Kommentar von Dennis Riehle zum Artikel „Klimawandel in Deutschland: Erderwärmung soll besonders im Süden und Osten für Hitzewellen sorgen“ (aus: „ZEIT Online“ vom 31.03.2026)
„Wunder gibt es immer wieder“, so sang es Katja Ebstein. Und nicht nur kurz vor Ostern ereignen sich auf dieser Welt seltsame Dinge. Nach sieben Jahren Dürre erlebt Marokko derzeit ein wahrliches Aufblühen. Über die Wintermonate ist so viel Niederschlag gefallen, wie selten zuvor. Die Vegetation grünt in ungekanntem Ausmaß. Satellitenbilder zeigen, dass braune Wüstenflächen verschwunden sind. Schon lange nicht mehr gediehene Pflanzen sprießen nun dort, wo alles trocken war. Man wird nicht gleich von einer Verwandlung in eine Oase sprechen können. Doch das Phänomen zeigt wieder einmal, dass die Schöpfung resilienter ist, denn die Expertise vieler Fachleute. Da erholen sich gewisse Entwicklungen, es kommt anders, als es Klimamodelle berechnen, Wetterfrösche prognostizieren und Politiker als Horrornachricht an die Wand malen. Sie relativieren bereits, dass es sich um ein lokales Ereignis handele, welches man nicht isoliert betrachten dürfe. Schließlich wäre es fatal, ginge die Dramatik verloren, als ideologischer Nährboden, als Argument und Antrieb, Wirtschaft wie Gesellschaft zur weiteren Transformation zu bewegen.
Regelmäßige unterschätzen offizielle Modelle die natürlichen Einflüsse auf das Klima…
Dabei werden die Studien zahlreicher, die an der ausschließlich menschgemachten Erderwärmung Zweifel hegen. Jüngst erst veröffentlicht wurde eine wissenschaftliche Arbeit von Nicola Scafetta, unter dem Titel „Detection, attribution, and modeling of climate change: Key open issues“, publiziert in Gondwana Research. Die Quintessenz der Ausarbeitung: Weltweite Fortschreibungen der Temperaturentwicklungen unterschätzen natürliche Variabilität auf allen Zeitskalen. Der Atmosphärenforscher an der Universität Neapel zeigt anhand von zyklischen Oszillationen, dass die solaren Einflüsse in gängigen Rekonstruktionen zu wenig repräsentiert seien. Objektive Messungen würden eine Klimasensitivität, also einen kumulierten Anstieg der Durchschnittswerte unter Herausrechnung jener Faktoren, die gottgegeben sind, von höchstens 1,1 bis 1,5 Grad ergeben. Dies steht in eklatantem Widerspruch zu den derzeit kursierenden drei Grad, die uns internationale Fachzentren wie das IPCC weismachen wollen. Die Konklusion daraus: Allein der fanatische Drang einer Zero-CO2-Politik ist anthropogen verursacht, nicht aber Hitze und Sturm.
In Amerika haben sich in einigen Regionen Dürren und Stürme deutlich zurückgebildet…
Zu ähnlichen Erkenntnissen kommt das U.S. Department of Energy (DOE) in seiner Dokumentation „A Critical Review of Impacts of Greenhouse Gas Emissions on the U.S. Climate“ aus 2025. Auch darin wird moniert, dass in den meisten Szenerien die Oberflächen- und Troposphärenerwärmung überstrapaziert würde. Annahmen über künftige Emissionen seien zudem rein spekulativ. Ein langfristiger Trend zu deutlich vermehrten Extremwetterereignissen lasse sich zumindest in den USA nicht beobachten. Stattdessen habe sich die Berichterstattung über Hurrikane, Tornados, Überschwemmungen und Dürren zugespitzt, korreliere aber nicht mit der Wirklichkeit. Viel eher sei in einigen Regionen, die bisher besonders von Maxima betroffen waren, ein nennenswerter Rückgang solcher Phänomene zu beobachten. Zu wenig Rücksicht werde genommen auf die Auswirkungen der Sonneneinstrahlung. Das multifaktorielle Geschehen in der Atmosphäre erschwere eine eindeutige Zuschreibung von Schuld in Richtung des Kohlenstoffdioxids. Der ökologische Umbruch könnte sich demnach wirtschaftlich als teurer erweisen denn eine Anpassung.
Wenn der Meeresspiegel steigt, sollte man auch auf geologische Mechanismen blicken…
Insgesamt stellt sich zunehmend heraus, dass Forschung und Lehre auf unterschiedliche Schlusstechniken zurückgreifen müssen, um ihre Prämissen über die zivilisatorische Verantwortung für das Geschehen am Himmel aufrechterhalten zu können. Sie bedienen sich also weder Kontinuität noch Authentizität in ihrem Schaffen, sondern Flexibilität und Variabilität. Man macht sich die Welt, wie man sie braucht. Tatsächliche Unsicherheiten wie Modellbias, Paläoklimavergleiche und solare Mechanismen bleiben dabei meist ausgespart. Denn sie könnten einer Erzählung in die Parade fahren, die so wichtig ist, um den kleinen Mann und die Ökonomie bei Laune zu halten, ihre Geldbörsen zu öffnen, immer größere Summen in die Energiewende zu stecken, deren Profiteure ähnlich auf Angst und Panik angewiesen sind wie die Pharmaindustrie während Corona und die Waffenschmieden zu Zeiten des Krieges. Wenn der Meeresspiegel angeblich steigt, in Wahrheit aber Landabsenkungen dahinterstecken, dann sollten wir uns veralbert fühlen. Nur ein Beispiel von vielen, die manch Einen glauben lassen, die baldige Apokalypse sei vorprogrammiert.








