Kommentar von Dennis Riehle
Es sind Floskeln und Plattitüden, die sich die altbekannten Politiker Frankreichs nach dem Tötungsdelikt am 17-jährigen Louis in Narbonne leisteten. Der Jugendliche wurde auf einer Baustelle in den Hinterhalt gelockt und brutal zusammengeschlagen. Die fünf Täter – drei Pubertierend und zwei 19-Jährige, untergebracht in Hilfeeinrichtungen für minderjährige Ausländer aus Zentralafrika und dem Maghreb, dem Opfer bekannt – traten ihm wiederholt ins Gesicht, an den Kopf, auf Schläfe, Nase, Mund und den gesamten Körper, auch noch, als er am Boden lag. Ein Video wurde von einem der beteiligten aufgenommen und später verbreitet. Die Gruppe zeigt sich lächelnd beim Prügeln, strahlend neben dem blutüberströmten, regungslosen Geschädigten.
Der Präsident vertraut auf die Justiz, lässt nicht den Hauch von Konsequenzen erkennen…
Erst am nächsten Morgen gefunden, wurde er anfangs ins örtliche Krankenhaus gebracht, danach verlegt. Noch im Koma starb er wenige Tage später an seinen schweren Verletzungen, vor allem einem massiven Hirntrauma. Die Staatsanwaltschaft stuft den Vorgang als Mord ein, die Nationalität der Beschuldigten wurde nicht bekannt gegeben. Sie werden jedoch als „südländisch aussehende Männer“ beschrieben. Das Motiv soll Rache für eine frühere Anzeige gewesen sein. Präsident Macron verurteilte das Geschehen zwar generell, unterstrich jedoch lediglich, dass „die Justiz ihren Lauf nehmen“ müsse. Weiterer Hohn und Spott, denn Konsequenzen wurden bislang nicht angekündigt. Man schaut lediglich zu, wie das Unfassbare um sich greift.
Frankreichs Banlieues sind zu einem Schwerpunkt von grausamen Lynchmorden geworden…
Die Forderung nach Gerechtigkeit mischt sich mit Trauer, Bestürzung und dem Aufruf zu Gedenkveranstaltungen. Die eskalierende Brutalität lässt gleichzeitig Wut und Sorge um die Sicherheit wachsen. Und man kann es niemandem verübeln, denn die Zahlen sind eindeutig. Landesweit haben etwa 20 Prozent der Bevölkerung Migrationshintergrund, in urbanen Großräumen wie Paris, Lyon oder Marseille deutlich über 30 oder 40 Prozent. Ausländer sind in der Kriminalitätsstatistik massiv überrepräsentiert, um den etwa 2,5-fachen Wert. Bei Delikten wie Raub sogar um das 17-Fache. Die Banlieues mutieren seit langem zum Schauplatz schwerer Gewaltverbrechen sogenannter Lynchmobs. Und schon allein deshalb möge die Nation nach der Schockstarre aufbegehren.









