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Ernährungsumstellung und Stressreduktion spielen bei Chronischer Erschöpfung und Fibromyalgie wichtige Rolle

Selbsthilfeinitiative: „Gerade bei leichten und mäßiggradigen Verläufen ist damit eine Symptomreduktion möglich!“

Das Chronische Erschöpfungssyndrom (CFS/ME) und die Fibromyalgie sind zwei bislang ursächlich nicht behandelbare Krankheitsbilder. Dennoch gibt es zahlreiche Maßnahmen, um die Symptome zu reduzieren und die Lebensqualität zu stärken, weiß der selbst betroffene Leiter der bundesweit aktiven Selbsthilfeinitiative zum Thema, Dennis Riehle (Konstanz). Der Psychologische und Sozialberater verweist insbesondere auf eine angepasste Lebensweise, Schlafhygiene und Stressreduktion: „Damit kann bereits eine Menge verbessert werden. Bezüglich der Ernährung gibt es gewisse Hinweise, dass zahlreiche Nahrungsmittel gegen die Symptome förderlich sein können und eine Besserung der Müdigkeit und Mattigkeit erzielen können. Dazu gehören Vollkornprodukte, Kartoffeln, Hühnchen, Putenfleisch, Fisch, Milchprodukte bis 45 % Fett, Schokolade in sehr geringen Mengen, Nüsse, Samen, Reis, Quinoa, Linsen, Bohnen, Soja, Öle, Kaffee, Kakao, Butter in Maßen, Tee, Mineralwasser, Sanddornsaft, Orangensaft, Melonen, Johannisbeeren, Trauben, Brokkoli, Blumenkohl, Spinat, Paprika, Wirsing, Fenchel, Kümmel, Muskat, Koriander, Ingwer, Curry und Zimt. Insgesamt sollte bei Betroffenen etwas mehr auf Eiweiß und eine histaminärmere Auswahl der Lebensmittel gesetzt werden als beim Durchschnittsbürger“, erklärt der Ernährungsberater Riehle, welcher mittlerweile mehr als 5.000 Betroffene begleitet hat und aus eigener Erfahrung weiß, dass sich gerade bei leichteren und mäßigen Verlaufsformen von CFS und Fibromyalgie mit niederschwelligen Maßnahmen etwas erreichen lässt: „Ich konnte so eine klare Besserung meiner Erschöpfung erzielen, aber auch die Schmerzen haben sich zurückgebildet. Bezüglich der Zusammensetzung der Nährstoffe sagt der 37-jährige Coach vom Bodensee: „Als Faustregel gilt ungefähr 20 – 25 % Eiweiß, 50 % Kohlenhydrate und 25 – 30 %  (gesunde) Fette“.

„Bei einer täglichen Kalorienaufnahme von 2200 kcal sollten drei Mahlzeiten eingehalten werden, wobei der größte Anteil auf das Mittagessen fallen sollte und ca. 1000 – 1200 kcal umfasst. Das Frühstück kann mit 500 – 600 kcal und das Abendessen mit 400 – 500 kcal angesetzt werden. Nach 20 Uhr sollte keine Nahrungsaufnahme mehr erfolgen. Es können zusätzlich zwei Zwischenmahlzeiten durch Joghurt, Müsliriegel oder ein kleines Stück Zartbitter-Schokolade eingenommen werden. Daneben eher keine weitere Essenszeiten“, unterstreicht Dennis Riehle. „Zudem kann es empfehlenswert sein, auch eine ausführliche Mikronährstoffanalyse durchführen zu lassen, um den Vitalstoffbedarf zu ermitteln. Denn der diätetischen Ergänzung kommt eine wichtige Bedeutung zu. Bei ermitteltem Bedarf kann dann eine Substitution mit Eisen, Magnesium, Vitamin B und E, Coenzym Q10, Zink, L-Carnitin, oralem NADH und Omega-3-Fettsäuren erfolgen und eine Einnahme von Vitamin D und Alpha-Liponsäure erwogen werden, die im Einzelfall auch von der Krankenkasse bezahlt und vom Arzt verordnet werden können“, sagt der Journalist. Überdies sei erstrebenswert durch eine Stressreduktion eine Minderung bestehender Schmerzen und der Belastungsintoleranz zu erzielen: „Es kommt auf ein achtsames und rücksichtsvolle Energiemanagement sowie gute Schlafhygiene an, die auch durch verhaltenstherapeutische Sitzungen unterstützt werden können“, erörtert Dennis Riehle. Wesentliche Aufgabe im Sinne der Krankheitsbewältigung bleibe, den eigenen Körper und die Psyche besser kennenzulernen und durch die gewonnenen Erkenntnisse über sich selbst seine Grenzen neu zu stecken: „So eine chronische Erkrankung ist immer herausfordernd. Letztendlich erfordert sie einen Neustart unter anderen Vorzeichen, eine Anpassung braucht Geduld und Eigenfürsorge“, meint Riehle.

Die kostenlose Psychosoziale und Ernährungsberatung der Selbsthilfeinitiative ist über www.selbsthilfe-riehle.de erreichbar.

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