Kommentar von Dennis Riehle zum Artikel „Der AfD entgegentreten – Für Vielfalt und gegen rechte Hetze“ (aus: DEMOKRATEAM vom 09.01.2026)
Wenn „unsere Demokratie“ zum Widerstand aufruft, dann kann der mündige Bürger etwas erleben. Zumindest darf er damit rechnen, nach der Teilnahme an diversen Veranstaltungen, die unter dem Deckmantel der Verteidigung der liberalen Ordnung ausgerichtet werden, einer ziemlichen Gehirnwäsche unterzogen worden zu sein. Nicht selten mit dem Etikett der Gemeinnützigkeit oder der Bildungsarbeit versehen, wird auch im Südwesten eifrig gehetzt. Dort zieht sich eine ganze Spur der Verunglimpfung der AfD durch die verschiedenen Städte und Regionen. Ausgewogen ist hierbei allerdings schon lange nichts mehr, denn im Gegenzug findet man wenig Widerspruch zur Antifa, zu religiös motiviertem Radikalismus, zu den Auswüchsen im linken Spektrum. Die Entwicklung geht in eine eindeutige Richtung, nämlich der Repression und Unterdrückung Andersdenkender.
Sie marschieren und applaudieren auf Kommando, als seien sie aus einer anderen Welt…
Erwähnt sei beispielsweise der Massenprotest gegen „Nazis“ und „Faschisten“ in Stuttgart und Karlsruhe vom Januar 2024, als Aktivisten dazu aufriefen, die Opposition zu boykottieren und sie auszugrenzen. Im Februar 2024 marschierte man sogar mit DITIB durch die Straßen von Baden-Württemberg, ohne dabei zu bemerken, in welcher Doppelmoral die selbsternannte Gutmenschlichkeit unterwegs ist, wenn sie auf dem nationalistisch-islamistischen Auge blind scheint. Im Februar 2025 wurde in Mannheim gegen eine Zusammenarbeit der Alternative für Deutschland mit anderen Parteien agitiert. Gewerkschaften wie „ver.di“ waren ebenso zugegen wie diverse NGOs. An den Volkshochschulen wird ebenso wie in an der Evangelischen Akademie in Bad Boll die Bedrohung rechtspopulistischer Parteien diskutiert, natürlich nicht ergebnisoffen.
Auch online möchte man in Workshops dafür sensibilisieren, welches Gefahrenpotenzial von denjenigen ausgeht, die Remigration und Sicherheit fordern. Und das Programm setzt sich im neuen Jahr unvermindert fort. Im Vorfeld der Landtagswahl macht in Konstanz ein lokales Bündnis mobil. Es hatte sich schon früher, zusammen mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung, als besonders umtriebig erwiesen, der AfD Skandale und Affären anzudichten. In Leinfelden-Echterdingen soll in einer Fachtagung die Jugend animiert werden, sich ein eigenes Bild von der weltanschaulichen Landschaft zu machen. Das Erkunden von Strukturen und System zielt darauf ab, sie auf einen progressiven Weg zu bringen. Auch im Hospitalhof der Hauptstadt will man Prävention und Vorsorge betreiben, vor Diskriminierung von Minderheiten warnen, klassistische und konservative Motive brandmarken.
Wissenschaftliches Entlarven böser Vokabeln, Predigten hegen Heimat und Stolz…
Stolz und Patriotismus werden als Bedrohung verkauft, an der Universität Tübingen erheben „Lehrende“ im laufenden Semester den Zeigefinger vor einem nationalistischen Gedankengut. Die Landeszentrale für politische Bildung beschäftigt sich mit der Sprache von rechts, will versteckte Botschaften und Codes entlarven, den Volksbegriff aus dem Wortschatz verbannen. Die Deutsche Bischofskonferenz beabsichtigt, zwischen Hochrhein und Hohenlohe Gläubige mit ihrer Predigt zu erreichen, dass Christentum und Heimatliebe nicht miteinander vereinbar seien. Freiwillige werden in beiden Kirchen schräg beäugt, wenn sie ihr Kreuz auf dem Stimmzettel bei der Alternative für Deutschland machen. Im schlimmsten Fall schließt man sie aus den eigenen Reihen aus, macht sie zu schwarzen Schafen, obwohl Gott in der Bibel doch ausdrücklich das Richten missbilligt.
In der Erzdiözese Freiburg sind bereits die ersten Ehrenamtlichen geschasst worden. Mehrere Fußball- und Turnvereine haben ihre Satzungen ergänzt, um Personen, die einer „braunen“ Ideologie verdächtig sind, Vielfalt und Toleranz in Frage zu stellen, ihrer Ämter entheben zu können. Unvereinbarkeitsbeschlüsse hat auch die IG Metall gefasst, die Gewerkschaft der Polizei bereitet sich darauf vor, Anwärter nicht in den Dienst zu übernehmen, die gegnerischen Organisationen – wozu auch die AfD zählen dürfte – unterstützen. Die DLRG schaffte ebenfalls Fakten, dort darf niemand mehr Leben retten, der Parteien oder Organisationen nahesteht, die vom Verfassungsschutz entsprechend fadenscheinig einkategorisiert wurden. Und zu guter Letzt leitete die TSG 1899 Hoffenheim ein Disziplinarverfahren gegen ein AfD-Mandatsträger ein. Das Fazit? Nie wieder, ich hör dir trapsen!







