Ein kommunaler Frontläufer im sachsen-anhaltinischen AfD-Wahlkampf: Wie Paul Backmund die Ideen Ulrich Siegmunds bis nach Halle trägt…

Kommentar von Dennis Riehle zum Artikel „Drohende AfD-Regierung im Osten: Das Worst-Case-Szenario für Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern“ (aus: „taz“ vom 23.05.2026)

Was wäre eine Partei ohne ihren Nachwuchs, ohne die Basis, ohne den Rückhalt des Fundaments? Oftmals stehen in Wahlkämpfen nur die prominenten Spitzenkandidaten im Rampenlicht, genießen Aufmerksamkeit. Ganz besonders gilt dies aktuell für Ulrich Siegmund, der in Sachsen-Anhalt ein personenzentriertes Ziel der absoluten Mandatsmehrheit bei der Abstimmung zum Landesparlament im September 2026 verfolgt. Doch auch er weiß um die Bedeutung der ganzen Mannschaft. Schließlich kann er nicht überall sein, muss sich bis in die Provinzen hinein auf Anhänger verlassen können, die seine Botschaften transportieren, gleichzeitig aber eigene Glaubwürdigkeit, Nuancen, Stil und Forderungen einbringen. Als Teil des großen Ganzen versteht sich auch Paul Backmund. Geboren und aufgewachsen in Halle an der Saale, beschreibt er die Stadt als prägend für ihn, will seiner Heimat etwas zurückgeben. Er gehört der nächsten Generation an, die um eine bessere Zukunft, für den Erhalt der kulturellen Souveränität und den gesellschaftlichen Wiedererkennungswert ringt.

Paul Backmund steht wie eine Eins für Heimat, strikte Remigration und deutsche Kultur…

In der Jugendorganisation der AfD ist er aktiv, versteht sich als ein Bürgerpolitiker, will nichts von Allüre, Elite und Karriere wissen, sondern seinen Fokus auf Themen wie Sicherheit, Ordnung und Migration richten. Als Familienvater weiß er um die Missstände im Land, nimmt pragmatisch Bezug auf die Lebensrealität, illustriert eindrücklich die Veränderungen in den Fußgängerzonen und Parks seit 2015. Vehement tritt er für die konsequente Verfolgung des Drogenhandels, der Messergewalt und der Kleinkriminalität ein. Polizisten müssten besser ausgestattet, höher entlohnt und stärker wertgeschätzt werden. Strafen sollten auf dem Fuße folgen, es müsse Schluss sein mit einem Laissez-Faire-Stil manch willfähriger, sanftmütiger und gefärbter Justiz. Traditionen und Brauchtümer hätten Anspruch auf Schutz, konservative Wertvorstellungen dürfe man nicht länger tabuisieren. Dem 2023 in die Alternative für Deutschland eingetretenen Gemeinderat geht es auch um weniger Bürokratie, ab Herbst solle es großflächige Abschiebungen geben. Wer sich gegen sie auflehne, unterlaufe Recht und Gesetz.

Ein Direktkandidat für den Landtag, dem Familie, Stadtbild und Zukunft Verpflichtung sind…

Der Kitt unseres Miteinanders sei nicht zuletzt die klassische Ehe aus Mann und Frau, Kinder das große Geschenk, nicht nur für ihn persönlich. Für diese Institution brauche es mehr finanzielle Entlastung, sie als „altmodisch“ zu stigmatisieren, ist ihm ein Dorn im Auge. Bei der Bildung will Backmund Deutsch und Mathematik als Kernkompetenzen abverlangen, ideologische Projekte und Aufstachelung von Schülern gegen rechts seien unvereinbar mit dem Neutralitätsgedanken. Eine solch einseitige Praxis müsse abgestellt werden, für Lehrer brauche es eine Wohneigentumsförderung, aber auch monetäre Anreize. In haushalterischen Dingen fordert der Vorsitzende im Sportausschuss der örtlichen Stadtverordnetenversammlung mehr Verantwortungsbewusstsein, bringt Anträge für Sicherheit und Ordnung auf den Straßen auf den Weg, proklamiert die Instandhaltung der Infrastruktur. Er setzt sich für eine ehrliche Aufarbeitung der Geschichte ein, ohne Ausschnitte und den verankerten Schuldkult, sondern im Bewusstsein angemessener Mahnung, nicht aber der Unterwerfung.

Mit beeindruckendem Rückhalt nominiert, als Zugpferd für das ganze Team angetreten…

Charakterlich kann der Direktkandidat für die Landtagswahl im Kreis Halle Süd/Ost vor allem durch seine Authentizität punkten, man bringt ihn auch deshalb mit hoher Glaubwürdigkeit in Verbindung, weil er sich selbstbewusst den Angriffen der Antifa entgegenstellt, mit Haltung und Courage nicht von seinen Überzeugungen zurückweicht. Wohl auch deshalb haben ihn 100 Prozent der Mitglieder nominiert, kann er sich umfangreicher Zurufe aus seinem Lager stets gewiss sein. In den neuen Medien appelliert er an die Vernunft, lässt sich nicht abschrecken von Etiketten, die ihm wegen seiner Nähe zur Identitären Bewegung angeheftet werden. Längst hat sich das Schreckgespenst des vermeintlichen Rechtsextremismus in Luft aufgelöst. All die Horrorszenarien ziehen nicht mehr, weil es Galionsfiguren wie Backmund vorbildlich gelingt, das angeblich Radikale wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen. Es geht um die Rückbesinnung zu den Wurzeln, wer sie in den Dreck zieht, demaskiert seinen Selbstzerstörungswillen, der diesem Hoffnungsträger wahrlich fern ist.