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Hungern für das Klima: Der Staat lässt sich nicht erpressen!

Kommentar von Dennis Riehle

Ein Staat darf nicht erpressbar sein. Dieser profane Befund gilt in Deutschland vor allem mit Blick auf die Vergangenheit, als sich Terrorzellen dazu ermutigt fühlten, das System durch Gewalt unter Druck zu setzen – und ihm Forderungen abzunötigen, welche sich nicht mit dem Willen der Allgemeinheit deckten. Und so fehlt mir jegliche Empathie oder Mitgefühl für eine Zunft an offensichtlich einigermaßen verirrten und möglicherweise auch verwirrten Anhängern der klimaextremistischen Bewegung, die aktuell versuchen wollen, Bundeskanzler Olaf Scholz zu einer Politik zu drängen, die weit über sämtliche Zumutungen hinausgeht, die uns bereits Robert Habeck mit seiner Transformation den Deutschen abverlangt. Offenbar hat man sich nicht ohne Grund den Namen der „Letzten Generation“ gegeben. Denn sie scheint mit dem eigenen Leben tatsächlich nicht allzu viel anfangen zu können. Da waren es in der Vergangenheit schon Ankündigungen von Influencer*innen dieses über weite Strecken sektenhaft anmutenden Bündnisses, welche sich zu ihrer Sterilisation bekannten, weil sie einem Kind nicht zumuten wollen, in einer Welt groß zu werden, die nicht nur zunehmend dahinschmilzt – sondern auf der die Menschheit nach Jahrmilliarden ihrer Kontinuität innerhalb der kommenden Dekaden durch Sintfluten, Feuersbrünste und Monsterstürme dahingerafft wird. Dass eine solche Überzeugung durchaus wahnhaften Charakter besitzt, korreliert mit dem offenbaren Wesen dieser oftmals jungen Generation, die hinsichtlich ihrer bisherigen Leistungsbilanz kaum zufrieden sein kann – und deshalb nicht selten in tiefe Frustration und Neid verfällt. Das ist angesichts des Umstandes, dass im linksökologischen Spektrum Schulabschlüsse, Ausbildung oder Qualifikation generell überbewertet sind, eine allzu verständliche Gefühlsreaktion. Immerhin braucht man ein Höchstmaß an Sturheit, Bequemlichkeit und Unreife, um immer wieder davon auszugehen, dass ein Kollektiv nach der Nase jener tanzt, für die das Windrad der neue Jesus ist.

Diese Grundhaltung kombiniert sich mit der oftmals durch eine an die 68er-Bewegung angelehnten Erziehung des wohlgepamperten und Laissez-Faire-Überbehütetseins, die die Infantilität und Trotzigkeit eines Nachwuchses erklärt, der schon bisher auf wenig Gegenliebe stieß. Denn er war  mit seiner Bockigkeit, einem Pubertätsgehabe und dem Verdruss nie weit gekommen – sondern brachte die Gesellschaft mit seinem Festkleben auf unseren Straßen, den Kartoffelbrei-Würfen auf Gemälde oder der orangenen Bemalung verschiedenster Denkmäler zunehmend gegen sich auf. In der paranoiden Überzeugung, dass sich die Offenbarung des Johannes bereits in der momentan laufenden Epoche verwirklichen wird, versteigt man sich in die Kompensation seiner Insuffizienzempfindung – die sich nicht nur aufgrund des individuellen Scheiterns und Versagens breitmacht, sondern durch eine kollektivhaftende Mentalität der widersinnigen Verantwortung für Nationalsozialismus und Imperialismus unterstützt wird. Der Wunsch und Reiz von Geißelung, Masochismus und Entbehrung ist nicht nur ein immanenter Teil der doppelmoralistischen Philosophie über die Zukunft – in der wir einerseits zur Regulierung der globalen Durchschnittstemperatur bestenfalls auch auf das Atmen verzichten sollen, uns andererseits aber auch nicht zu schade dafür sind, noch einmal einen Urlaub in der weit entfernten Karibik in Anspruch zu nehmen, für den deutlich mehr Emissionen anfallen als durch jede Ölheizung in unseren Kellern. Schlussendlich ist die Selbstaufgabe in Form von Hungerstreik und Liegendwache vor der SPD-Zentrale ein Ausdruck einer völligen Überschätzung und eines konsequenten Realitätsverlustes. Nicht nur, dass diese Kohorte offenbar regelmäßig im Physikunterricht fehlte. Denn nur so lässt sich erklären, wie man sich einigermaßen naiv und verblendet in die Idee verstricken kann, wir würden mit unserem Ausstoß von CO2 eine namhafte Veränderung der Partikeldichte in der Atmosphäre erreichen – die wiederum zu einer veränderten Licht- und Wärmereflexion beiträgt, mit der sich die sogenannte „Erderhitzung“ bremsen ließe.

Das transhumanistische Gebaren all derjenigen, die tatsächlich daran glauben, dass wir ein bis ins Detail ausgeklügeltes Gefüge der Natürlichkeit mit unserer Einflussnahme wesentlich in eine bestimmte Richtung drehen könnten, entspringt wiederum einem Narzissmus und einer Egozentrik, die sich spätestens dann in  Luft auflösen, wenn die Aufmerksamkeit und das Rampenlicht wieder einmal von einer Sandkasten-Elite ablassen, welche sich in einer histrionischen Inszenierung nach Anerkennung, Wohlwollen und Zuspruch sehnt. Dass sie dies allerdings nicht bekommen wird, wenn sie weiterhin in einer störrischen, dickköpfigen und renitenten Weise Maßnahmen zu oktroyieren versucht, die sich gerade in diesen Tagen als geeignet erweisen, für einen Wirtschaftseinbruch, Wohlstandsverlust und Teuerungssprung zu sorgen, mag in ihrem ohnehin durch Scheuklappen verengten Horizont untergehen. Wer sich aus seinem traumwandlerischen Utopismus heraus dazu entscheidet, die Aufnahme von Nahrung zu verweigern, wird am Ende entweder in einer psychiatrischen Klinik landen – oder muss schwere Gesundheitsschäden in Kauf nehmen. Daran trägt kein anderer Schuld als die Mitstreiter dieser kriminellen Vereinigung höchstpersönlich. Wer seine Existenz derart undankbar in die Tonne tritt und sich dazu erdreistet, ein ganzes Volk in Geiselhaft nehmen zu wollen, muss letztlich auch mit der Kaltherzigkeit eines entnervten Miteinanders rechnen, dass sich im Augenblick wahrlich mit schwerwiegenderen Problemen und Herausforderungen konfrontiert sieht als dem ständigen Leierkasten über den trockensten Monat seit Adam und Eva. Die Dimension des Minderwertigkeitskomplexes und der Desorientierung dieser gestrandeten Hobbymeteorologen ist durchaus beeindruckend. Sie lässt den pragmatischen Realisten doch einigermaßen scheel auf die Vulgarität einer Spezies dreinblicken, die sich aus freien Stücken – und damit vollkommen responsibel für ihr Verhalten – der Drangsal, Knappheit und Not hingeben. Nachsicht dürfen sie für ihr Handeln nicht erwarten. Denn auch wenn sie sich anders geben, bleiben sie auf dem Papier mündige Erwachsene.

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