderungspolitik, ist jenseits sämtlichen Vorwurfs von Rassismus, Diskriminierung oder Benachteiligung von Ausländern. Stattdessen könnte er als gesellschaftlicher Brückenbauer fungieren, solange Vernunft, Maßstab und Wiedererkennung von Brauchtum oder Tradition gelten.
Schluss mit Wachsamkeitsideologie, freie Fahrt für ein Miteinander ohne Brandmauern!
Huber setzt sich für eine ideologiefreie Schule ein, die die Allgemeinbildung stärkt, Schluss macht mit politischer Indoktrination im Klassenzimmer. Er warnt vor Dragqueens im Kindergarten, kritisiert die strukturelle Ausgrenzung von Unterstützern und Sympathisanten seiner Partei. Er selbst wird zu Podiumsveranstaltungen nicht eingeladen, die AOK hat ihn von ihrem Termin entsprechend verbannt. Dass Minister Hauk über den „rechten Rand“ fabuliert, erinnert ihn an die Rhetorik des Bundespräsidenten, der mit Blick auf die AfD von Rattenfängern gesprochen hatte. Die Verrohung und Abstumpfung des Zusammenhalts, die Spaltung und Polarisierung prangert er an. Sein Votum gilt der Souveränität einer Nation, die er wirtschaftlich auf dem Abstellgleis sieht, nicht zuletzt aufgrund der verkorksten Energiewende, einer Transformation in den finanziellen Ruin. Es brauche eine Rückkehr zur Kernkraft, damit Windräder nicht länger die Umgebung verschandeln. Mit der Geschichte müsse verantwortungsvoll umgegangen werden, nicht aber in Schuldzuweisung an die heutige Generation. Er rüstet verbal auf gegen einen instrumentalisierten Verfassungsschutz, lässt sich nicht irritieren von Schubladen und Vorurteilen. Wie wohltuend, so viel Rückgrat und Courage!







