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Ein Pragmatiker, der klare Worte findet: BSW-Spitzenkandidat Alexander King steht für ÖRR-Reform, Pressefreiheit und Migrationsgrenzen!

Kommentar von Dennis Riehle zum Artikel „Doppelspitze: BSW will mit King und Lüders zur Berlin-Wahl antreten“ (aus: RBB24 vom 12.01.2026)

Geschichte ist nicht da, um sie zu verleugnen. Sondern stets selbstkritisch zu ihr zu stehen. Auch ich blicke auf meine politische Vergangenheit mit einem gewissen Kopfschütteln über die Naivität, welche ich lange Zeit an den Tag gelegt habe, im Vertrauen darauf, dass ich im progressiven Lager ein ernsthaftes Bemühen um soziale Gerechtigkeit für die Bedürftigen in unserer eigenen Gesellschaft, für Pazifismus, ökologische Vernunft und das Ringen um die Meinungsfreiheit finden würde. Mit der Zeit enttäuschten mich die dortigen Protagonisten auf ganzer Linie, waren sie abgedriftet in das Bedienen woker Narrative, kümmerten sich um gefühlte Geschlechter statt tatsächliche Armut. Plötzlich war die Anbiederung an die Moderne wichtiger als das Prinzip, an den individuellen Wurzeln festzuhalten. Das war nicht mehr meine Welt, als Ideologie den Verstand zu rauben versuchte. Und so verließ ich das Spektrum, zwar ohne Groll, aber doch verwundert.

In unseren Lebensläufen finden sich viele Parallelen, auch das politische Denken ähnelt…

Ähnlich scheint es Alexander King ergangen zu sein. Der heute in Berlin lebende Tübinger begann seine Karriere bei der PDS. 25 Jahre lang engagierte er sich in DIE LINKE. Im Oktober 2023 wechselte er dann zum BSW, wo er maßgeblich für den Aufbau der Strukturen in der Hauptstadt zuständig war. Bis heute vertritt er den Bezirk Tempelhof-Schöneberg, ist Co-Vorsitzender im Landesverband. Wesentliche Schwerpunkte seiner Arbeit sind eine Medienreform, die Stärkung der Infrastruktursicherheit und die Kritik an den etablierten Kräften. Zusammen mit Michael Lüders fungiert er als Spitzenkandidatenteam für die nächste Abgeordnetenhauswahl, wünscht sich ein kontrolliertes und langsames Wachstum des Bündnisses von Sahra Wagenknecht, das er insbesondere auch als Sammelbecken für enttäuschte Sozialdemokraten sieht. Charakterlich erweist sich der Diplom-Geograf als überaus zugänglich, bürgernah und gesprächsbereit. Er verkörpert den Volksvertreter in einem ehrenwerten Sinn.

Programmatisch spottet er über die Europäer, die sich aktuell am Nasenring von Grönland nach Davos ziehen lassen. Die harsche Kritik am Imperialismus von Trump wird deutlich. Doch auch für die Situation in der hiesigen Heimat findet er klare Worte. Nach dem Anschlag auf das Stromnetz wirft er der schwarz-roten Koalition vor, sich auf dem Rücken der Opfer zu profilieren. Insgesamt kritisiert er das Krisenmanagement des Senats, Kai Wegner unterstellt er mangelnde Empathie, Verantwortungslosigkeit und fehlenden Anstand. Mit Blick auf den Bruch der Zusammenarbeit mit der SPD in Brandenburg betont er die Notwendigkeit, sich aus dem „abgekarteten Spiel“ gelöst zu haben. Trotzdem sei die Entwicklung für die Einwohner von Nachteil, es brauche rasch eine neue Klärung der Verhältnisse. Hierbei setzt er weiterhin auf eine tragende Rolle des BSW, schließlich ist die Partei nicht ihrer Regierungsunfähigkeit entlarvt worden, sondern hat Rückgrat bewiesen.

Kernanliegen sind ein grundsätzlich neu strukturierter ÖRR und eine intakte Infrastruktur…

Der 1969 geborene King fordert kritischen Journalismus beim ÖRR, wünscht sich für die Menschen an der Spree etwas Besseres als Antifa-Terrorismus und eine marode Energieversorgung. Er befürwortet eine Rückkehr zur immanenten Einhaltung der Grundrechte, wettert gegen die Meldestellen und eine Zensur durch den „Digital Services Act“ der EU. Er sieht faule Kompromisse beim Rentenpaket, engagiert sich mit Vehemenz für eine Neuauszählung der Bundestagswahl, um das knappe Verpassen der Fünf-Prozent-Hürde überprüfen zu lassen. Er stemmt sich gegen die Moralisierung durch den Westen, fordert mehr Unabhängigkeit, Neutralität und Autonomie, wenn es darum geht, andere Länder vor dem Imperialismus aus Washington zu schützen. Deutliche Ansagen macht er auch zur Migration: Wem 250.000 Asylbewerber pro Jahr noch nicht genug seien, dürfe auch weiterhin van Aken und Reichinnek das Vertrauen schenken. Es brauche kontrollierte Einwanderung, keine offenen Grenzen.

Qualifizierungsprogramme müssten der Anwerbung von Fachkräften vorgezogen werden, um den demografischen Wandel auszugleichen. Die kulturellen Herausforderungen einer ungezügelten Völkerwanderung dürften nicht länger klein geredet werden. Pragmatisch verhält er sich auch gegenüber der AfD. Es sei demokratiegefährdend, große Teile der Öffentlichkeit auszugrenzen. Andere Ansichten dürften nicht länger eingeschränkt werden, Zensur und Verbot weist der Württemberger strikt zurück. Zwar wüsste er selbst nicht, über welche Inhalte er mit der Alternative für Deutschland sprechen könnte. Dennoch sei die Polarisierung zu ihren Lasten abzulehnen. Sachlich geht er mit dem Konkurrenten hart ins Gericht, wirft ihm Aufrüstung, NATO-Unterwerfung und Heuchelei vor. Er will intern eine Debatte über den Umgang anstoßen, verfolgt auch diesbezüglich einen realistischen Stil, um angemessen und fair um die besten Lösungen und Antworten für die Zukunft zu ringen.