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Fast so wie damals: Wie IMs der neueren Generation händeringend gesuchte Ehrenamtliche dem Rufmord preisgeben…  

Kommentar von Dennis Riehle zum Artikel „AfD als Staatsfeind Nr. 1? Der harte Schlagabtausch zur Demokratie“ (aus: WELT vom 14.01.2026)

Ich bin ein Ehrenamtler aus Leidenschaft. Über 20 Jahre lang habe ich mich freiwillig in diese Gesellschaft eingebracht, insbesondere in der Selbsthilfe. Schließlich wurde mir in meiner Krankheitsbiografie sehr viel Unterstützung zuteil, ich wollte unbedingt etwas zurückgeben. Und das tat ich auch. Weit mehr als 20.000 Stunden an unentgeltlicher Hingabe, als qualifizierter Sozial- und Familienberater, in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und als „Mann für alles“ in diversen Vereinen, waren für mich sinnstiftend und ein Ausdruck von Solidarität zugleich. Doch dann begann die Denunziation. Als ich mich in den neuen Medien offenbarte, Sympathien für die AfD zu hegen, Kritik am derzeitigen System der etablierten Parteien kundgab, negative Erfahrungen aus meiner Zeit als Flüchtlingshelfer teilte, da meldeten sich Unbekannte bei den Vorständen jener Organisationen, für die ich tadellos tätig gewesen bin. Denn Beschwerden gab es über mich nie.

Das Denunziantentum der Gegenwart erinnert zwangsläufig an Praktiken in der DDR…

Ob man denn wüsste, wen man da in seinen eigenen Reihen habe, schrieben Dritte, anonym an verschiedene Adressaten. Plötzlich sollte ich mich rechtfertigen, da unterstellte man mir ohne jegliche Grundlage, ich könnte möglicherweise rassistisch sein, weil ich die Bedeutung des eigenen Volkes betont hatte. Wie viele Menschen aus anderen Kulturkreisen habe ich betreut, mit den verschiedensten Hautfarben. In keinem Moment habe ich abgestuft, weder nach Herkunft noch Nationalität. Sie wurden alle gleich behandelt, da war kein einziger Vorfall, der den Schluss zugelassen hätte, ich würde unterscheiden zwischen Deutschen und Fremden. Und trotzdem vertraute man fast durchgehend auf das Hörensagen. Einst gehörte ich über zehn Verbänden an, heute sind es noch zwei. Mehr oder weniger höflich setzte man mich vor die Tür, obwohl ich mir nichts zu Schulden kommen ließ. Aber „unsere Demokratie“ hatte gewirkt, das Anschwärzen durch die vermeintlich Besseren.

Frei nach Günther: Nicht überall, wo Demokratie draufsteht, ist auch Demokratie drin…

Man ist auf Linie, könnte man sagen. Das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) hatte im Januar 2025 in seinem Newsletter ausdrücklich gefordert, die Brandmauer müsse gestärkt werden. Die Nationale Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen (NAKOS) führte 2024 eine bundesweite Befragung zu „menschenfeindlichen Strömungen „in der Selbsthilfe durch. Es ging um „Verschwörungstheorien“ und vermeintlich „antidemokratische Narrative“. Man setzte sich mit sogenanntem „Rechtsextremismus“ auseinander, diskutierte auf einer Fachtagung, wie durchzogen die Szene von einer „braunen“ Ideologie sei, die man einerseits schwer zu definieren in der Lage war, aber auch nicht ihrer Immanenz überführen konnte. Es bleibt vieles vage, spekulativ und mutmaßend. Doch im Richten ist man schnell, selektiert jene aus, deren Leumund durch Petzen, Hetzen und schlichten Rufmord kurzerhand zerstört wurde.

Wenn die „Zivilgesellschaft“ auf Freiwillige mit blauem Parteibuch verzichten kann…

Da wird also manch ein Fundament verprellt, indem Auslese stattfindet. Die Klagen sind groß, immer weniger Bürger würden sich für umme einbringen. Woran dieser Trend wohl liegen mag, will die DLRG keine Lebensretter mehr, die ein Parteibuch der Alternative für Deutschland in Händen halten. Nehmen Gewerkschaften Abstand von Mitgliedern, die ihr Kreuz auf dem Stimmzettel bei den „Blauen“ machen. Trennt sich die Kirche von Mitchristen in Verantwortung und Stellung, deren politische Gesinnung ihr nicht passt. Offiziell gilt das Credo: „Niemand darf ausgeschlossen werden“. Doch Tests sind an der Tagesordnung, ob sich jene uneingeschränkt von der gescholtenen Opposition distanzieren, ehe sie kostenlosen Dienst leisten dürfen. Da ist es keine Ausnahme mehr, dass eine ehrenamtliche Helferin im katholischen Kindergarten vom Puppenspiel ausgeschlossen wurde, weil sie auf einer AfD-Liste für den Gemeinderat kandidierte. Es wimmelt wieder vor IMs, die Stasi ist zurück.