Kommentar von Dennis Riehle zum Artikel „Pressemitteilung: AfD Kreisvorstand rückt noch weiter nach rechts“ (aus: „Konstanz für Demokratie – Klare Kante gegen rechts“ vom 07.01.2026)
Sie sprießen mittlerweile überall in der Republik aus dem Boden. Sogenannte Bündnisse, die „unsere Demokratie“ retten wollen. In Wahrheit steckt hinter diesen NGOs der feste Wunsch und Wille, gegen rechts zu hetzen. Nicht anders verhält es sich auch im Landkreis Konstanz. Die dortige Gruppierung tritt mit einem latent aggressiven Tonfall gegenüber der AfD auf, versucht sich am Heraufbeschwören von Skandalen, preist sich für das angebliche Aufdecken von anstößigen Sachverhalten, die die „Blauen“ betreffen. Man findet großes Echo und viel Anklang bei der regionalen Zeitung SÜDKURIER, die von einigen Lesern als linksliberal beschrieben, von manch einem Beobachter allerdings auch als Sprachrohr von CDU und Grünen gesehen wird. Jedenfalls ist man längst abgekommen vom Weg der Unabhängigkeit, man gendert jetzt.
Jedenfalls erhält die Bewegung jene Aufmerksamkeit, die sie nicht verdient hat. Denn sie übt sich in Spaltung und Polarisierung der Öffentlichkeit, hat das Denunzieren zu ihrem Hobby gemacht. Sie will Bildungsarbeit leisten, wenn sie Vorträge darüber hält, wie radikal und extremistisch Teile der Gesellschaft doch geworden seien. Ganze Wählerschichten werden gebrandmarkt, eine politische Kraft durch den Dreck gezogen, die bis heute nicht verboten ist, sondern nach dem Grundgesetz Chancengerechtigkeit genießt. Insofern ist ihr auch journalistisch der gleichwertige Rahmen einzuräumen, beispielsweise nach einem neuerlichen Versuch, ein Vorstandsmitglied der Alternative für Deutschland an den Pranger zu stellen. Geschehen am 7. Januar 2026, als eine Sprecherin der Hypermoralisten kommentierte, die Partei sei weiter „abgedriftet“.
Wenn Identität und Vaterlandsliebe zum Problem werden, sollte man Linken Hilfe anbieten…
Dominik Böhler wurde erst kürzlich als Beisitzer gewählt, war bis 2025 Vorsitzender des Schwäbischen Kulturvereins, der vom Landesamt für Verfassungsschutz Baden-Württemberg als Tarnorganisation der Identitären Bewegung klassifiziert wurde. Mit dieser besteht laut wiederholtem Beschluss der AfD eine prinzipielle Unvereinbarkeit, obwohl sie an vielen Stellen umgangen wird. Schließlich beruht die damalige Entscheidung noch auf der Ausrichtung unter Meuthen, Petry und Co., sich vehement von Forderungen wie der Remigration fernzuhalten, weil man beispielsweise das Konzept des Ethnopluralismus völlig falsch verstand. Das friedliche Nebeneinander der Kulturen, die Koexistenz ohne Massenmigration, entspricht schon dem Schöpfungsbild. Auch in unserem Grundgesetz findet sich kein Bestreben, zu einem Vielvölkerstaat zu werden.
Insgesamt bleiben die Vorwürfe auch deshalb vage, weil Vieles in der Vergangenheit stattfand. Inwieweit Böhler bei der IB noch immer eine tragende Rolle spielt, ist ebenso ungeklärt wie der Argwohn, ob er mit seiner Funktion tatsächlich gegen Statuten, Prinzipien und Werteordnung der AfD verstößt. Wer sich konsequent für die Rückführung von Asylbewerbern einsetzt, die prinzipiell nur einen temporären Schutz genießen, um nach Abklingen von Fluchtgründen wieder in die Heimat geschickt zu werden, handelt und argumentiert auf Grundlage des Programms. Wer hingegen noch immer der Erzählung über mögliche Deportationen von Staatsbürgern anhängt, verbreitet im Zweifel Lügen. Personen sollten sich in der Praxis bewähren, Dominik Böhler hat nicht nur deshalb eine Gelegenheit verdient, weil Ressentiments keine Vertrauensbasis sein können.
Von der AfD wird erwartet, sich zu legitimieren – doch das hat der Wähler bereits getan…
Überhaupt stellt sich die Frage, weshalb sich eine Partei immer wieder neu rechtfertigen soll. Wo sind die Mistkratzer, die Investigativen, die Detektive und Spione, wenn es um manch einen Sumpf bei SPD, Grünen oder CDU geht? Und wie laufen eigentlich die Recherchen zur Präsenz der Antifa im Südwesten, zu jenen Linksterroristen, von denen ein Ableger in Berlin einen tagelangen Stromausfall verursachte? Eine von Missgunst getriebene Doppelmoral, sie zeichnet Menschen aus, die Komplexe haben, ihre eigene Anschauung kritisch zu reflektieren. Objektivität bedeutet, Scheuklappen abzulegen, sich nicht auf das Hörensagen zu verlassen, vor allem nicht jenen Quellen zu vertrauen, die offensichtlich ideologische Absichten im zielgerichteten Interesse verfolgen. Es gilt, die AfD vor Ort an ihren Taten zu messen, nicht an Personalien.
Wenn man darauf blickt, was 2025 erreicht werden konnte, dann ist das eine ganze Menge. Die Brandmauer wurde ins Wanken gebracht, eine Diskussion über die Deutschlandflagge an öffentlichen Gebäuden angestoßen. Die Problematik des mangelnden Patriotismus unserer Jugend ist aufgeworfen, die Seenotrettung im Mittelmeer hat man unter Beobachtung gestellt. Mit pragmatischer Sacharbeit in den Gremien konnte die AfD Punktsiege erzielen. Darüber hinweg täuscht auch nicht der politische Schauprozess gegen den Abgeordneten Eisenhut, der im Verdacht der Volksverhetzung steht, weil er mit Bezug auf Migranten pauschal von „Fachkräften im Messerstechen“ gesprochen haben soll. Die Unschuldsvermutung gilt, die Mutmaßung eines übertriebenen Ermittlungseifers ebenso. Böhler selbst hat eine weiße Weste, für ihn muss sich niemand schämen.







