Kommentar von Dennis Riehle zum Artikel „Konstanzer Demokratie-Bündnis veröffentlicht Recherchen zur AfD am Bodensee“ (aus: SÜDKURIER vom 19.02.2026)
Vor kurzem brachte das „Bündnis für Demokratie – Klare Kante gegen Rechts“ aus Konstanz eine akribische Recherche über vermeintliche Verstrickungen der AfD in der Region heraus, mit welcher es offenbar nachweisen wollte, dass der Übergang in den sogenannten Rechtsextremismus fließend sei. Zusammengetragen hatte man zahlreiche Personalien, die schon längst bekannt waren. Anrüchigkeit erkannte man dort, wo der gesunde Menschenverstand zunächst einmal nach konkreten Belegen und Nachweisen fragt, was denn genau verwerflich ist am Miteinander zwischen Partei und Vorfeld. Bezeichnend für die Gegenwart bleibt, dass auch die Medien vor Ort die investigative Leistung aufgegriffen, ohne ernsthaft zu reflektieren, worin genau der Sensationswert dieser angeblichen Neuigkeiten steckt. Zur Wahrheit gehört stets die Vollständigkeit. Und deshalb ist es normalerweise journalistische Pflicht, einen Blick auch auf die andere Seite zu werfen. Dass dies durch ansässige Presseverlage nicht geschieht, ist kein Zufall, sondern hauseigene Strategie.
Wer einen Blick nach rechts wirft, sollte fairerweise einen solchen auch nach links lenken…
Wie sieht es eigentlich mit der Antifa am Bodensee aus? Wie eng verwurzelt ist man in der linksextremistischen Szene in Baden-Württemberg? Rund 70 Anhänger sollen dem engeren Kern zuzurechnen sein. Man zeigt sich weitgehend ungeniert. Mit dem „Offenen Antifaschistischen Treffen Konstanz“ oder dem „Feministischen antifaschistischen Kollektiv Konstanz“ tritt man sichtbar hervor. Die „Rote Hilfe Ortsgruppe Konstanz“ bietet Unterstützung in Rechtsstreitigkeiten an, solidarisiert sich im Zweifel auch mit jenen, die in ihrem ideologischen Eifer straffällig geworden sind. Wiederholt gab es sogenannte Doxing-Aktionen, man veröffentlichte also Namen von vermeintlich „Identitären“, stellte sie an den Pranger, lud faktisch dazu ein, sie zu ächten und ihnen gegebenenfalls einen Besuch abzustatten. Über den Landkreis hinweg erlangte man Berühmtheit durch das Torpedieren einer Bootstour des als konservativ eingeschätzten „Kontrafunks“ 2025. Veranstalter und Vermieter des Schiffes wurden subtil unter Druck gesetzt und bedroht.
Angriffe auf Denkmäler, Polizei und Infostände: Nur ein Ausschnitt des Linksextremismus…
Bei Wahlkampfveranstaltungen der Alternative für Deutschland blockiert man, pöbelt man und gereift im Zweifel auch die Polizei an. Farbanschläge und Graffiti gegen Kriegsdenkmäler gehören ebenfalls zum Potpourri. Selbstverständlich unter dem hehren Deckmantel, Rassismus und Nationalismus bekämpfen zu wollen, ist man sich seiner Grenzüberschreitungen kaum mehr bewusst. Man beteiligt sich an breitflächigen Protesten zusammen mit der Linksjugend und der Organisation „Rettet Gaza“. Als Dreh- und Angelpunkt gilt dabei das multikulturelle „Café Mondial“ im linksrheinischen Herzen der Stadt. Mindestens einmal hat die Einrichtung einen erfolgreichen Antrag auf Mittel aus dem städtischen Bürgerbudget gestellt. Steuergelder fördern also indirekt und institutionell. Und nicht nur bei der Kommune steht man hoch im Kurs. Noch bis vor kurzem fand sich auf der Netzwerkseite des genannten Demokratiebündnisses der Name Benjamin Brumm, seines Zeichens Redakteur beim „Südkurier“. Wohl kein Zufall mehr, dass die Gazette als Sprachrohr gilt.
Mit der Zugehörigkeit zur militanten Antifa wird ziemlich offenherzig geprahlt…
Mittlerweile sucht man ihn dort zwar vergebens, doch offensichtlich hat er im Rahmen seines ehrenamtlichen Engagements „für die Zivilgesellschaft“ Kontakte geknüpft, eventuelle Direktleitungen in die Redaktion gelegt. Wie sonst lässt sich erklären, dass das Blatt in Windeseile über neue Pressemitteilungen berichtet, die von der selbsternannten NGO an einen breit angelegten Verteiler ausgesandt werden? Da gibt es also enge Kooperationen, auch wenn man sie nie wirklich bestätigen würde. Man ist im Geist vereint, verfolgt offenkundig die gleiche weltanschauliche Agenda. Deshalb ist es auch so still um die Führungsfiguren der „Klaren Kante“-Aktivisten. Wolfgang Moßmann bekennt sich bereits seit den 1980er-Jahren ganz offen zur Antifa-Mitgliedschaft, teilt dies als Selbstauskunft der Linken Liste mit. In zahlreichen Ausschüssen, wie dem Aufsichtsrat der Stadtwerke, mischt er mit. Zweifelhafte Verfassungstreue ist offenbar kein Grund mehr, Radikalen Posten und Ämter vorzuenthalten. Man muss einfach nur zu den „Richtigen“ gehören.








