Norman Wolf hat völlig recht: In Frankreich wäre längst Tumult losgebrochen! – Wie ein BSW-Politiker Friedrich Merz die rote Karte zeigt…

Kommentar von Dennis Riehle zum Artikel „Merz-Zufriedenheit auf historischem Tiefstand: AfD bleibt Umfragen zufolge stärkste Kraft“ (aus: „Tagesspiegel“ vom 21.04.2026)

Die Rente soll nur noch Basisabsicherung sein, die Beitragszahler in der Krankenversicherung werden weiter geschröpft, um gleichzeitig weniger Leistung zu erhalten. Die Spritpreise explodieren in ungeahnte Höhen, Konjunkturprognosen müssen eilig nach unten korrigiert werden. Pflegebedürftige sollen im Heim noch tiefer in die Tasche greifen, Ehepartner künftig separate Anteile in die Gesundheitskasse entrichten. Pauschal wird darüber diskutiert, ob Bürgergeldempfänger nur noch im Notfall medizinische Versorgung erhalten. Selbst eigene Staatsbürger sind nicht davon ausgenommen, in ihrer Existenz bis auf ein Minimum reduziert zu werden. Ob es nicht doch noch zu einer Mehrwertsteuererhöhung kommt, bleibt unklar. Die Wohnung können sich viele Durchschnittsbürger ohnehin nicht mehr leisten, Obdachlosigkeit naht. Der wöchentliche Einkauf droht, als finanzielles Fiasko zu enden. Weder Frauen noch Männer haben in der Bundesrepublik des Jahres 2026 irgendeinen Anreiz, sich für Kinder zu entscheiden. Und dass es manch einem Migranten besser geht als dem flaschensammelnden Senior, der seit Geburt an hier lebt, ist kein vages Gefühl mehr, sondern oftmals Realität.

Ein BSW-Kommunalpolitiker, der der „schweigenden Mehrheit“ aus dem Herzen spricht…

Nicht einmal die Agenda 2010 unter Gerhard Schröder war eine derartige Zumutung für die Allgemeinheit, wie sie die momentanen Zustände darstellen. Die Politik versetzt dem Souverän einen Faustschlag nach dem nächsten. Doch dieser rührt sich kaum. Liegt er bereits regungslos am Boden? Oder ist er schlichtweg von Lethargie ergriffen, die man uns Deutschen nicht zuletzt auch deshalb nachsagt, weil wir pflichtbewusst sind, uns selten trauen, gegen den Staat aufzumucken? Wahrscheinlich spielt die Geschichte eine Rolle, die bis heute suggerierte Kollektivschuld, welche uns zum Duckmäuser macht. Der BSW-Politiker Norman Wolf stellte jüngst auf der Plattform X völlig zurecht fest: „In Paris würden die Straßen brennen, bei dem, was hier in den letzten Monaten so abgeht“. Und tatsächlich würden es sich die Franzosen nicht bieten lassen, immer weiter in den Senkel gestellt zu werden. Wir sind einzigartig in unserer Antriebslosigkeit, nahezu Spitzenreiter in Sachen Apathie. Passiv sitzt man vor der allabendlichen „Tagesschau“, die die Welt schönredet. Doch spätestens auf dem Kontoauszug, an der Zapfsäule oder beim Arzt müssten wir eigentlich wach werden.

Deutschland sehnt sich nach mehr Gerechtigkeit, weniger Unfrieden und größerer Sicherheit!

Der 1979 in Berlin geborene Bundestagskandidat des Bündnisses von Sarah Wagenknecht gilt als einer der prominentesten und profiliertesten Vertreter seiner Partei in der Hauptstadt. Maßgeblich beteiligt an der Gründung der ersten Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung, meldet er sich regelmäßig mit pointierten Einlassungen zum aktuellen Geschehen zu Wort. Als bodenständige wie sachorientierte Stimme betont er soziale Gerechtigkeit, dauerhaften Frieden und ökonomische Vernunft als Leitlinien seiner Agenda. Er spart nicht mit Kritik an SPD, Grünen und Linken, unterstreicht die Notwendigkeit einer Option zu den etablierten Kräften. Hinsichtlich einer unkontrollierten Migration thematisiert der Lichtenberger schlichte Geldverschwendung, wenn es beispielsweise um eine Geflüchtetenunterkunft im Hotel an der Landsberger Allee geht. Eine kontinuierliche Kooperation mit der AfD lehnt er ab, schließt aber nicht aus, in einzelnen Anträgen mit ihr zusammenzuarbeiten. Für den Abzug der US-Truppen votiert er ebenso wie für Kritik an den Waffen- und Finanzhilfen in Richtung der Ukraine. Einen sozialen Kahlschlag weist er zurück, moniert die Belastung für Normalverdiener.

„Friedrich Merz muss weg“, denn der Kanzler ruiniert einen einst so hehren Standort…

Asylverfahren könnten auch außerhalb der EU stattfinden, den Verlust eines Anspruchs auf Aufenthalt bei Straftaten befürwortet der Diplom-Verwaltungswirt gleichsam. Die öffentliche Ordnung liegt ihm ebenso am Herzen wie intakte Infrastruktur und fließender Verkehr. Einen Mietendeckel sieht er als obligatorisch an, gerade an Schulen müsse für mehr Sicherheit gesorgt werden. Den Wiederbezug von russischem Gas bringt er ins Spiel, Grünflächen in der Stadt müssten erhalten bleiben. In den neuen Medien macht der „Orange-Violette“ keinen Hehl aus seiner Aversion gegenüber Friedrich Merz, gibt sich kämpferisch wie pragmatisch. Insbesondere mit Blick auf dessen ständige Präsenz im Ausland wirft er dem Regierungschef vor, deutsche Interessen zu verraten. Dass Löhne und Gehälter in Vollzeitjobs netto sinken statt steigen, während die Militärausgaben des Bundes exorbitante Ausmaße erreichen, lässt er der Elite nicht durchgehen. Friedensdemonstrationen bewirbt der couragierte Kopf, der kein klassisches Polit-Sprech bedient, sondern frei von der Leber weg formuliert. Eine besonnene Stimme, die Frust und Enttäuschung kanalisiert. Ein fundierter Quereinsteiger, der sagt, was er denkt.