Quelle: Clipdealer.de, B690593632, erworbene Standardlizenz.

Ein radikaler Feminismus und desillusionierter Queerismus entkernen unsere Gesellschaft von ihren Werten!

Philosophischer Laienarbeitskreis beklagt Ideologie der Beliebigkeit als Ausgangspunkt für moralischen Verfall

Durch einen bis zum Exzess getriebenen Freiheitsbegriff haben sich kultur- und identitätspolitisch in Deutschland mittlerweile anarchische Zustände durchgesetzt. Diese Überzeugung vertritt der Leiter des Philosophischen Laienarbeitskreises, der Prädikant a.D., Dennis Riehle (Konstanz). Er beklagt eine Mentalität der Unbestimmtheit als fehlenden Ankerpunkt und Ursprung von Orientierungslosigkeit. In einem Statement erklärt er hierzu wie folgt:

Dass wir in einer sexualisierten Gesellschaft des 21. Jahrhunderts mit Sitten, Normen und Werten nicht mehr allzu viel anfangen können, liegt unter anderem auch an den Auswirkungen des Hofierens von Feminismus und Queerness in einer zeitgeistigen Umgebung aus rebellischem Antiautoritarismus gegen gemeinschaftliche Konventionen und in einer überstrapazierten Selbstbestimmung. Der Freiheitsbegriff wurde insofern pervertiert, als dass dem Einzelnen jedwede Entfaltungsmöglichkeit zugestanden wird – denn andernfalls droht das Totschlagargument der Diskriminierung. Dass wir uns nicht mehr an Grenzen des ethisch Hinnehmbaren halten, zeigt sich an vielerlei Stellen in unserem Miteinander: Da denken wir nicht groß darüber nach, was aus einem One-Night-Stand resultieren kann. Im Zweifel kann man das Ergebnis ja „wegmachen“. Zellklumpen sind kein Leben – Hauptsache, Mann und Frau haben Spaß gehabt, Triebe ausgelebt und sind allein ihren egozentrischen Ansprüchen gerecht geworden. Oder bei der Suche nach der eigenen Identität: Gab es einst noch Schattierungen innerhalb der natürlichen Binarität, bewegen wir uns heute in der Orientierung zwischen Kopfsalat und Meerschweinchen.

Und während man heute Kontaktscham gegenüber der AfD empfindet, geniert man sich gleichermaßen nicht, auf unter dem Deckmantel der Liebe und Weltoffenheit fingierten Paraden und „Demonstrationen“ seine besten Stücke zu präsentieren. Auf einer Welle von einem Spät-68er-Flair reitend, machen die Gutmenschen auch nicht mehr davor Halt, unsere Kleinsten frühstmöglich mit einer völlig unerträglichen Aufklärung und Eigenfindung zu konfrontieren. Sie haben noch nicht einmal die Schule erreicht, da sollen sie schon bei sich und Anderen „erkunden“, ob sie lieber asexuell, trans oder divers leben möchten – und die Erfahrung machen, dass Befriedigung bereits im Alter von vier oder fünf zu Stressabbau und Leidenschaftlichkeit verhelfen kann. Wir kehren zurück zu einer sogenannten „Früherziehung“, die letztendlich nichts Anderes ist als ein seelischer Missbrauch unserer Kinder, die zum Werkzeug gemacht werden, um eigene Fantasien und Begierden zu verwirklichen. Zu Instrumenten der Dissonanz, zu entmenschlichten Wesen der bloßen Rolle, Äußerlichkeit und Lust. In Masturbationsräumen soll ihnen jegliche Intimität genommen werden. Praktiken, Vorstellungen und Haltungen gegenüber dem Urinstinkt der Fortpflanzung werden mitten in einer Phase angeregt, in der üblicherweise das soziale Interagieren durch Sprechen, Kommunizieren und Positionieren in der Umgebung von Gleichaltrigen gefördert werden sollte.

Man vergeht sich an der noch hilflosen Integrität des Nachwuchses, spürt Macht und Überlegen beim Gedanken, diesen indoktrinieren und nach den eigenen Abnormitäten formen zu können. Insgeheim geht es um das Demonstrieren und Legitimieren päderastischer Einflussnahme, Unterdrückung und Beziehung. Durch eine zweckentfremdende Verkehrung der Psychoanalyse als Rechtfertigungsgrundlage ist man gewillt, die Jüngsten zum erotischen Empfinden und Wahrnehmen noch völlig ungereifter, desorientierter und nach Bewahrung und Schutz rufender Gefühle zu ermutigen. Letztendlich bestärkt man sie zu einer lebenslangen Irrfahrt auf dem Gewässer der Geschlechterlosigkeit, nimmt ihnen damit die Chance auf Heimat und Bekenntnis – und degradiert sie zu einem Objekt des Experiments, Paraphilie bereits mit dem Schnuller einzugeben. Dieses erbärmliches Gebaren der praktizierten Hegemonie von Erwachsenen mit geschrumpften Genitalen und Hirnen, die in der Doktrin der „Entwicklungsförderung“ ihre Komplexe kompensieren wollen, braucht Einhalt derjenigen, die unsere Sprösslinge gegen die Laszivität der gewissenlosen Feiglinge verteidigen wollen.

Die Ideologie des Genderismus hat also insbesondere auch dazu geführt, dass wir den Befindlichkeiten eines Einzelnen oder einer Gruppe in einem falsch verstandenen Freiheitsverständnis unter der ständigen Androhung der Moralkeule der Diskriminierung und Ungleichbehandlung mittlerweile größeres Gewicht schenken als dem Anspruch einer gesamten Gesellschaft auf Teilhabe und Inklusion. Was zunächst wie ein Widerspruch klingen mag, macht sich an der Sprachverirrung deutlich, die die sogenannte Geschlechtersensibilität mit sich gebracht hat: Ganz unabhängig davon, dass über Jahrhunderte hinweg das generische Maskulinum im Deutschen völlig selbstverständlich anerkannt und von niemandem infrage gestellt wurde – bis dann irgendwann ein aufgeklärter Feminismus kam, der sich in dieser Regelung nicht mehr genügend berücksichtigt sah -, verramscht die Anwendung von Sonder- und Satzzeichen wie Sternchen, Doppelpunkten oder Unterstrichen innerhalb eines geschriebenen oder gesprochenen Wortes nicht nur das Schriftbild, sondern erschwert Rede- und Lesefluss ungemein.

Durch ständige Unterbrechungen werden Texte sogar für die kaum noch nachvollziehbar, die sich mit dem Verständnis von anspruchsvolleren Inhalten ansonsten nicht abmühen müssten. Doch was ist dann erst mit denen, die mit unseren bürokratischen und amtlichen Formulierungen oftmals ohnehin nicht zurechtkommen – und nun auch noch die Leistung erbringen sollen, künstlich herbeigeführte Zäsuren in der Abfolge von Buchstaben kognitiv verarbeiten zu müssen? Hier geht es also um eine Ausgrenzung einer nicht unerheblichen Zahl an Bürgern, die einen objektiven Anspruch auf Mitnahme haben. Und da müssen die Selbstwertkomplexe von denjenigen hintanstehen, die sich offenbar auch von sexusindifferenten Vokabeln nicht mehr angesprochen fühlen – sondern dem Reiz des *in, :außen oder _ende kaum zu widerstehen wissen.

Beitrag teilen