Kommentar von Dennis Riehle zum Artikel „Im Wahlkampf wie die AfD reden – Parteitag der CDU: Carsten Linnemann erklärt die Welt“ (aus: „Tichys Einblick“ vom 22.02.2026)
Erst war es Johann Wadephul, nun ist es auch Carsten Linnemann. In einer nahezu fanatischen Rede auf dem Parteitag der CDU betonte der Generalsekretär die Bedeutung der Migranten für den Wirtschaftsaufschwung in Deutschland. Schon der Außenminister hatte in der Vergangenheit unterstrichen, dass der Wiederaufbau der Nation nach dem Zweiten Weltkrieg maßgeblich auf das Konto von Zuwanderern geht. Offenbar getrieben von einer Mentalität des Christian Wulffs, sind Vielfalt und Toleranz, Unterwürfigkeit und Schuld die wohl maßgeblichen Ursachen dafür, dass die Eigenleistung der hiesigen Bevölkerung klein geredet, ausgeblendet und negiert wird. Jeden Tag weiterer Hohn, fast stündlich gibt es Spott für die Einheimischen, muss ihr Beitrag für Wohlstand und Wachstum einer Erzählung weichen, die weder authentisch noch fair, aber vor allem auch historisch unhaltbar ist. Sie verkennt wesentlich, dass die Trümmerfrauen einer der wichtigsten Faktoren waren, um den Arbeitskräftemangel zu schließen, in systemrelevanten Berufen für sogenanntes „Humankapital“ zu sorgen.
Hysterische Geschichtsrelativierung, getrieben vom Geist der kultureller Treulosigkeit…
Der rasante Aufstieg des Bruttoinlandsproduktes von 79 auf 300 Milliarden D-Mark zwischen 1949 und 1960 war letztlich einer Anpassung nach dem Friedensschluss geschuldet. Mit der Währungsreform ist die Hyperinflation beendet worden, der Marshallplan finanzierte Maschinen und Material. Es kam nahezu zu Vollbeschäftigung, insbesondere auch die Vertriebenen brachten eine hohe Moral mit. Mit dem Anwerbeabkommen strömten bis 1973 mehrere Millionen Ausländer aus der Türkei oder Griechenland zu uns. Doch dieser Vertrag wurde erst geschlossen, als das eigentliche Wunder längst geschaffen war. Die Gastarbeiter erreichten vor allem in den Sechzigerjahren diesseitiges Territorium. Sie steigerten die Produktion, waren aber nur bedingt an der ökonomischen Prosperität beteiligt, die schon etwa eineinhalb Dekaden zuvor begann. Denn die Infrastruktur wurde durch den deutschen Bürger neu instand gesetzt, die Ruinen mit dessen Händen beseitigt. Die Wende geschah aus initialer Kraft heraus. Wer diesen gigantischen Akt leugnet, relativiert oder schmälert, verrät sein eigenes Volk.
Ein Schlag ins Gesicht: Deutsche Schwerstarbeit wird zur bloßen Makulatur degradiert!
Wie perfide wird Geschichte geklittert, um denjenigen zu Füßen zu liegen, denen ohnehin schon mehr Aufmerksamkeit zuteilwird, als nach gesundem Menschenverstand nötig und vertretbar. Da gewähren wir bereits Schutz und Obdach, Versorgung und Alimentierung, verbreiten zusätzlich ein Narrativ unendlicher Dankbarkeit gegenüber jenen, die mit fremden Federn geschmückt werden. Wie erbärmlich niedrig muss das Selbstbewusstsein sein, sich zu einem solchen Bückling zu machen. Und wie dreist die Unverfrorenheit, den tatsächlichen Gestaltern und Protagonisten der bundesrepublikanischen Auferstehung das Verdienst abzusprechen. Doch der Duktus reiht sich ein in eine Agenda von Zynismus und Boshaftigkeit. Den Rentner will man künftig bis über 70 schuften lassen, den Steuerzahler mit weiteren Abgaben zur Kasse bitte, damit nicht zuletzt jener Sozialmissbrauch kompensiert werden kann, der durch die illegale Flüchtlingsflut von heute zu uns getrieben wird. Die Christdemokratie lenkt ab vom Sündenfall der Grenzöffnung, sie gibt sich infiltriert von Lobbyisten des Asyls.
Wer ist nun Vaterlandsverräter dieser Republik? Die CDU und ihr Leugnen der Realität…
Da wirft man der AfD vor, vaterlandslose Gesellen zu sein. Doch man sollte mit dem Finger nicht auf andere zeigen, mit Steinen im Glashaus umsichtig sein, preist man nicht nur die Errungenschaften der Falschen, sondern gibt sich auch in der Aktualität interessierter am Schicksal der Ukraine denn an Sicherheit, Unversehrtheit und Entwicklung hiesiger Stadtbilder. Wie tief muss die Verachtung für Schwarz-Rot-Gold sitzen, seitdem die Kanzlerin Fähnchen auf der Bühne verboten hat. Das Ausblenden der Identität, das Hofieren anderer Kulturen, es hat nichts mehr gemein mit dem einst konservativen Profil, das Konrad Adenauer in die Wiege legte. Nicht nur er würde sich schämen für den Bankrott seiner Nachfolger, die Heuchelei und das Anbiedern gegenüber dem Unbekannten. Wir weiten die Tore, um eines absurden Willkommens willen. Schon allein diese Schmach müsste Schmerzen auslösen. Stattdessen sattelt man weitere Frechheit oben auf. Als ob wir verpflichtet seien zu ewiger Verbundenheit für das, was schon früh abgegolten und gerecht entlohnt worden war.








