Kommentar von Dennis Riehle zum Artikel „Das neue Jahr erwartet uns: Warum 2026 wirklich besser werden kann“ (aus: „Tagesspiegel“ vom 31.12.2025)
In einer Phase der Geschichte, die durchaus Anlass gibt, pessimistisch zu sein, sucht der Mensch ganz natürlich nach Hoffnungsträgern, welche ihn aus der Überzeugung retten, dass der Karren vor die Wand fährt. Der Jahresbeginn ist ein guter Anlass, sich Gedanken darüber zu machen, wem man die Zukunft politisch anvertrauen würde. Auch wenn ich mich als Journalist nicht auf die Position verengen lasse, dass allein die AfD Deutschland retten kann, so kommen doch drei Charaktere, die es aus meiner Sicht im Jahr 2026 als Leuchttürme in Betracht zu ziehen gilt, aus dieser Partei. Und mein Vertrauen in sie ist keine schlichte Lobhudelei, sondern erwachsen aus der persönlichen Erfahrung mit ihnen als Volksvertreter erster Güte.
Jörg Baumann lehrt den Politkarrieristen, wie man sich auf Augenhöhe zum Volk bewegt…
Ich denke da zunächst an einen politischen Ziehvater. Jörg Baumann ist Landtagsabgeordneter im Maximilianeum in München, er hat mich überhaupt erst mit einer Alternative in Kontakt gebracht, die als verschrien galt. Als ich noch in einer gewissen Kontaktschuld verhaftet war, mich von der Masse der Medien leiten ließ, die Annäherung an die gescholtene Opposition zu vermeiden, begegnete mir auf der Plattform X ein Post von ihm, der sich mit dem Thema der illegalen Einwanderung befasste, um mir als desillusioniertem Integrationsberater sofortige Zustimmung zu entlocken. Seine prompte Reaktion auf meine Antwort überraschte, begeben sich doch nicht viele seiner Zunft auf die Augenhöhe des Souveräns, erweisen sich häufig eher hochmütig statt nahbar.
Doch bei dem 1981 geborenen Polizisten war es gänzlich anders. Kein Berufskarrierist, kein Prominenter, kein „etwas Besseres“, sondern ein Teil des Volkes, ein Mensch wie du und ich. Bodenständig, pragmatisch, ehrlich. In seinen Haltungen klar und deutlich, überzeugt von der Notwendigkeit konsequenter Rückführungen temporär Obdach genießender Asylsuchender, dem Erhalt der kulturellen Identität, der Stärkung der inneren Sicherheit, einer technologieoffenen Energiewende, niedriger Steuer- und Abgabenlast, von Traditionen und Brauchtum. Ein Paradebeispiel für Transparenz, Verantwortung und Realitätsnähe, mit einem starken Sinn für Gerechtigkeit, mit einem Hang zur Entschlossenheit, mit dem Herz am ganz bewusst rechten Fleck.
Tobias Teich wird als gestandener Patriot vor allem der Jugend Hoffnung machen…
An zweiter Stelle kommt mir Tobias Teich in den Sinn. Der Bundestagsmandatar vertritt die bayerische Landeshauptstadt in Berlin, hat sich im letzten Jahr als gestandener Patriot in den sozialen Medien nicht nur bei der heimatverbundenen Jugend einen Namen gemacht. Mit beeindruckenden Videos, mit rhetorisch eloquenten Reden, mit pointierten Stellungnahmen, einer stabilen Erscheinung und einer beharrlichen Programmatik ist der Außenhandelskaufmann zu einem zuverlässigen und ideenfesten Anker der Fraktion geworden, der es ebenso nicht scheut, die unmittelbare Debatte mit dem Wähler zu suchen. Er ist sich nicht zu schade dafür, auf dem Boden der Tatsachen verhaftet zu bleiben, obwohl er wahrlich für Höheres berufen ist.
Mit seiner Forderung nach einer grundlegenden Reform des Staates und der EU, im Fokus auf Souveränität, Wettbewerbsfähigkeit, Bildung und Kriminalitätsbekämpfung, mahnt er den Erhalt prägender Werte an, begibt sich in Opposition zur Zentralisierung Brüssels, fungiert als Verfechter nationaler Verteidigung, verbindet Fortschritt und Bewahren. Der Steuerfachangestellte lässt sich nicht einschüchtern von einer Brandmarkung durch den Verfassungsschutz, wächst am Etikett der abgenutzten Floskel des „Nazis“, unterstreicht seine Geradlinigkeit durch Loyalität und Rückgrat. Seine zuversichtliche Vision für ein Morgen des Aufbruchs reißt den interessierten wie zugewandten Beobachter mit, ihm glaubt man den Anspruch für eine radikale Trendwende.
Ulrich Siegmunds Vision vom Ministerpräsidentenamt ist in greifbare Nähe gerückt…
Und nicht zuletzt ist es Ulrich Siegmund, der Spitzenkandidat für Sachsen-Anhalt, dem es erstmals gelingen könnte, einen Ministerpräsidenten seiner Partei zu stellen. In den Umfragen kratzt er an der absoluten Mandatsmehrheit, gibt sich siegessicher und kämpferisch, weil er eine ganze Bewegung hinter sich weiß, die ihn nicht etwa als medialen Posterboy verehrt, wie von der eingegebenen Presse oftmals behauptet. Sondern seine Authentizität, Niederschwelligkeit und Zugewandtheit schätzt. Der äußerst viral gehende Wirtschaftspsychologe kann die Massen mobilisieren, sie mit seiner Aura einnehmen. Dass ihm seine Gegner extremistische Tendenzen vorwerfen, macht ihn in unseren heutigen Zeiten nur vernünftiger und normaler.
Er tritt an als motivierender, kommunizierender und ambitionierter Heilsbringer, widerstandsfähig bei allem Sturm, den er als erfolgreicher Funktionär in Rückenwind umwandelt. Er zeichnet ein positives Bild für die Republik, will die unrechtmäßigen Grenzübertritte von Flüchtlingen beenden, die Medienstaatsverträge über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk aufkündigen, die Corona-Maßnahmen reflektieren, Grundrechte wie die Meinungsfreiheit wiederherstellen, ein gesundes Verhältnis zu allen Teilen der Geschichte fördern. Seine Mission folgt dabei einem einfachen Ansatz, nämlich einer Rückgabe der Befugnisse an die Bevölkerung, die sich direktdemokratisch äußern soll, was sie vom nächsten Regierungschef in Magdeburg erwartet.







