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Wenn wir uns von der eigenen Mannschaft distanzieren müssen, ist Deutschlands Verrat voll im Gange!

Kommentar von Dennis Riehle

Joshua Kimmich erwies sich in der Vergangenheit eigentlich als ein vernünftiger und rationaler Fußballspieler, der sich beispielsweise mit Vehemenz gegen eine zwanghafte Immunisierung während der Corona-Pandemie einsetzte. Allerdings scheint ihm seither ein gewisser Pragmatismus abhandengekommen zu sein. Immerhin verwundert man sich doch über seine Empörung angesichts einer veröffentlichten Umfrage zum Ansehen unserer Nationalmannschaft – und wie die Deutschen zu verschiedenen Entwicklungen einer sich zunehmend politisierten und ideologisierten Sportart stehen, bei der es heutzutage weniger um den Ball als vielmehr um den Regenbogen geht. Dass nicht nur Patrioten mit Blick auf die Europameisterschaft schlucken und den Kopf schütteln mussten, nachdem uns pinkfarbene Trikots als Ausdruck von Weltoffenheit, Vielfalt und Toleranz präsentiert wurden, hätte bereits erahnen lassen können, dass die Stimmung in der Republik nicht unbedingt pro Zeitgeistigkeit ausfallen dürfte, wenn man sie in Ehrlichkeit abfragt. Daher sollte es einen nüchternen, kritischen und skeptischen Betrachter auch kaum verwundern, dass eine nicht unerhebliche Zahl an interviewten Bundesbürgern unverhohlen und ungeniert zugab, man habe es aus ihrer Sicht mit dem Pluralismus zu weit getrieben, indem man mittlerweile eine zusammengewürfelte Truppe auf den Rasen schickt, die man nicht in der Menschenwürde verletzt, wenn man zu dem profanen Befund gelangt, dass sie nur noch bedingt ein repräsentatives Bild unserer Gesellschaft abgibt. Was nun zur Echauffierung bei der Equipe selbst führt, reiht sich ein in die äußerst diffizile Gemengelage der Aktualität, die wir nicht zuletzt seit den schiefen Gesängen einer grölenden Gruppe schnöseliger und selbstüberschätzender Studenten auf Sylt mit jeder neuen Tagesschau aufs Butterbrot geschmiert bekommen.

Nein, da handelt es sich nicht um eine strukturelle Xenophobie, wenn sich eine Verbitterung, Ernüchterung und Sorge der Jugend über die Zukunft auf einem sicherlich alkoholisierten Wege unangemessen Ausdruck verleihen. Stattdessen kommen nicht nur Großstädter kaum noch umhin, die dramatischen Ausmaße eines völlig entglitten Multikulturalismus tagtäglich in den Fußgängerzonen wahrzunehmen – wenn die prägende Charakterlichkeit und Tradierung unserer Gemeinschaft verschwinden, um durch eine zur Radikalisierung und Fanatisierung geeignete Religion an den Rand gedrängt zu werden. Es hat nichts mit einer immanenten, prinzipiellen und generellen Fremdenfeindlichkeit zu tun, wenn man sich der Selbstverständlichkeit bewusst wird, dass die Evolution unterschiedliche Gruppen und ihre einzelnen Glieder mit jeweiligen Wesens- und Erkennungsmerkmalen ausgestattet hat, die zunächst einmal zur Identifikation unter ihresgleichen dienen sollen. Hätte es die Schöpfung von Anfang an darauf abgesehen, eine vollständige Durchmischung der verschiedenen Ethnien zu erreichen, wäre keine anfängliche Platzierung an verschiedenen Orten auf diesem Planeten notwendig gewesen. Es gibt einem Verbund ein Gefühl von Kongruenz, Sicherheit und Orientierung, wenn man in seinem Gegenüber eine gewisse Ähnlichkeit und Gleichheit erkennt. Kaum jemand wird einen Spieler allein und ausschließlich aufgrund seiner Herkunft beurteilen. Und ihn schon gar nicht schlechterstellen, weil er mit einer divergierenden Hautfarbe aufläuft. Die Sehnsucht nach einer authentischen Aufstellung, die in ihrem Verhältnis mit der Tatsächlichkeit deckungsgleich ist, entspringt nicht einer Angst, Abneigung oder Antipathie gegenüber dem Unbekannten. Sie ist viel eher ein in jedem anderen Gefüge nur allzu normales Bedürfnis nach einer untrüglichen Wiedergabe der Schattierungen in unserem Miteinander.

Und auch wenn uns manch ein Prospekt der Supermärkte oder Modeketten vermitteln will, dass die Zeiten einer alteingesessenen Mehrheit vorbei wären, sagt die Realität weiterhin etwas Gegenteiliges aus. Es ist nicht zuletzt die Überforderung durch eine völlig außer Kontrolle geratenen Flüchtlingspolitik, die die Einwanderung von jedem Schicksalsgeplagten aus aller Herren Länder zulässt – und damit einem Umwälzungsprozess enormen Vorschub leistet und ihn dynamisiert, der große Teile unserer Bevölkerung nicht nur brüskiert, sondern sie letztlich ihrer Entität beraubt. Denn während bis zu 99 Prozent der bei uns ankommenden Asylbewerber auch deshalb über keine Bleibeperspektive verfügen, weil sie in ihren Ursprungsdestinationen nicht verfolgt werden – und damit die Voraussetzungen für einen Anspruch auf einen Schutzstatus bei uns nicht erfüllen, hat die „Kartoffel“ eben keine andere Heimat, in die sie wieder zurückkehren könnte. Da wir aber faktisch über eine Epoche hinweg sind, in der man unserer Spezies aufgrund der Geschichte eine Existenzberechtigung absprach, haben wir als ein souveränes Land und ein integrer Stamm nicht nur rechtlich einen Anspruch darauf, an einer majoritären Konstellation der überwiegenden Autochthonie festzuhalten. Wir sind sogar in Art. 116 GG dazu aufgerufen, den Fortbestand und die Kontinuität der „deutschen Volkszugehörigkeit“ zu bewahren. Und damit haben die Väter der Verfassung nicht etwa einen Grundstein für Rassismus gelegt. Sondern sie sind sich einer Banalität bewusst geworden, welche lediglich in einer Ganzheit Anstoß erregen kann, die bisweilen mit sich selbst nichts anzufangen weiß – und sich auch deshalb in Eigenverachtung suhlt, weil sich die ihr innewohnenden Individuen aufgrund eines persönlichen Versagens, Scheiterns oder Haderns bewusst gegen jedwede Verankerung stemmen. Doch die Schlichtheit des Verstandes lässt sie auflaufen: Wurzeln sind ein gottgegebenes Geschenk für jeden. Wer es aus Scham vor dem Scherbenhaufen seiner Biografie ablehnt, kann nicht erwarten, dass es der Rest ihm nachmacht.

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