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Zufälle gibt es, aber nicht bei der ARD: Wie ein schikanöses Sommerinterview zum gebührenfinanzierten Komplott gedieh!

Kommentar von Dennis Riehle zum Artikel „Sommerinterview mit Alice Weidel: Warum erzählt die Polizei nur die halbe Wahrheit?“ (aus: „Berliner Zeitung“ vom 22.07.2025)

Man wollte nach eigenen Angaben den bedeutendsten Fernsehmoment des Jahres schaffen. Und tatsächlich ist es einem selbsternannten „Zentrum für politische Schönheit“ gelungen, das ARD-Sommerinterview mit Alice Weidel zu einer Farce werden zu lassen, bediente man sich kindsköpfiger, subtiler und dümmlicher Methoden des Störens, Krakeelens oder Proletens, um die Vorsitzende einer Partei nicht zu Wort kommen zu lassen, die man seit Jahren mit Maßnahmen des „zivilen Widerstands“ bekämpft und schikaniert. Inhalte und Argumente mussten den Floskeln von „Scheiß AfD“ und „Keine Nazis“ weichen, um Nichtregierungsorganisationen den Weg zu ebnen für eine groteske Bühne der blanken Blamage. Denn was bisweilen als Ausflug eines umnachteten Seniorenwohnheims anmutete, gestalte sich rasch zu einem Brennglas zivilisatorischer Tragik. So offenbarte man eben nicht nur kognitive Beschränktheit, sondern ein derart totalitäres Verständnis von Demokratie, dass es gar Honecker und Mielke peinlich gewesen wäre, hätten Omas gegen rechts zu Gunsten der Diktatur skandiert.

Zumindest ein billigendes Inkaufnehmen muss beim Sommerinterview mitgespielt haben!

Doch der eigentliche Skandal liegt weniger in der Bankrotterklärung von falsch abgebogenen Trommlern und Marktschreiern im prädementen Alter, die ihre spätpubertäre Phase mit einiger Verspätung nachholen müssen, konnte selbst die Geschichte Wissenslücken nicht kompensieren, die mit dem ständigen Aufwärmen von mittlerweile abgedroschenen Phrasen wie jener eines neu aufkeimenden Faschismus ziemlich ungeniert zu Tage treten. Stattdessen ist es das mindestens durch Unterlassen zustande gekommene Durchbrechen einer Bannmeile, hat die Polizei möglicherweise nicht nur versagt, weggesehen oder toleriert, als man mit Megafonen, Bus und Banner direkt an die Spree vorfuhr. Wenigstens steht die Anschuldigung im Raum, gemeinsame Sache mit Demagogen, Hetzern und Polemikern gemacht zu haben, welchen normalerweise der Zutritt zum Regierungsviertel zu verbieten gewesen wäre. Gab es also eine Kooperation mit den Sicherheitskräften auf der einen Seite, mit dem Hauptstadtstudio des „Ersten“ auf der anderen? Oder wie weit reichen die Arme der „Guten“ mittlerweile wirklich?

Schon das spöttische Moderatorenlächeln verriet den Plan hinter der Orgie…

Zumindest lassen Verlautbarungen aus einem Podcast entsprechende Überlegungen aufkommen, sprach einer der Veranstalter mit Journalist Ronzheimer über enge Beziehungen und Verflechtungen hinein in Exekutive und ÖRR. Wie haltbar und tragfähig diese Behauptungen sind, lässt sich zwar nur erahnen. Ruft man sich allerdings den Blick von Moderator Markus Preiß wieder in den Sinn, so schien dieser hämische Freude und schadenfrohes Gefallen in sich zu hegen, als die Tonregie plötzlich die Hintergrundgeräusche aufzudrehen vermochte, um der Co-Chefin der Alternative für Deutschland gänzlich in die Parade zu fahren. Überrascht wirkte der einstige Brüssel-Korrespondent nicht wirklich. Viel eher entstand der Eindruck einer orchestrierten Inszenierung. Sollte sich diese Mutmaßung bewahrheiten, hätte man sich nicht nur selbst einen Bärendienst erwiesen, um darüber hinaus neue Aspekte zu liefern, warum das Bundesverwaltungsgericht bei etwas Distanz und Kritik in der bald anstehenden Revisionsverhandlung zu einer unverhohlenen wie klaren Feststellung gelangen müsste.

Ohne sich dessen bewusst zu sein, liefert der ÖRR seinen letzten Sargnagel ganz von selbst…

Denn die Zweifel schwinden, dass ein öffentlich-rechtlicher Rundfunk nicht nur zum billigen Steigbügelhalter für eine nach Verbot der Opposition strebenden SPD mutiert ist, sondern seinem verfassungsmäßigen Auftrag zur Abbildung von größtmöglicher Meinungsvielfalt und ideologischer Diversität keinerlei Rechnung mehr trägt, um sodann auch ohne Anspruch zu sein, weiterhin durch zwangsweise eingetriebene Gebühren finanziert zu werden. Denn wer auf Kumpanei setzt, um die Blauen zu unterdrücken und die Rotgrünen zu hofieren, entbehrt sich als Bestandteil der freiheitlich-demokratischen Grundordnung, in der man zwar mit harten Bandagen, aber ohne Fouls und Regellosigkeit spielt. Es ist eine Zumutung, Geld für einen Apparat geben zu müssen, der rund ein Viertel der Wähler sukzessive ausgrenzt, weil Medienschaffende wie Kommentatoren nicht länger um relevante Skepsis und Distanz in sämtliche Richtungen bemüht scheinen. Sondern in der Rolle des Sprachrohrs zu plumpen Dialogverweigerern degenerieren, die außer Brandmauern und Tabuisierung kaum etwas zu bieten haben.