Quelle: Clipdealer.de, B19056133. Erworbene Standardlizenz.

Ein ernüchternder Befund für die Menschheit: Die Dinosaurier waren schlauer als wir!

Kommentar von Dennis Riehle

Was sehen meine vom erderhitzten Heuschnupfen erröten Augen da? Hat die „Tagesschau“ doch tatsächlich eine neue Vokabel für sich entdecken können? Noch Stunden zuvor verkündete sie mit viel Tamtam und einer panischen Schlagzeile, dass der Klimawandel unsere Gesundheit bedroht – und wir dadurch wohl zwangsläufig alle sterben müssen. Für diese Erkenntnis brauchte es allerdings nicht erst ansteigende Durchschnittstemperaturen, sondern man kann das Zeitliche sogar unterkühlt segnen. Aber möglicherweise gibt es nun ein adäquates Gegenmittel für diesen Trend. Denn anscheinend sind die Hamburger Redakteure doch tatsächlich für einen kurzen Zeitraum mit der Vernunft in Kontakt gekommen – und stellen in einem Beitrag ganz schamlos und unverhohlen fest, dass sich die Dinosaurier nicht etwa darum bemüht hätten, am Thermometer zu drehen. Stattdessen waren sie unserer Gattung in Sachen Intellektualität und Logik schon um Einiges voraus, weil sie auf den Trichter kamen, sich an auftretende Schwankungen des Geschehens am Himmel mit einer ausgeklügelten Strategie der Resilienz anzupassen. Es sind also diese Begrifflichkeiten der Adaption und Konvergenz, die sich in den Wortschatz des Haltungsjournalismus eingeschlichen haben – und sogar diejenigen zu einem gesunden Menschenverstand zurückkehren lassen, die ansonsten mit aller Kraft und Engagement an der Verbreitung des Narrativs über die ausschließlich anthropogen verursachte Veränderung der perspektivischen Wetterentwicklung arbeiten. Da flackert das Licht der Rationalität für einige Sekunden auf – und der Bürger mit ein wenig Rest an Kenntnis aus dem Physik-Unterricht stellt sich die Frage: Warum kommen solche Eingebungen erst jetzt? Und wieso macht man sie umgehend zunichte, indem man schleunigst wieder in den Modus von Angstmache und Schreckensszenarien über drohende Sintfluten, Feuersbrünste und Monsterstürme umschwenkt?

Die Antwort hierauf ist nicht sonderlich kompliziert, weil sich der ÖRR nicht nur bei diesem Thema zu einem Handlanger der Politik gemacht hat – die penibel darauf bedacht ist, dass jeglicher Pragmatismus in unseren Reihen unterdrückt bleibt. Denn was könnte geschehen, wenn man von dieser Märchenerzählung loslässt, dass unsere Zivilisation durch die Emission von CO2 schuldig ist an den erwärmten Gemütern einer Spezies, die in ihrem transhumanistischen Gebaren auch nicht davon ablässt, mit viel Egozentrik und Überheblichkeit Petrus zu spielen – und damit in die Prozesse der Schöpfung einzugreifen? Es würde ein massives Argument wegbrechen, mit dem man die Bevölkerung bei Laune hält, auch weiterhin Milliarden im schwarzen Loch des als „Umweltschutz“ verkauften Zwangs zur Transformation zu versenken – ohne überhaupt zu wissen, ob sich daraus irgendein Effekt einstellen wird, welcher die Evolution davon abbringt, sich nicht zum ersten Mal in der Planetengeschichte auf den Pfad der Milde zu begeben. Wenn insbesondere die Bundesrepublik aktuell mit Vehemenz und Konsequenz aus der Fossilität aussteigen will – und gleichzeitig auf andere sichere und zuverlässige Energiequellen wie die Atomkraft verzichtet, dann ist dies nicht etwa mit dem hehren Ziel der Ressourcenschonung zu erklären. Sondern mit einem gigantischen Aufwand, die Erneuerbaren-Industrie lobbyistisch zu pushen, die konventionelle Wirtschaft an die Wand zu fahren und sich an einem weltweiten Machtkartell zu beteiligen. Denn was würde sich besser zur Gängelung eignen, als der immer wieder als wissenschaftlicher Konsens vertretene Standpunkt, dass es der Ausstoß von Treibhausgasen sei, welcher unter anderem dafür sorgt, dass die Allergiker unter uns bereits einen Monat früher schniefen – und man die Winterreifen vielleicht einige Wochen später aufziehen.

