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Eine heimatnahe Stimme im ach so fernen Brüssel: Wie AfD-Mandatar Alexander Jungbluth deutsche Interessen in Europa vertritt…

Kommentar von Dennis Riehle zum Artikel „Eurobarometer: Weniger Bürger sprechen der EU das Vertrauen aus“ (aus: „Table.Briefings“ vom 11.12.2025)

Brüssel und Straßburg sind für viele Deutsche weit weg. Die Wahlen zum Europäischen Parlament finden regelmäßig nur wenig Aufmerksamkeit, weil der Beamtenapparat der Kommission die wichtige Arbeit der Mandatare überdeckt. Dass mittlerweile nahezu drei von vier Gesetzen in der Bundesrepublik den Ursprung nicht mehr in Berlin haben, sondern in Belgien oder Frankreich, ist dem hiesigen Souverän kaum bekannt. Umso wichtiger scheint es, sich mit der Frage zu befassen, wer uns eigentlich im dortigen Plenum vertritt. Durchstöbert man entsprechend aufmerksam und neugierig die sozialen Medien, stößt man beispielsweise auf den Abgeordneten Alexander Jungbluth, der für die AfD in die Höhle der Ursula von der Leyen entsandt wurde.

Ein überzeugter Patriot, der die derzeitige EU zur Union der Vaterländer machen will…

In Würselen geboren, studierte er an der Universität Bonn Volkswirtschaftslehre. Der sich offen patriotisch bekennende Nordrhein-Westfale ist Mitglied der Burschenschaft, gehört mittlerweile dem Bundesvorstand seiner Partei an. Zunächst engagierte er sich ab 2013 in der Jungen Alternative, ist seit 2024 Repräsentant in der Fraktion ESN, als deren stellvertretender Chef er fungiert. Der Koordinator im Haushaltsausschuss brilliert mit durchsetzungsstarken Anträgen, bringt sich im Gremium für Währung ein und wohnt der Delegation für Beziehungen zur Mittelmeerregion bei. 2025 kandidierte er für das Amt des Landrats in Mainz-Bingen, verpasste den Posten knapp. Kritiker beschreiben ihn als rechtspopulistisch, welch ein Prädikat heutzutage.

Der Familienvater gilt als profilierter Fachmann in Budgetfragen, lässt sich von Etikettierungen des Verfassungsschutzes oder eingeebneter Medien nicht beeindrucken. Stattdessen erinnert er die Damen und Herren der Mehrheit an die Geschichte Europas, denn es waren ausdrücklich mutige Deutsche, die die Berliner Mauer zu Fall brachten. Man könnte seine Position wie folgt auf den Punkt bringen: Die EU ist zu einem Resultat des künstlichen Zusammenfügens von Vaterländern geworden, das sich nicht mehr um den Erhalt von Souveränität und Identität aller beteiligten Völker schert, die zunächst einmal Heimatliebe für ihre Nation entfalten sollten. Sondern ein Konglomerat ohne Werte und Sinn, welches seine Fühler bis nach Kiew ausstreckt.

Die Zukunft Deutschlands wird in Berlin, Köln oder Hamburg entschieden, nicht in Brüssel…

Er prangert auch jenseits der Silvesternacht die Landnahme ganzer Stadtteile durch gewalttätige Migranten und hemmungslose Clans an, setzt sich in leidenschaftlichen Reden für eine sichere Zukunft von unseren Kindern und Kindeskindern ein. Bei seinen Verlautbarungen spürt man Herzblut, sie entbehren jeglicher Überheblichkeit oder Arroganz. Stattdessen macht er ziemlich entfernte Politik nahbar, erweist sich als erbitterter Gegner der Antifa. Der 38-Jährige bringt immer wieder einen „Dexit“ ins Spiel, sieht die eingefahrenen Strukturen der Union nicht mehr als reformierbar an. Zur Stärkung der hiesigen Kultur fordert er eine Rückbesinnung auf schwarz-rot-goldene Traditionen, Sitten, Brauchtum, Kunst und Kulinarik.

Mit Vehemenz stemmt sich der Vize-Schatzmeister gegen eine zusätzliche Aufnahme von Flüchtlingen, will die häusliche Betreuung unseres Nachwuchses stärker fördern, die Rolle von Müttern und Eltern insgesamt in den gesellschaftlichen Fokus rücken. Das Gesundheitswesen müsse auf dem Land erhalten bleiben, Ärzte und Apotheken sollten für die Ansiedlung in der Peripherie belohnt werden. Mit Blick auf die Mietpreisbremse gibt er sich skeptisch, will von Eingriffen in Markt und Wettbewerb nichts wissen. Das Wahlrecht soll weiterhin ab 18 gelten, Remigration zu einer Selbstverständlichen werden. Er zeigt sich überzeugt, dass 2026 der Umbruch in der Breite gelingt. Und tatsächlich könnte er ein wichtiger Teil davon sein.