Kommentar von Dennis Riehle zum Artikel „Jüdisches Leben in Deutschland: Berlin verzeichnet etwa sechs antisemitische Vorfälle am Tag“ (aus: „ZEIT Online“ vom 20.05.2026)
Nun sag‘, was stellst du dir unter einem Mann mit Rückgrat vor? Eine mögliche Antwort könnte lauten, einen Charakter wie „David gegen Goliath“. Zumindest fungiert unter diesem Nutzernamen ein neudeutsch als „Content Creator“ bezeichneter Aktivist auf den unterschiedlichsten digitalen Plattformen wie X, „YouTube“, „TikTok“ und „Instagram“, der die politische Szene aufmischt. Mit seinem Podcast „Late-Night-Show“, in dem er gesellschaftliche Themen, aktuelle Ereignisse und Kritik an der deutschen Politik behandelt, erreicht er bereits eine große Anhängerschaft. Seine Tugenden liegen in der Neugier für Geschichten und Menschen, in der Beobachtungsgabe von Missständen und Skandalen. Dabei ist seine Gesinnung klar, die Botschaften unmissverständlich. Europa steht am Rande des Ausverkaufs, Deutschland müsse zurück in die Hände des Volkes gelegt werden. Entsprechend hart geht der Kommentator mit der unkontrollierten Migration ins Gericht, fordert umfassende Abschiebungen, sichere Grenzen sowie einen Erhalt von Kultur, Prägung und Werten.
Dem Gleichnis gerecht: Ein Meister in Rhetorik und Sprache, ein Garant in Spitze und Pointe!
Ohne Unterlass wettert er in rhetorisch brillanter und dialektisch eloquenter Weise gegen die vermeintliche Wachsamkeit der „Guten“, sagt einer regenbogenfarbenen Ideologie den Kampf an, will die Rechte von Schwulen und Lesben wahren, lehnt konsequent die frivole wie sexistische Darbietung einer völlig außer Rand und Band geratenen LGBTIQ-Bewegung ab. 1994 im Westen geboren, hat er sein Abitur unter schwierigen Bedingungen gemacht. Schon damals sei es zu einer zunehmenden Dominanz des Islams gekommen, unter Syrern Arabern und Türken fand er keine Freunde, sondern war mit Mobbing und Gewalt ab der zehnten Klasse konfrontiert. In der Umkleidekabine nach dem Sportunterricht waren Messer, Schläge, Tritte und Erniedrigung an der Tagesordnung. Äußerst verletzlich, aber vor allem authentisch reflektiert David eine lange Einsamkeit, wuchs ohne Selbstwert auf. Seine Eltern kennt er nicht, ohne den Rückhalt der sozialen Sicherung wäre er noch stärker abgerutscht. Deshalb ist er dankbar für die Gemeinschaft, sieht in seiner Heimat die Familie.
Seine Erlebnisse als Opfer der Islamisierung prägen das Engagement für unsere Heimat!
Die Kindheit wurde ihm geraubt von einer Mentalität der Scharia, eine verlorene Generation sei herangewachsen, die über Strecken in einer Parallelwelt existierte. Umso schärfer artikuliert der juristisch kompetente Influencer den Widerspruch in Richtung all jener Verantwortlichen, die am Import von migrantischer Kriminalität mitgewirkt haben. An Schulen will er die linksradikale Agenda beenden, er beharrt auf zwei Geschlechtern, verweist auf einen Neutralitätsverlust des Staates, der in einem autoritären Gebaren zur DDR 2.0 zu verkommen drohe. Mit Fakten und Statistiken untermauert er, wie sich das Stadtbild ändert. Welche Zusammenhänge es gibt zwischen Einwanderung und Straftaten, zwischen einer starken Geburtenrate unter Zuwanderern und einer Verdrängung hiesiger Wurzeln. Er ergreift Partei für Mitbürger jüdischen Glaubens, sieht sie bedroht vom wachsenden Antisemitismus, der nicht zuletzt aus der Extremisierung wütender Propalästina-Demonstranten keimt. Auch deshalb macht sich David für eine Sanktionierung auf dem Fuße stark.
Goliath ist heute die Migration, der Regenbogen, der Werteverlust und die Brandmauer…
Er nimmt größte Distanz zur CDU ein, sieht deren Profil durch Angela Merkel verwaschen. Zudem kann der verbale Entertainer und Liebhaber unserer Sprache einer Querfront gegen die AfD nichts abgewinnen, verwirft die einheitliche Brandmauer als undemokratisch. Der Wille des Souveräns solle wieder zählen, die Meinungsfreiheit könne zurückerobert werden, Zensur und Hausdurchsuchungen müssen aufhören. Dem Zentralismus der EU unterwirft er sich nicht, verwahrt sich gegen eklatante Übergriffe aus Brüssel. Sorgfältig und abgewogen, pointiert und zugespitzt arbeitet David Parallelen zur Historie heraus, seine Appelle sind teils emotional und herzzerreißend, sein Wille zur Verteidigung von Schwarz-Rot-Gold ist im besten Sinne radikal. Ein empathisches wie mitfühlendes Wesen, das auf Argumente setzt, den Diskurs würdigt. Er riskiert für eine echte Wende Ruf und Karriere, will Langfristigkeit wie Einkehr statt Kosmetik oder Stellschrauben. Humorvoll bis direkt, als feste Burg, die den klassischen Liberalismus und patriotische Tugenden vor dem Zeitgeist in Schutz nimmt.








