Kommentar von Dennis Riehle zum Artikel „Nordrhein-Westfalen – Ministerpräsident Hendrik Wüst: ‚Gefahr durch AfD nicht unterschätzen'“ (aus: „Tagesschau“ vom 14.05.2026)
Quereinsteiger braucht das Land! Denn das Berufspolitikertum hat sich längst überdauert, ist der Kontakt der Berliner Eliten zur Realität und Praxis nahezu gänzlich verloren gegangen. Wie wohltuend sind da Menschen, die über lange Zeit mit der Wirklichkeit konfrontiert wurden, um Kenntnisse und Wissen als Repräsentant der Basis in die Legislative einzubringen. Zu diesen Ausnahmeerscheinungen gehört auch Sascha Lensing, der als ehemaliger Polizist mit drei Dekaden an Erfahrung bei der AfD einstieg, um sich insbesondere den Themen Sicherheit und Migration zu widmen. Er selbst sieht sich als waschechter Ruhrpottler, der genug davon hatte, dass in der Hauptstadt Entscheidungen getroffen werden, für die der Bürger vor Ort büßen müsse. 2019 trat er der Partei bei, wurde 2025 über Platz 7 der Landesliste für Nordrhein-Westfalen in den Bundestag gewählt. Im dortigen Plenum gilt er als ein ausgewiesener Fachmann, der im Innenausschuss nicht nur die richtigen Fragen stellt, sondern der Regierung dezidiert auf den Zahn fühlt. Denn auch in Sachen Kriminalitätsbekämpfung versagt die Koalition kläglich, wenngleich sie uns bei kleinsten Veränderungen in der Statistik bereits eine echte Trendwende verkaufen will.
Es sind diese ehrlichen Charaktere, die der AfD letztendlich Glaubwürdigkeit verleihen…
Der 52-Jährige entlarvt die schlichte Symptombewältigung. Messerverbotszonen überdecken das Problem, weil sich Friedrich Merz nach dem Umkippen in der Stadtbild-Aussage nicht mehr traut, Ursachen anzusprechen. Selbiges tut jedoch ein verheirateter Familienvater, dem die Zukunft dieses Landes nicht egal ist. Daher nimmt er kein Blatt vor den Mund, fordert statt Scheinlösungen den diametralen Wandel. Ohne umfangreiche Abschiebungen lässt sich die Umkehr nicht bewältigen. Wer unsere Gastfreundschaft missbraucht, muss Urteile auf dem Fuße zu spüren bekommen. Schnellere Entscheidungen der Justiz, weniger Verantwortung für die Vollzugsdienste, die ohnehin eine personelle Aufstockung bräuchten, um den ausufernden „Einzelfällen“ gerecht zu werden. Lensing macht keinen Hehl daraus, dass er für eine konsequente Gangart steht. Ihm mangelt es an Kontaktschuld, beispielsweise gegenüber Björn Höcke. Er setzt seine Heimat an die erste Stelle, lässt keinen Zweifel daran, dass Schwarz-Rot-Gold wieder ins gesellschaftliche Bewusstsein rücken muss. Loyalität statt Distanz, Zusammenhalt statt Spaltung. Ein Stil, der letztlich für Rückgrat, Haltung und Aufrichtigkeit spricht.
Wer kann Forderungen nach mehr Sicherheit schon besser vertreten als ein Mann der Praxis?
In den sozialen Medien tritt der stellvertretende Schatzmeister im Kreisverband Duisburg, also eng verwurzelt mit der kommunalen Ebene, bodenständig, direkt und kämpferisch auf. Er beklagt ehrlich, nachvollziehbar und zwingend, wie sehr die Gesamtsituation auf den Schultern der Exekutive wiegt. Mit seinem motivierenden, solidarischen und engagierten Ton gibt er sich auf Augenhöhe, lässt mit Illustrationen aus dem Parlament am Alltag eines Mandatsträgers teilhaben. Ein Lokalmatador ohne Allüren, aber mit sehr viel Leidenschaft für seine Kollegen. Weil er den Finger in die Wunde des Scheiterns von Union, SPD, Grünen und Linken legt, attestieren ihm die Einen den Hang zur Polarisierung, die Anderen ein Bekenntnis zur Wahrheit. Themen wie Sozialleistungsmissbrauch, die Demografie, die wachsende Geringschätzung für Familien oder die Energiepreisschocks brennen ihm ebenfalls auf den Nägeln. Beim Wohnbau soll es weniger Regularien geben, gleichzeitig weniger Steuern für den Mittelstand. Er trägt die Vorstöße seiner Fraktion in Einigkeit und Geschlossenheit mit. Das Bild, welches er dabei über die Aktualität zeichnet, ist von beeindruckender Schärfe und Genauigkeit.
Ein höchst integrer Anspruch: Die Menschen mit den Bürden aus Berlin nicht alleine lassen…
Da wird nicht fabuliert, sondern auf den Punkt gekommen. Die Bürde für Unternehmen und Betriebe durch eine ideologische Klimaheuchelei ist riesig. Lensing mahnt deshalb Entlastung an, fürchtet gleichzeitig die wirtschaftliche Entwicklung in unseren Fußgängerzonen. Nicht selten haben Verwahrlosung und Leerstand die Oberhand gewonnen, die Infrastruktur ist häufig am Limit. Dass sich immer mehr Menschen nachts kaum noch auf die Straße trauen, vermag der Mannschaftsspieler nicht einfach hinzunehmen. In vollständigem Einklang mit der Programmatik der Alternative für Deutschland setzt er auf Prioritäten wie Schulen, Ressourcenverteilung und Altersvorsorge. Denn er möchte sich nicht damit abfinden, dass Rentner Flaschen sammeln müssen, während die Hilfe für das Ausland ständig steigt. Vom Zentralismus der EU möchte der Spezialist für Gesetz und Ordnung endlich Abstand nehmen, außenpolitisch Unabhängigkeit gewinnen. Besucher heißt der einstige Direktkandidat an seinem neuen Arbeitsplatz an der Spree willkommen, kommuniziert ebenbürtig mit dem Souverän. Alles in allem ein Musterbeispiel des Volksvertreters.








