Quelle: Clipdealer.de; A29413470 - Erworbene Standardlizenz

Der Sündenbock für alle Fälle: Hatte die Alternative für Deutschland bereits im Garten Eden ihre Finger im Spiel?

Kommentar von Dennis Riehle

Dass die AfD nicht auch noch am biblischen Sündenfall schuld ist, scheint mittlerweile die einzig noch fehlende Unterstellung in einer Sammlung an Anwürfen eines mittlerweile über die etablierten Parteien hinausgehenden Kartells zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaftslinken. Nahezu täglich werden neue Schreckensszenarien für den Fall aufgetan, dass die Alternative für Deutschland in Verantwortung kommt. Überall dort, wo sie bisher Mandate und Einfluss erringen konnte, ist die Welt noch nicht untergegangen. Warnungen vor ökonomischen Folgen des „Rechtsextremismus“, welche über Habecks bereits verursachten wirtschaftlichen Abschwung hinausgehen, gab es immer wieder. Insbesondere wird argumentiert, dass sich Unternehmen kaum noch bei uns ansiedeln werden, weil sie nicht in Zusammenhang mit „Nazis“ gebracht werden wollen. Welche Paranoia schwingt dabei mit, wenn man plötzlich von einer blauen Wirklichkeit umzingelt zu sein scheint? Es ist ein gemeinschaftliches Unterfangen einer sich zur Rettung der Demokratie aufschwingenden Bewegung, die Opposition jenseits der Union mit allen Mitteln zu unterdrücken und auszugrenzen. Dass sich für diese Zwecke nun sogar der Bundesbankpräsident instrumentalisieren lässt, deutet auf eine immer weitere Verstrickung unterschiedlichster Akteure in das Ziel des Machterhalts der Regierung hin – welche ja bereits zu unlauteren Mitteln gegriffen hat, um beispielsweise eine Märchenerzählung über die „Deportation“ von Millionen von Bundesbürgern an die Wand zu malen.

Es scheint immer neue Rechtfertigungsgründe zu brauchen, um die Brandmauer aufrechterhalten zu können. Gleichzeitig bildet sich als Reaktion ein beständig wachsendes und erkennbar couragiertes Gegengewicht heraus, das sich von all den Etikettierungen und Abstempelungen – sei es nun von Haldenwang oder Faeser – nicht mehr beeindrucken lässt, sondern in einen Trotzzustand des „Jetzt erst recht!“ übergeht. Es hat letztlich etwas zutiefst Menschliches, dass man sich mit Ausgegrenzten solidarisiert. Und weil es in einer Volksherrschaft eben der Souverän ist, der am Ende das letzte Wort darüber hat, ob eine Partei in die politische Führungsriege des Landes aufsteigen darf, sind all die Mahnungen und Prophezeiungen über einen nahenden Weltuntergang im Zuge einer Koalition unter Beteiligung der AfD nichts Anderes als der hilflose Versuch, die Entscheidung derjenigen Wähler zu beeinflussen, die man mit einer Dämonisierung der Alternative für Deutschland offenbar nicht mehr blenden kann. Denn wer seine Naivität ablegt und nicht länger dem Narrativ des Bösen auf den Leim geht, wird sich möglicherweise dazu bereit erklären, die inhaltlichen Positionen der Partei zu betrachten – auch mit Blick darauf, was sie hinsichtlich von Prosperität und Wachstum an Vorschlägen äußert. Sie fordert unter anderem ein Ende der derzeit stattfindenden ökosozialistischen Transformation, die wesentlich dafür verantwortlich ist, dass wir in eine Rezession rutschen. Immerhin sind es die künstlich angeheizten Energiepreise, die unseren Standort unattraktiv werden lassen.

Mit dieser vom Bundesklimaminister verordneten Gangart kann die Republik im internationalen Vergleich keinen Blumentopf mehr gewinnen. Die Bedingungen für ein florierendes Geschäft sind bei uns nicht mehr gegeben, weil wir immer weiter bürokratisieren und reglementieren. Der Abbau unseres Wohlstandes dynamisiert sich durch eine bewusst herbeigeführte Verknappung an Gütern, durch eine sich fortlaufend erhöhende Abgabenlast und den enteignenden Eingriff in Eigentumsrechte der Bürger. Wer tatsächlich glaubt, ausländische Investoren ließen sich von dem abschrecken, was die Leitmedien über die AfD an Propaganda betreiben, sollte vielleicht einmal einen Blick nach Thüringen werfen, wo es der linke Ministerpräsident ist, der sein eigenes Bundesland schlechtredet. Es fehlt unserer Nation an Eigenbewusstsein, Identität und Authentizität. Wir geben nach außen den Eindruck eines hadernden, verachtenden und sich geißelnden Schwächlings ab, der von sich selbst nicht überzeugt ist – sondern sich in einer masochistisch anmutenden Weise immer wieder neue Steine in den Weg gelegt. Was können wir als einstiger Exportweltmeister den vielen anderen Global Playern heute noch entgegensetzen? „Made in Germany“ ist heute nur noch ein Prädikat für diejenigen, die sich mit einem Verlierer gemein machen wollen. Es ist nahezu peinlich und bemitleidenswert, dass es heutzutage sogar Firmeninhaber gibt, die ihre Belegschaft vor der Wahl der Alternative für Deutschland warnen. Moralisierung macht am Ende unattraktiv, denn der Markt will atmen, statt sich in Fesseln legen zu lassen.

Nicht nur nach meiner Überzeugung könnte die AfD schon allein deshalb zu einer konjunkturellen Umkehr beitragen, weil sie sich eine stringente Remigrationspolitik auf die Fahnen geschrieben hat. Immerhin könnte unser Sozialstaat deutlich verschlankt werden, wenn wir uns nicht mehr für die Schicksale von Menschen in aller Welt zuständig sehen würden – und nur noch die tatsächlich verfolgten und sich zur Mitarbeit bereit erklärenden Personen zu uns vorlassen würden. Der Berechtigtenkreis für Transferleistungen ließe sich erheblich verkleinern – und auch die Unsummen, die für Unterbringung und Verpflegung von immer mehr illegalen Zuwanderern aufgebracht werden, würden drastisch sinken. Unser Lebensstandard könnte sich allein dadurch verbessern, dass am Ende mehr Netto vom Brutto übrig bleibt. Die Alternative für Deutschland wäre es wohl auch, die endlich Konsequenzen aus dem jüngst immer offensiver auftretenden Linksterrorismus ziehen würde, welcher dazu bereit ist, die Stromversorgung von großen Konzernen zu sabotieren – und damit das Vertrauen in eine intakte Infrastruktur gänzlich zunichte zu machen. Statt realsozialistische Zustände zu zementieren, würde sie für Technologieoffenheit und Wahlfreiheit in Sachen Ressourcenquellen eintreten. Ihr wäre es ein Anliegen, dass wir endlich wieder mit Stolz für unsere Qualität werben – statt uns ständig kleinzumachen. Fortschritt bedeutet bei ihr das Bewahren von Funktionierendem und Bewährtem – keinen ständigen Wandel, der Unruhe und Unzuverlässigkeit bringt. Kontinuität und Stabilität anstelle von Experimenten, Wagnissen und Risiken.

Beitrag teilen