Kommentar von Dennis Riehle zum Artikel „Sieben Bewerber für Stadtrat nominiert: AfD-Kandidat fordert Miltenbergs Bürgermeister heraus“ (aus: „Main-Echo“ vom 06.02.2026)
Immer wieder wird die AfD mit dem Vorwurf konfrontiert, sie sei per se fremdenfeindlich. Doch wie schnell fällt ein Kartenhaus in sich zusammen, wirft man einen Blick hinein in die Partei. Da ist es beispielsweise der Kreisvorsitzende in Miltenberg, der zwar bei uns geboren wurde, allerdings aufgewachsen ist als Sohn eines türkisch-kurdischen Vaters. Kerim Erdem stellt wahrlich kein Feigenblatt dar, sondern er illustriert genau, worum es der Alternative für Deutschland geht. Jeder Mensch, der sich bereitwillig zeigt, Verantwortung zu übernehmen, die westliche Kultur zu verteidigen, das Schwarz-Rot-Goldene zu verinnerlichen, die Sozialsysteme nur bei wirklicher Bedürftigkeit zu beanspruchen, Traditionen und Brauchtümer zu ehren, Regeln und Prinzipien zu achten, die Gesetze zu wahren, den Respekt vor Heimat und Identität hochzuhalten. All das gelingt dem Unterfranken vorbildlich. Als Bürgermeisterkandidat zeigt er, wie ernst es ihm damit ist, politisch partizipieren zu wollen. Er schätzt die nicht-religiöse Seite seiner Familie, verleugnet keinesfalls die muslimische Prägung, sieht sie auf einer gleichberechtigten Stufe mit der christlichen Färbung.
Als „Quoten-Migrant“ von denen verschrien, die eigentlich so antirassistisch sein wollen…
Er mag als ungewöhnliche Figur gelten, muss sich oftmals dafür rechtfertigen, wird teils kritisch beäugt. Doch er untermauert, wie schizophren das Denken sein kann, Patriotismus von rechts lasse sich nicht mit grundsätzlicher Toleranz gegenüber dem Unbekannten vereinbaren, der arbeitswillig ist, Eingliederung zeigt, Integration lebt, niemandem auf der Tasche liegt. Da werden Stereotype aufgelöst, weil der linken Naivität die Fantasie dafür ausgeht, dass konservative Ansichten auch ohne Rassismus möglich sind. Wenn da plötzlich ein als „Nazi“ oder „Faschist“ Gebrandmarkter seine Biografie offenlegt, Wurzeln auch in die Ferne reichen, aber gleichzeitig ein umfängliches Bekenntnis zur deutschen Staatsangehörigkeit vorliegt, dann müssen die Synapsen der „Guten“ nach neuen Verschachtelungen suchen, um diese vermeintlichen Widersprüche aufzulösen. Die Welt ist nun einmal nicht schwarz-weiß, deshalb ist es so heilsam und sinnstiftend, über jenen zu berichten, der auch in den Medien als sympathisch dargestellt wird, für Sachlichkeit, Wortgewandtheit und Engagement bekannt ist. Dem es an einer Brandmauer fehlt, an ideologischer Kontaktschuld gleichermaßen.
Politiker mit Wurzeln und Inhalt: Erdem ist kein Feigenblatt, sondern ein Aushängeschild!
Erdem will den Mitbürgern nahe sein, betont seine nationale Ausrichtung, um jeglichen Extremismus zu verneinen. Ihm geht es um Transparenz, Dialog und Vernunft, er hadert mit der Verrohung der öffentlichen Debatte. Dass die Presse mittlerweile so einseitig daherkommt, ihren Auftrag von Ausgewogenheit und Fairness vergessen hat, prangert der Fraktionschef ebenso an wie den Vorwurf, er lasse sich lediglich instrumentalisieren. Konsequent weist er jedes Bemühen von sich, ihn auf seine Herkunft zu reduzieren. Denn es ist schon bezeichnend, dass ausgerechnet aus dem Munde von „unserer Demokratie“ eine rassistisch anmutende Rhetorik klingt, die nicht den Charakter in den Vordergrund stellt, sondern die Abstammung. Glücklicherweise lässt sich der als „Quoten-Migrant“ Gescholtene davon nicht beirren, er setzt viel eher auf seine Forderungen. Sie umfassen den Befund, dass die Asylpolitik ins Desaster führt. Die Masseneinwanderung müsse enden, Sicherheit im städtischen Raum wiederhergestellt, Kinderschutz und Ordnung oberste Priorität gegeben werden. Abschiebungen und Rückführungen im juristisch definierten Rahmen seien zwingend geboten.
Klassische Themen wie Migration, ÖRR, Meinungsfreiheit und Familie werden bedient…
Er wirbt für Glaubensfreiheit, solange sie auf dem Boden der Verfassung steht. Vor Ort wünscht er sich eine Stadtentwicklung mit Augenmaß, erschwingliche Parkgebühren, adäquate Jugendförderung, den Erhalt der Landschaft für Einheimische und Touristen, regelmäßige Sprechstunden für die Allgemeinheit, ein Lösen konkreter Probleme aus dem Alltag. Die klassische Familie aus Vater, Mutter und Kind sei die natürliche Basis, er moniert die Abwertung von Werten und Tugenden, unterstellt dem ÖRR Einseitigkeit und Tendenziösität. Nicht nur die CDU betrachtet er als Lügner, die Corona-Maßnahmen müssten schonungslos aufgearbeitet werden. Die Energiewende sei in ihrer bisherigen Form gescheitert, die Klimapanik führe zu Verunsicherung und hohen Kosten. Da wirkt jemand von der Graswurzel her, bleibt stets aufrichtig und authentisch. Er skandalisiert nicht, nimmt gleichzeitig kein Blatt vor den Mund. Spontan bis konfrontativ, manchmal ironisch und sarkastisch, ist ihm Aufklärung ein besonders hohes Gut, tritt in den neuen Plattformen professionell und digitalisiert auf. Ein mutiger Kopf aus Bayern, der seinen Weg voller Rückgrat geht.









[…] Wenn der Rassismus-Vorwurf von links wie ein Kartenhaus zusammenfällt: AfD-Kandidat Kerim Erdem pun… […]