Kommentar von Dennis Riehle zum Artikel „AfD-Spitzenkandidatin Kristin Brinker fordert: ‚Berlin braucht wieder einen Mauerfall-Moment'“ (aus: „Berliner Zeitung“ vom 21.03.2026)
Sie gehört zu einem weiteren Höhepunkt im Superwahljahr 2026. Am 20. September bestimmt Berlin die Besetzung des Abgeordnetenhauses neu. Und die Verhältnisse könnten kaum spannender sein. Da Bum-Bum-Bürgermeister Wegner seine Zeit nach dem linksterroristischen Anschlag gegen die Energieversorgung lieber auf dem Tennisplatz als im Lagezentrum verbrachte und sich in immer weitere Widersprüche verstrickt, hängt nicht nur der Haussegen bei der CDU schief. Auch der Souverän wendet sich zunehmend vom Christdemokraten ab, die Naivität ist aufgebraucht. Eindeutiger Profiteur von einer Wechselstimmung ist die AfD. Seit dem letzten Urnengang hat man sich nahezu verdoppelt in den Umfragen, liegt nunmehr stabil bei 17 Prozent, auf Platz zwei, mit nur noch fünf Punkten Abstand zu den Konservativen. Da ist es nicht gänzlich ausgeschlossen, über den Sommer hinweg an die Spitze zu gelangen. Mit einer insgesamt bürgerlich-pragmatischen Linie treten Spitzenkandidatin Dr. Kristin Brinker und ihr Team auf. Sie gilt als das gemäßigte Gesicht, kann Brücken bauen, hat einen Sinn für Realität, wirbt für Akzeptanz, Dialog und Kompromisse.
Ein Ruhepol mitten im Sturm: Die Spitzenkandidatin kann moderieren, vernetzen, mäßigen…
Ihr Stil ist weniger polarisierend, die Wortwahl nicht vorwiegend populistisch. Superlative spart sie aus, spricht verständlich und entschlossen, aber selten über das Ziel hinaus. Sie wolle eine „Normalisierung der Migration“ erreichen, die Zuwanderung ist in der Hauptstadt auch deshalb ein vorrangiges Thema, weil sich die Metropole entscheiden muss zwischen Vielfalt und Sicherheit, Weltoffenheit und Souveränität. Denn beides geht offenbar nicht zusammen, das beweist die Kriminalstatistik, der überproportionale Anteil von Ausländern an Tatverdächtigen, die immer jünger und immer brutaler werden. Ein klares Vorgehen gegen die Antifa, die es abgesehen hat auf Infrastruktur und Ordnung wäre vonnöten. Da braucht es eine harte Gangart, es müssen beide Augen geöffnet werden, die Schlagseite darf nicht zunehmen. Ohnehin wirken Behörden und Justiz bereits unterwandert. Die Grünen hatten in der Vergangenheit immer wieder angedeutet, die Gewalten zu okkupieren, sie für ihre Zwecke zu missbrauchen. Berlin sehnt sich nach einer Entfesselung von Buntheit, Willkür und Ideologie. Nicht nur Neukölln sollte vom Kopf auf die Füße gestellt werden.
Die parlamentarische Arbeit der AfD im Abgeordnetenhaus ist von Konstruktivität geprägt…
Bereits in der Vergangenheit hat man umfangreiche Aktivität im Plenum bewiesen, brachte zahlreiche Anträge gegen den Verfall des öffentlichen Raums, für eine Mobilitätswende ohne Geißelung durch den Klimaschutz, gegen einen weiteren Anstieg der Asylkosten, für einen Bildungsneustart mit mehr Gerechtigkeit und Verstand, gegen die Ausbildungsabgabe als Bevormundung der Wirtschaft, für ein traditionelles Familienbild aus Mann und Frau, gegen Genderismus und Wokeness, für eine auf deutsche Bedürftige gerichtete Sozialpolitik, gegen die Förderung von Aktivisten und NGOs, für Medien- und Meinungsfreiheit sowie gegen einen Rückbau der Gesundheitsversorgung ein. Man legt den Finger in die mannigfaltigen Wunden, welche sich nicht zuletzt dadurch auftun, dass der Senat ineffizient werkelt, die Verwaltung durch Bürokratie und Überlastung an ihre Grenzen kommt. Die AfD ist nicht nur Kritiker von Schwarz-Rot, sondern leistet veritable Oppositionsarbeit. Man forciert die Debatte zur Wohnungsnot, zur steigenden Zahl an Drogendelikten, zur Verödung und Vermüllung des Stadtbildes. Man ist weit weg von Extremen, viel eher mitten im Leben.
Hinein in die umstrittenen Bezirke, wo das bisher ungenutzte Wählerpotenzial schlummert…
Doch man sollte sich auf den momentanen Erhebungen der Demoskopie nicht gänzlich ausruhen, denn es gibt weitere Potenziale, die erschlossen werden dürfen. Gerade in den südöstlichen Bezirken kann Mobilisierung über die bisherigen Werte hinaus gelingen. Teilweise prognostizieren die Institute bis zu möglichen 50 Prozent an Unterstützung, wenn man nicht nachlässt im Trommeln. So schlummern in Charlottenburg-Wilmersdorf oder Steglitz-Zehlendorf eine Reihe an Chancen, beispielsweise bisherige Unterstützer der CDU zu überzeugen. Auch eine direkte Ansprache in den Problemvierteln könnte ungeahnte Zugewinne bringen. Zwar wirkt die bundesweite Stimmungslage für die Alternative für Deutschland, doch es wäre fahrlässig, sich allein auf überregionale Themen zu spezialisieren. So sind der Zustand von Schulen und Straßen, mangelnde Einstellungsoffensiven bei der Polizei, explodierende Mieten, Antisemitismus auf Demonstrationen, propalästinensische Tyrannei in den Universitäten, Zeitgeist im Unterricht, Gewalt gegenüber Rettungsdiensten und Klinikpersonal nur einige Ansätze, um ein Mehr an Rampenlicht und Rückhalt zu generieren.








