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Deutschland hat sich eine Kohorte an chronisch überforderten Post-Pubertären erzogen!

Teile der sogenannten „Generation Z“ haben auch deshalb ein völlig antiautoritäres Bild der Realität vor sich, weil sie von einer Elternschaft erzogen wurden, die sich bereits im Zuge der 68er-Bewegung für eine Laissez-Faire-Mentalität engagierten – und sich damit dem Leistungsgedanken der sogenannten „Boomer“ entzogen, die sich in Verantwortung gegenüber unserem Land verpflichtet sahen, der Bundesrepublik zu Wohlstand zu verhelfen und sich nicht länger in einer Lethargie aus latentem Selbsthass und beständiger Schuld zu suhlen. Denn diese vermeintliche Depression unter Mitgliedern der Nachkriegskohorte war in Wirklichkeit nicht Anderes als eine bewusste Ausrede, um sich nicht an gesellschaftliche Konventionen anpassen und eine Moral des Fleißes, der Zuverlässigkeit und der Widerstandskraft pflegen zu müssen. Und so ist es heute das Narrativ der Überforderung und Erschöpfung, das jene Jugendliche propagieren, welche in einer 35-Stunden-Woche eine Zumutung sehen. Das sich Drücken um die moralische Verpflichtung rührt aber auch daher, dass ihnen jeglicher Geist für die Solidarität verloren gegangen ist. Sich auf der einen Seite auf Individualität und Befindlichkeiten zu berufen, gleichzeitig aber auf ein soziales Sicherungssystem zu bauen, das im Zweifel auch dann auffängt, wenn man im 25. Semester Philosophie noch immer nicht zu einer Entscheidung gekommen ist, ob man nun als Influencer oder Fußballreporter Karriere machen möchte. Denn im unterschwelligen Bewusstsein und Vertrauen darauf, dass man gepampert wurde und Überbehütung erfahren hat, echauffiert es sich gut. Bis dann plötzlich die Lebenswirklichkeit einer Gemeinschaft vor der Tür steht, die zu Recht die Erwartung hegt, als ein Teil von ihr auch einen Beitrag zu leisten. Doch wer bereits in der Kindheit erfahren durfte, bei einem kratzenden Hals oder einer triefenden Nase eine prompte Entschuldigung für den Unterricht dem Kamillentee beigelegt zu bekommen, jeden Morgen pünktlich mit dem SUV vor die Schultür hofiert zu werden, das Abendbrot auch noch in der Pubertät mundgerecht zugeschnitten serviert zu erhalten, bei einem Konflikt mit Freunden unter theatralischem und tränenreichem Gebaren nicht zur eigenen Streitschlichtung und Kompromisslösung gedrängt worden zu sein, bei einer schlechten Note auf das sofortige Aufbegehren von Vater und Mutter gegen den ungerechten Lehrer setzen zu dürfen und niemals für die Erkenntnis und den Lernprozess auf die heiße Herdplatte fassen konnte, der wird auch in seiner Jugend nicht dazu bereit oder in der Lage sein, Probleme zu beherrschen oder sich Aufgaben zu stellen. Es sind die fehlenden Entbehrungen und das übermäßige Gefühl von Sicherheit, Abhängigkeit und Unbeholfenheit, welches im Rahmen einer eben nicht angemessenen Zuwendung vermittelt wurde, das zu Trotzigkeit, Bockigkeit und Infantilität ermutigt. Dieser anarchischen Rebellion einer antisozialen Bewegung unter den Heranwachsenden wird man nur dadurch gerecht, indem man ihr nie zuteilgewordene Grenzen endlich jetzt setzt – und damit das nachholt, was „Ich-meinte-es-doch-nur-gut“-Erziehungsberechtigte versäumt haben. Ein mühsames Unterfangen, aber ein Zukunftsproje

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