Kommentar von Dennis Riehle zum Artikel „BR24-BayernTrend kurz vor der Halbzeit: Freie Wähler rutschen ab, AfD mit Höchstwert“ (aus: BR vom 14.01.2026)
Wer in den Südosten der Republik hört, der wird oft vernehmen: „In Bayern, da ist die Welt noch in Ordnung“. Und wahrscheinlich stimmt das auch, nicht nur zum Oktoberfest. Man bemüht sich, Traditionen und Brauchtum hochzuhalten. Doch in der Politik hat sich auch in München längst ein Linksdrall eingestellt, versucht sich Markus Söder im Spagat, das Konservative zu bewahren, um den Erwartungen der Grünen gleichzeitig gerecht zu werden. Kommunalwahlen stehen an, ein neuer Richtungsentscheid, der auch der AfD Rückenwind geben könnte. Sie ist im Freistaat besonders konsequent aufgestellt, kennt viele Mitstreiter, Abgeordnete und Funktionsträger, die aus ihrer bürgerlich-rechten Gesinnung keinen Hehl machen. Sondern Vaterlandsliebe als einen Ausdruck von Stolz begreifen, der überall sonst auf dem Erdball normal ist, weil nur in Deutschland die eigentlich sehr verantwortungsvolle, reflektierte und ehrliche Aufarbeitung der Geschichte im Schuldnarrativ der schrecklichen Geschehen während des Holocausts stecken geblieben ist.
Das Vergangene mahnt zur ständigen Erinnerung, aber verpflichtet nicht zu ewiger Schuld…
Ein gesundes Verständnis zur Heimat, ein selbstbewusster Ausdruck von Patriotismus, das ist auch dem Vertriebsleiter Andreas M. Höfner nichts Fremdes. Der Mittdreißiger engagiert sich für die Alternative für Deutschland in der Jugendorganisation GD, ist Beisitzer der Partei im Kreisverband Coburg-Kronach, kandidierte auch für den dortigen Stadtrat und Kreistag. Er zeigt besonders couragierte Präsenz in den neuen Medien, wird dem sogenannten „nationalistischen Flügel“ zugerechnet, weil er nicht zuletzt die Priorität des hiesigen Volkes betont, ein unverwechselbares Bekenntnis zu Schwarz-Rot-Gold abgibt und größtmögliche Distanz zum etablierten System aufweist. Die Last für die Menschen durch die Fehlinvestitionen der Regierung beschreibt er als „Versklavung“. Remigration ist für ihn eine Notwendigkeit, er moniert die wachsende Gewalt durch Täter mit ausländischem Hintergrund. Er hält nichts von Distanzierungen, warnt vor einer Einschüchterung durch Behörden, Staat, Presse und Geheimdienste.
Wer seinen Fokus vom Wohl des Volkes weglenkt, macht sich zum Vasallen des Zeitgeistes…
Der studierte Bachelor legt den Finger in die Wunde der sozialen Ungleichheit. Während Rentner Flaschen sammeln müssen, genießen Asylbewerber Vollpension. Er brandmarkt die Deindustrialisierung, weist auf den transformatorisch erzwungenen Wirtschaftsabschwung als Grund für Verarmung hin. Die stringente Rückführung von „Schutzsuchenden“ müsste sich ebenso durchsetzen wie ein Ende des weiteren Integrierens sogenannter „Fachkräfte“. Kultur und Identität könnten nur erhalten werden, wenn wir uns nicht länger dem Gedanken von Vielfalt, Toleranz und Weltoffenheit unterwerfen. Gesellschaft und Architektur dürften nicht verfallen, bräuchten eine Reform der Rückbesinnung. Die ökonomischen Stümper in den Schaltzentralen der Macht müssten zu Fall gebracht werden, denn sie verhinderten Reichtum für die eigenen Leute. Die Ausbildung unserer Jugend habe dem Import von Ausländern in das Sozialwesen gegenüber Vorrang. Es dürfe nicht länger Verbote geben, die uns in der Lebensweise einschränken. Der Nachwuchs solle mündig aufwachsen.
Ein Einfrieren der Missstände, damit die Möglichkeit für einen Neuanfang gegeben ist…
Selbigen könne man nicht in einen ziellosen Krieg drängen, sondern solle ihn zur Stabilisierung der inneren Verhältnisse heranreifen lassen. Der Oberfranke wirft dem Finanzminister vor, Milliarden zu verschenken, statt sich um das Ingangsetzen der Konjunktur zu kümmern. Es brauche wieder eine Vermittlung von Werten, Wissen und Weltanschauung. Um einen Neuanfang zu wagen, müssten die derzeitigen Missstände eingefroren werden. Die Vergangenheit bedürfe einer allumfassenden Betrachtung, man könne sie nicht allein auf die schlimmsten Perioden reduzieren. Der Sittenverfall, der Manieren, Anstand und Benehmen schleifen lässt, sei desaströs. Das Spiegelbild des Zeitgeistes bringe Konfrontation. Hinsichtlich der Außenpolitik beklagt Höfner Infantilität, die den Westen dem Untergang weihe. Wir benötigten einen hegemonialen Spirit, keine Demut vor den Feinden, weniger Lachen und Feixen über den Souverän. Warum verteidige man Grönland, aber schütze unsere Grenzen nicht, fragt der „100-Prozent-Deutsche“ berechtigt.