Es ist seit jeher die Verlockung, über Andere bestimmen zu können – und sich mit einem Postulat Autorität zu verschaffen, das in den Köpfen der ideologisch verblendeten Ökologisten auch weiterhin die Überzeugung aufrecht erhält, wonach man mit einer Pelletheizung, einem E-Auto oder einem veganen Wohnzimmerschrank auch nur ansatzweise darauf Einfluss nehmen kann, wie sich die Partikeldichte in unserer Atmosphäre über die Dekaden seit der industriellen Revolution verschiebt. Doch es ist dieser Hochmut einer sich zum Lenker der Natürlichkeit gerierenden Gruppe aus Fußabdruck-Fanatikern, der vor dem Fall auf den aufwändig sanierten Kellerboden des nachhaltigen Tiny-Holzhauses kommt – welcher nicht nur den lieben Gott einigermaßen unbeeindruckt lässt. Viel eher offenbart sich auch die Anmaßung, wonach wir auf ein ausgeklügeltes und selbstregulierendes Gefüge Zugriff hätten, das sich über die Milliarden Jahre eigenständig ausbalanciert hat – und auch keine Anstalten macht, ausgerechnet übermorgen den Geist aufzugeben. Ohne Zweifel bin ich für eine weitsichtige und bis zum Ende durchdachte Philosophie der Sparsamkeit, die mit den Lebensgrundlagen so konservativ wie möglich umgeht, weil dies bereits ein in der Bibel aufgeführtes Gebot zum Hegen und Pflegen des an uns gerichteten Geschenks dieses Globus ist – und wir auch eine ethische Verantwortung gegenüber den kommenden Generationen haben. Hierfür brauche ich aber nicht die Stellschrauben, welche die Grünen an uns anlegen – um uns als täglich grüßendes Murmeltier nicht nur die Gemeinschaftshaftung für den Nationalsozialismus aufoktroyieren wollen, sondern in ihrem Thermondoismus die Zügel des Verzichts enger anziehen möchten. Mit ihren Windrädern, Photovoltaikanlagen und LNG-Terminals wollen sie sich Denkmäler setzen – die unter dem Strich nichts an der Gradzahl unserer Luftschichten korrigieren, dafür aber Unsummen verschlingen, mit denen wir die Verschandelung unserer Landschaft und den Untergang der Artenvielfalt bezahlen.

Und so war es das typische Beispiel des aktuellen Hochwassers im Saarland, welches als Einzelereignis von denjenigen missbraucht wurde, die den Pegelstand ohne Umschweife zu einem Rekord erklärten – obwohl es bereits im Mittelalter an ähnlicher Stelle teils zu deutlich schwerwiegenderen Katastrophen gekommen war. Ohne Lügen, Übertreibungen und Falschbehauptungen lässt sich die Androhung einer baldigen Offenbarung des Johannes kaum noch aufrechterhalten. Da werden Forschungsergebnisse unterdrückt, die sich qualitativ hochwertigen Standards bedienten – und ergebnisoffen darüber diskutierten, ob es nicht vielleicht auch die Erdachse, die Sonnenaktivität, der Wasserstoff oder das Methan sein könnten, die neben den völlig gängigen Anomalien in der Meteorologie zur der Konklusion verleiten, dass wir doch nicht verbrennen werden, sondern in einer Eiszeit erstarren. Immerhin ist der Golfstrom dabei, sich sukzessive und kontinuierlich abzuschwächen – und damit gravierende Minuswerte nicht ausgeschlossen sind. Allerdings hat man auch für diesen Fall bereits eine Theorie gefunden, mit der man die Hirnwindungen des einfachen Mannes so lange strapaziert, dass am Ende doch wieder das Kohlenstoffdioxid als das Böse dasteht – und wir unsere Geldbeutel auch künftig von Demut getragen dafür öffnen, funktionierende Infrastruktur arglistig niederzureißen, um Habeck einen Gefallen zu tun. In unserem Dasein gibt es viele unabänderliche Gegebenheiten, mit denen wir bis zum Sanktnimmerleinstag hadern können. Wir können aber auch die Realitäten als Auftrag annehmen, sich mit ihnen im wahrsten Sinne des Wortes zu akklimatisieren. Und so wäre es wahrscheinlich sinnhafter gewesen, ein paar Millionen in eine bessere Ausstattung mit Deichen, Sandsäcken und Frühwarnsystemen zu investieren – statt mit hiesigem Steuergeld Südamerika beibringen zu wollen, wie wichtig doch das Fahrradfahren für die Zukunft Deutschlands ist.

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