Kommentar von Dennis Riehle zum Artikel „Konstanz: Frauen wollen nicht länger auf das bezuschusste Nachttaxi warten“ (aus: SÜDKURIER vom 02.02.2026)
Wenn du nicht willst, dass Ursachen geheilt werden, dann behandle lediglich Symptome. Dieser Grundsatz gilt einerseits in der Medizin, gleichzeitig aber auch in der Politik. Man kann lange um den heißen Brei herumreden, Probleme beschreiben, ohne die Wurzeln zu benennen. So geschehen aktuell in Konstanz. Einst war die Bodenseemetropole sicher, man traute sich zu später Stunde ohne größere Angst auf die Straße. Doch mittlerweile hat die grassierende Kriminalität selbst die Provinz erreicht. Die Statistiken sprechen eine deutliche Sprache, die Polizei verzeichnet erheblich mehr Straftaten. Konnte man noch vor ein paar Jahrzehnten ohne Bedenken nach einer Party durch die Gassen schlendern, fühlt sich vor allem das weibliche Geschlecht heutzutage offenbar derart bedroht von einer konkret zu fassenden Gewalttendenz, dass sogenannte „Aktivistinnen“ seit Oktober 2025 mit Vehemenz auf die Einführung von „Frauennachttaxis“ pochen. Sie lassen nicht locker, hatte der Gemeinderat eine Testphase beschlossen, auf Vorschlag und Forderung der Freien Grünen Liste hin.
Soll wieder einmal der weiße, alte Cis-Mann mit AfD-Mitgliedsausweis schuld sein?
Natürlich wurde nicht erwähnt, dass es tendenziell unwahrscheinlich scheint, von einem „alten weißen Mann“ in der Straßenunterführung angesprochen, bedroht oder verletzt zu werden. Immer wieder liest man Täterbeschreibungen, die von einem „südländischen Aussehen“ sprechen. Doch Parteien und Fraktionen werden auf diesen Umstand kaum eingehen, doktern sie an Maßnahmen, um die Kollateralschäden der ungezügelten Migration zu kompensieren. Auch Schutzräume werden gefordert. Doch sie bräuchte es ebenfalls nicht, hätte Frau Merkel im entscheidenden Moment Rückgrat bewiesen, die Grenzen geschlossen und auf ihren legendären Satz vom „Wir schaffen das“ verzichtet. Was nunmehr am badischen Zipfel forciert werden soll, ist eine Bankrotterklärung mit Blick auf die verbrecherische Hoheit über unsere Parks, Fußgängerzonen und Wege. Statt dezidiert in den Mund zu nehmen, dass sich der Kreis jener einigermaßen deutlich umreißen lässt, die unser Stadtbild zum Negativen verändert haben, spricht sich das linksprogressive Spektrum für Schönheitskorrekturen statt eine Operation „Abschiebung“ aus.
Vor 15 Jahren hätten Frauenrechtler solche Forderungen noch nicht aufstellen müssen…
Feminist*innen umschiffen die Wahrheit, bei den Weltoffenen und Vielfältigen will man mit übertriebenem Tätigkeitsdrang darüber hinwegtäuschen, dass es die Toleranz und der Respekt vor dem Multikulturalismus sind, die uns in die Situation gebracht haben, die Heimat nicht mehr wiederzuerkennen. Statt Vertrauen in die öffentliche Sicherheit aufzubauen, indem endlich Druck auf Berlin ausgeübt wird, konsequent rückzuführen, mit allen erdenklichen Möglichkeiten juristisch zu sanktionieren, zündet man Nebelkerzen und lenkt den Fokus weg von den eigentlich Schuldigen. Dabei kann mittlerweile nur noch derjenige die Genese der Schiefstände leugnen, welcher sich in der „Tagesschau“ ein idealisiertes Bild über die Realität in dieser Republik präsentieren lässt. Die Gefahr für die Demokratie, für den Zusammenhalt und für die Unversehrtheit geht augenscheinlich nicht von rechts aus. Denn man hört so selten von AfD-Politikern, die mit Messern durch die Lande streifen. Da hilft auch nicht der Verweis auf die Häuslichkeit, in der offenbar geschlagen und missbraucht wird.
Das Leugnen einer überproportionalen Migrantengewalt verhöhnt die Opfer ein zweites Mal…
Erst dann, wenn wir uns keine Ausreden mehr suchen, ist tatsächlich eine radikale Umkehr denkbar. Da brauchte es nicht einmal den „Vorfall“ eines Südsudanesen, der in Hamburg eine Unbeteiligte mit ins Gleisbett riss, um aus jener Traumwelt zu erwachen, die noch immer eine Debatte über die tatsächlichen Zusammenhänge blockiert. Man wird Opfern nicht gerecht, indem man allein die Prävention ausbaut. Wer es scheut, den Finger in die Wunde zu legen, betreibt Hohn und Spott, redet die Lage klein. Wir haben manch eine tickende Zeitbombe importiert, in der Naivität, es kämen Fachkräfte. Doch leider sieht die Wirklichkeit anders aus, sie ist bisweilen spitz und lang. Denn auch Verbotszonen dürften nichts ausrichten, dass Klingen geführt werden. Überproportional häufig zum Gesamtanteil an der Bevölkerung sind Asylbewerber aus in eine klare Rangfolge zu bringenden Destinationen verantwortlich für Sorge und Not derjenigen, die die Leichtigkeit des Seins aufgeben müssen, Alltag und Lebenslauf ändern, weil draußen das Recht des Stärkeren gilt. Was ist geblieben von der Unbeschwertheit? Ehrlich gesagt, nichts.







