Kommentar von Dennis Riehle zum Artikel „Studie: Schiffsverkehr auf dem Bodensee setzt große Mengen an schädlichem Gas Methan frei“ (aus: SÜDKURIER vom 03.05.2026)
Auch das noch! Wer hätte es ahnen können, dass nach dem Verbrennerauto, dem Privatjet, der Ölheizung, dem Schweinebraten oder dem atmenden Erwachsenen nun auch die Bodenseefähre zu den Bösen gehört. Wieder ist es eine Studie, die Schreckliches zutage fördert. Wie Wissenschaftler aus Konstanz mitteilen, hat sich nicht nur der täglich pendelnde Katamaran nach Friedrichshafen schuldig gemacht. Durch die Wellen, die er beim Gleiten über die Untiefen des Schwäbischen Meeres hinterlässt, wird das Sediment aufgewirbelt. Und mit ihm auch eine große Menge Methan. Wir kennen dieses Spurengas, es gab bereits Überlegungen, Rindviecher zu keulen, weil es die Evolution bis heute nicht geschafft hat, deren Darmtätigkeit klimaneutral zu machen. Unverhohlen teilt die ortsansässige Universität mit, dass Schwingungen und Brechungen Gasblasen in der Flachwasserzone lösen, über die Petrus „not amused“ sein dürfte. Zumindest, wenn er an die Erzählung glaubt, die Schöpfung lasse sich in ihrem fundamentalen Gleichgewicht durch marginales Zutun des Menschen wesentlich aus den Angeln heben.
Methan ist ein natürlicher Faktor in der atmosphärischen Dynamik des Schöpfungskreislaufs!
Was folgt nun aus den dramatischen Schlagzeilen im Südwesten? Schiffe versenken, um die Temperaturen zu retten? Den Tourismus einstellen, damit die Eisbären überleben können? Ins Homeoffice wechseln, weil das Pendeln zwischen den Ufern von Luisa Neubauer höchstpersönlich untersagt wird? Man hätte kaum spektakulärere Worte für den Vorgang der sogenannten „Ebullition“ finden können, als es exemplarisch die Lokalzeitung tat. Das Hochstäuben trage substanziell zur Gesamtemission bei, leiste einen veritablen Beitrag, die Zusammensetzung der Atmosphäre zu verändern. Das Ausmaß der Schäden am Wetterhimmel mache sich unter anderem an der Fahrtlinie der Boote fest, an ihrer Geschwindigkeit, an ihrem Tiefgang, an ihrer Länge und an ihrer Produktivität. Es wird bereits von einer „ökologischen Belastung durch Freizeit- und Personenschifffahrt“ gesprochen. Kommt nun also das Verbot? Sollten Gäste wie Einheimische zum letzten Mal den Ausblick vom Übersetzen zwischen Staad und Meersburg, Romanshorn und Lindau, Überlingen und der Mainau genießen? Oder welchen Effekt soll die Horrorgeschichte erzielen?
Fahrgäste und Reeder haben Schuld auf sich geladen, soll zumindest suggeriert werden…
Es ist nichts Neues, dass unser Verhalten mit dem Hilfsmittel der Schuld beeinflusst werden soll. Dies gilt unter anderem mit Blick auf das „demokratische“ Denken laut Definition der „Omas gegen rechts“, welche mit dem erhobenen Zeigefinger mahnen, dass die AfD nichts Anderes als die wiederauferstandene NSDAP sei. Dass der Nationalsozialismus uns zu Toleranz und Vielfalt, zu Weltoffenheit und Massenmigration verpflichte. Dass die Freiheit der Deutschen im Donbass verteidigt wird, weshalb Milliarden für die Rüstungsindustrie moralisch geboten erscheinen. Dass Corona nur durch die Impfung ausreichend bekämpft werden konnte, den Pharmariesen sei Dank. Wir müssen regelmäßige Opfer bringen, seien es nun Grundrechte oder Sicherheit, Meinungsbreite oder Frieden, um jenes Pflichtgefühl zu kompensieren, welches nunmehr auch das „SuBoLakes-Projekt“ mit seiner These und Forderung von Konsequenzen für die Nautik ins Bewusstsein pflanzen möchte. Denn es geht schon wieder los mit Vorschlägen, was zu tun ist. Geschwindigkeitsbegrenzungen, Abstandsregeln und Frequenzreduzierung sind nur einige der Beispiele.
Irgendwann haben wir uns zu Tode reguliert, den Nutznießern von Panikmache sei Dank…
Wie lange wollen wir uns noch gängeln lassen? Mitsamt der Fuchtel, die Erosion unter dem Pegel habe zudem schwerwiegende Auswirkungen für die Tier- und Pflanzenwelt, redet man uns ins Gewissen. Ob tatsächlich hehre Ziele dahinterstecken, wer mag das schon objektiv zu beurteilen? Die Wissenschaft gilt längst nicht mehr als ergebnisoffen, angemessen und neutral. Ihre Forschungsarbeiten kann man lediglich dann für bare Münze nehmen, hat man selbst an ihnen herummanipuliert. Da steckt eine bewusste Intention im Detail, die allerdings jeglicher Verhältnismäßigkeit entbehrt. Letztlich sind die Resultate im Ausmaß von 0,000002 Prozent für ein ausgeklügeltes Gefüge wie unseren Erdball von vernachlässigbar geringer Bedeutung. Methan in Seen und Reservoirs gehört ohnehin zu den natürlichen Faktoren, die in der Luftdynamik eine Rolle spielen. Lokale Prozesse können allenfalls zu einer groben Abschätzung führen. Die Zahlen sind nüchterner, als es die Berichterstattung darstellen will. Auch das ist ein Hinweis darauf, dass eher die zur Verhaltensanpassung zwingende Panikmache denn die tatsächlichen Dimensionen eines begrenzten Phänomens im Vordergrund steht.








